fbpx

    Umgang mit Stress bedeutet für die meisten Menschen, sich der Situation zu ergeben, sich selbst zu bemitleiden oder unter der Belastung in die Knie zu gehen. Oft äußert sich Stress vielfältig, beispielsweise bei zu viel Arbeit, zu großem Leistungsdruck, zu wenig Regeneration, und ähnlichem. Zudem nehmen wir Stress oft als aufgezwungen und passiv wahr. Das zeigt sich auch, wie wir über Stress reden. Wir werden „gestresst“ durch eine Situation oder gar eine Person.

    Dabei ist Stress nicht etwas, das uns unweigerlich passiert und wogegen wir nichts tun können. Mithilfe von Resilienz fördern Sie einen Umgang mit Stress, der für mehr Lebensfreude und Gesundheit sorgt. Lesen Sie hier, wie Sie Ihren Umgang mit Stress unter anderem durch unsere Resilienz Basics Seminare verbessern können.

    Umgang mit Stress hängt an den Bewertungen

    Wie entsteht Stress?

    Wir können unsere Haltung immer wieder aufs neue Anpassen.

    Stress ist keine sinnlose Reaktion des Körpers, um uns das Leben schwer zu machen. Im Gegenteil: Aus biologischer Sicht ist Stress ein Lebensretter, denn es handelt sich um ein Kurzzeit-Notfall-System. Stress dient ursprünglich dazu, all unsere Kraftreserven für einen Kampf oder die Flucht zu sammeln (Fight-or-Flight-Reaktion).

    Wenn wir also eine Situation als bedrohlich wahrnehmen, reagiert der Körper mit Stress. Das äußert sich durch Symptome wie Herzrasen, kalter Schweiß, Muskelspannung und schnelle Atmung. Am Anfang des menschlichen Daseins half uns diese Reaktion beim Überleben. Allerdings empfinden wir heute anderes als Bedrohung, beispielsweise Zeitdruck.

    Doch hier hilft leider weder wegrennen noch dem Chef auf die Nase hauen. Resilienz dagegen ist eine der flexible Umgang mit Stress und daher ein effektiver Schutz gegen Langzeitschäden durch große Belastung.

    Stress steigt durch empfundene Bedrohung

    Der amerikanische Psychologe Richard Lazarus stellte in den Sechzigern ein Stressmodell auf. Es seien nicht die objektiven Merkmale einer Situation, die Stress verursachen, sondern Stress hänge immer an der individuellen Bewertung der eigenen Ressourcen. Anders gesagt: Wir empfinden Stress, wenn wir denken unsere Ressourcen passen nicht zu der Herausforderung. Das bedeutet für uns eine „Bedrohung“, da wir Konsequenzen aus der Überforderung fürchten – das Resultat ist Stress.

    Stress ist an die eigenen Bewertungen der Situation gekoppelt. Und je größer wir die Bedrohung einschätzen, desto höher ist auch der Stress. Wenn wir das Gefühl haben, Anforderungen nicht gewachsen zu sein, schaltet sich unsere Horror-Szenario-Kompetenz ein. Wir malen uns schlimme Konsequenzen der Überforderung aus und gerade das belastet. Kein Wunder also, dass wir Stress stets als Feind betrachten. Doch ein guter Umgang mit Stress wandelt das Feindbild und hilft dabei, Stress im Alltag zu reduzieren.

    Umgang mit Stress erforschen – Wie denken Sie Ihren Stress?

    Der Einfluss der inneren Haltung

    Die Haltung gegenüber unserm Stress beeinflusst die körperliche Reaktion auf stressige Situationen (Stressoren). Heutige Studien zeigen, dass Lazarus mit seiner These recht hat und weisen darüber hinaus nach, dass eine positivere Einstellung gegenüber Stress sogar gesünder macht.

    So hatte eine US-Studie aus dem Jahr 2012 als Ergebnis, dass die Studienteilnehmer, die einen positiven Umgang mit Stress pflegten, ein sehr niedriges Sterberisiko aufwiesen – Im Gegensatz zu jenen, die Stress als gesundheitsschädigend empfanden. Das zeigt, dass Sie durch Ihre Einstellung gegenüber Stress Ihre Gesundheit fördern können.

