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    Wie man mit Resilienz seine Ziele erreicht 

    Die eigenen Ziele zu erreichen fällt manchen Menschen leicht, anderen dagegen schwerer. Das liegt zumeist daran, dass die Ziele diffus formuliert oder nicht mit wichtigen Werten verknüpft sind. Resilienz hilft dabei Ihre gesetzten Ziele auch wirklich zu erreichen. Der erste Schritt dahin, ist die eigenen Werte zu kennen. Im zweiten Schritt lernen Sie, Ihre Werte mit den Zielen zu verbinden und erreichbar zu formulieren. 

    Werte sind ein toller Antrieb beim Erreichen von Zielen.

    Von Werten…

    Werte bestimmen unser Denken und Handeln. Alles was wir tun, beruht darauf unsere Werte zu schützen. Das bedeutet auch, dass sie die größte Motivationsquelle für uns sind. Die Erfüllung unserer Werte spornt an und gibt Kraft. 

    Was sind Werte? 

    Unsere persönlichen Werte machen einen großen Teil unserer Identität aus. Es sind die Eigenschaften, Ressourcen oder Charakterzüge, die wir für gut und erstrebenswert halten. Werte sind all das, was wir nicht anfassen können, also beispielsweise Freiheit, Stabilität, Bindung, Wohlstand etc. 

    Werte dienen auch als Bewertungsmuster. Denn anhand der eigenen Werte treffen wir Entscheidungen wie angenehm/unangenehm, gut/schlecht, richtig/falsch. Wichtig zu wissen ist, dass Werte immer individuell unterschiedlich ausgeprägt sind. In der Interaktion mit anderen Menschen kann das zu Stress führen. 

    Ein Beispiel: Person A ist der Wert „Ordnung“ sehr wichtig, weshalb sie sich über das unaufgeräumte Zimmer beschwert. Person B ist Ordnung nicht so wichtig und bemerkt das ‚Chaos‘ gar nicht. Sie sagt Person A übertreibe und solle sich nicht so aufregen. Es kommt zu Spannungen – also Stress! 

    Wie zeigen sich Werte? 

    Es ist unser automatisches Bestreben unsere Werte möglichst zu erfüllen. Das heißt, wir verhalten uns in bestimmter Weise, um einen Wert zu erfüllen (hin zu) oder vor der Gefährdung eines Wertes zu schützen (weg von). 

    Unsere Emotionen spielen dabei eine wichtige Rolle. Besonders Ärger und Freude sind ‚Anzeiger‘ für die Erfüllung von Werten. Hatten Sie schon einmal eine Situation, in der Sie unzufrieden oder ärgerlich waren, aber nicht genau den Grund dafür benennen konnten? Das war wahrscheinlich ein Signal dafür, dass einer Ihrer Werte nicht erfüllt wurde. 

    Emotionsregulation
    Wer drückt eigentlich Ihre Knöpfe und bedient ihre Emotionen?

    Denn meist sind unsere Werte uns unbewusst. Resilienz hilft dabei, das Bewusstsein für das eigene Wohlbefinden und auch die eigenen Werte zu steigern. Dafür ist es sinnvoll, die eigenen Werte zunächst herauszufinden. 

    Wie finde ich meine wichtigen Werte? 

    Unseren Werten kommen wir am besten auf die Schliche, wenn wir die Signale hinterfragen. Damit gemeint sind Situationen, in denen Sie Ärger oder Wut verspüren; oder Situationen, in denen Ihre Augen leuchten und Sie Freude empfinden. Hierfür bietet sich die folgende Übung an: 

    • Legen Sie einen Kontext fest, in dem Sie Ihren Wert erfahren wollen (beruflich oder privat). So ist beispielsweise Ordnung am Arbeitsplatz für Sie wichtig zum Wohlfühlen, im Urlaub genießen Sie dagegen trotzdem ein bisschen Chaos. 
    • Stellen Sie sich jetzt die Frage: Wann und bei welcher Tätigkeit in dem gewählten Kontext leuchten meine Augen? Was bereitet mir Freude? 
    • Stellen Sie sich nun wiederholt die Frage „Warum“? Alternativ können Sie auch Weshalb oder Wieso fragen. Die Frage „Warum“ bringt uns häufig in eine rechtfertigende Haltung. Denn mit dieser Frage gelangen Sie zu Ihren Werten und damit zu Ihren Charaktereigenschaften. Wenn wir von anderen nach dem Warum unseres Verhaltens gefragt werden, bedeutet das ein Hinterfragen der Identität – gehen Sie also achtsam mit der Frage um.
      Wiederholen Sie die Frage so oft, bis Sie keine Antwort mehr haben oder nur ein „Eben darum“ als Antwort besteht. 
    • Es ist hilfreich die Übung mit einem Partner/ einer Partnerin durchzuführen.

    Ein Beispiel: 

    In welchem Kontext?  – Beruflich
    Welche Tätigkeit bringt meine Augen zum Leuchten? – Wenn ich im Seminar sitze.
    Warum? Was ist mir daran wichtig? – Weil ich etwas lerne.
    Warum? Was ist mir daran wichtig? – Weil ich mich so weiterentwickle.
    Warum?  – Weil mir das eben wichtig ist, voran zu kommen.
    Wert: Entwicklung. 

    Werte als Kraftspender

    Vielleicht stellen Sie sich die Frage, wozu es eigentlich gut ist, den eigenen Wert, wie „Entwicklung“, zu kennen. Hier sei noch einmal erwähnt, das alles Handeln und