    Auch Forscher der Harvard-Universität befassten sich mit der Wirkung unserer Gedanken auf Stress und nannten es den „Mindset-Effekt“: Das heißt, die physische Stressreaktion passt sich an die Bewertung des Stressors an. Stress als hilfreich und nützlich wertzuschätzen hilft tatsächlich dabei Herausforderungen eher anzunehmen und mit weniger Stress zu überwinden.

    Stress erkennen

    Auch wir trinken gerne Kaffee, jedoch nicht gegen Stress.

    Um Stress zu reduzieren ist es zunächst wichtig zu wissen, in welchen Situationen Sie Stress merken und vor allem woran. Stress macht sich im Körper bemerkbar. Die Symptome sind dabei so individuell wie jeder Mensch selbst. Manche bekommen feuchte Hände, andere spüren ihr Herz rasen und bei wieder anderen äußert er sich durch Magenbeschwerden. Sicher haben Sie in so mancher Situation Ihren Stress schon einmal am Körper gespürt, doch meist ignorieren wir die Anzeichen.

    Stattdessen greifen wir lieber zu Kaffee gegen die Abgeschlagenheit oder Beruhigungspillen gegen die Schlafstörungen. Jedoch hilft eine starke Resilienz am besten gegen Ihre Stresssymptome. Im Resilienztraining lernen Sie mithilfe von Übungen wie dem „Stressfass“, wie Sie Ihrem Stress auf die Schliche kommen.

    Außerdem haben wir, wie oben gezeigt, festgestellt, dass die Einstellung gegenüber unserem Stress den Umgang mit ihm verbessern kann. Daher prüfen Sie einmal für sich: Wie denken Sie Ihren Stress? Ist er ein alltäglicher, lästiger Begleiter? Ein Feind Ihrer Zufriedenheit? Oder ein Zeichen Ihres Körpers mehr für Ihr Wohlbefinden zu tun?

    Besserer Umgang mit Stress durch Sinn und Unterstützung

    Zusätzlich zur Einstellung gegenüber Stress spielen zwei Faktoren im Umgang mit Stress eine wichtige Rolle: Soziale Unterstützung und Sinnhaftigkeit.

    Soziale Unterstützung

    Doch das ist ein großer Irrglaube. Zunächst ist Unterstützung zu suchen keine Schwäche, sondern praktisches Denken – in Gemeinschaft fallen Dinge leichter und gestalten sich effizienter. Und zum anderen ist durch mehrere Studien bewiesen, dass soziale Unterstützung einer der wichtigsten Schutzfaktoren gegen Stress ist. Unterstützung bedeutet also eine stärkere Abwehr gegen Stress und mehr Gesundheit. Eine Art der Unterstützung bei Stress bietet der Resilienz Basics, in dem Sie Wissen über und Tools gegen Stress lernen werden.  

    Mal angenommen Sie schätzen Stress als hilfreichen Wegbegleiter. Herzlichen Glückwunsch, damit ist ein wichtiger Schritt für eine starke Resilienz geschafft. Dennoch tritt bei vielen Menschen der Gedanke auf, dass es eine Schwäche sei, bei Stress um Hilfe zu bitten und sich Unterstützung zu suchen. Sei es nun aus Stolz oder aus Angst vor Verlust von Ansehen.

    Sinnhaftigkeit

    Der Neurologe und Psychiater Viktor Frankl stellte heraus, dass Sinnhaftigkeit eine der drei bedeutendsten Säulen für die Entstehung von Gesundheit ist (Salutogenese). Mit anderen Worten, wenn wir etwas tun, den Sinn dahinter jedoch nicht erkennen, macht uns das auf Dauer krank. 

    Auch die Stressforscherin Kelly McGonigal hebt die Relevanz der Sinnhaftigkeit für einen gesunden Umgang mit Stress hervor. Den Sinn in unseren Tätigkeiten zu sehen, stärkt die Gesundheit und Zufriedenheit. Dass das im Job nicht immer ganz so einfach ist, dürfte klar sein. Besonders in herausfordernden und überfordernden Jobs belastet eine gefühlte Sinnlosigkeit enorm. Das Gefühl, gegen unseren Willen Stress von außen aufgehalst zu bekommen trägt zur Belastung bei, nach McGonigal.

    Dagegen hilft es, den belastenden Faktor zu verändern und aktiv nach dem Sinn zu suchen. Wozu mache ich das? Mit dieser Frage geraten Sie auf einen Weg zum selbstbestimmteren und resilienteren Leben.

    Den guten Umgang mit Stress trainieren

    Wiederholt lässt sich sagen, dass die eigene Einstellung zum Stress eine große Wirkung auf unseren Umgang mit stressigen Situationen hat. Doch sein Mindset von heute auf morgen zu verändern ist nicht so einfach. Allerdings lässt ein guter Umgang mit Stress sich trainieren. So können Sie Ihre Resilienz – also Ihre innere Abwehrkraft gegen Stress – stärken:

    Resilienz stärken mit dem Resilienz Basics

    Grundlagen der Resilienz im Basic erlernen

    Resilienz ist die Fähigkeit einen flexiblen Umgang mit Stress zu pflegen. In unserem viertägigen Seminar „Resilienz Basics“ lernen Sie sowohl die wichtigen Grundlagen zu Resilienz, Stress und Burn-out, als auch umfassendes Wissen und Praxiserfahrung über die Anwendung von Methoden zur Stressreduktion.

    Beginnend mit den Konzepten rund um Resilienz lernen Sie, wie Sie Ihre eigene und die Resilienz anderer etwa in Trainings-, Beratungs-, Führungs- oder Coachingsituationen stärken können. Zudem helfen Ihnen die Inhalte Stress besser zu verstehen und so effektiv auf ihn reagieren zu können. Mit verschiedenen Sofortmaßnahmen und Langzeitstrategien, sowie Präventionskonzepten erschließt sich während der Ausbildung ein guter und gesunder Umgang mit Stress.

    Das Resilienz Basics Seminar gibt Ihnen damit aktuelles Fachwissen, Erfahrungsberichte, Praxistransfer und auch Selbsterkenntnis mit auf den Weg hin zu einer starken Resilienz und einem gesunden Umgang mit Stress.

    Guten Umgang mit Stress im Unternehmen fördern: Resilienz-Lotse (SMA)®

    Der Arbeitsplatz ist mit einer der Hauptorte, an denen wir Stress empfinden. Da sind die stressigen Arbeitsabläufe, der Zeitdruck, Missverständnisse und Streitereien im Team, etc. Genau wie die persönliche Resilienz lässt sich auch ein guter Umgang mit Stress im Unternehmen trainieren und stärken. Und zwar mit Hilfe des Resilienz-Lotsen (SMA)®.

    Ein Lotse dient in Ihrem Unternehmen als Erinnerungshelfer für eine starke Resilienz. Das heißt, er bewahrt wichtige Kompetenzen wie eine resiliente Kommunikation oder Arbeitsergonomie, und sorgt auch nach einem Training, Vortrag oder Coaching dauerhaft für eine gesündere Arbeitsatmosphäre. Die Rolle des Lotsen lässt sich daher hervorragend mit den Aufgabenbereichen von BGM-Beauftragten, Personalverantwortlichen oder etwa Fachkräfte für Arbeitsschutz kombinieren.

    Durch die Ausbildung zum Resilienz-Lotsen (SMA)® bekommen Ihre Mitarbeitenden wichtige Ressourcen für ein gesundes und stressfreieres Arbeiten an die Hand. Sie fördern damit einen guten Umgang mit Stress im Unternehmen, reduzieren Krankheitsausfälle durch psychische Belastungen und steigern die Effizienz Ihres Unternehmens durch eine höhere Zufriedenheit.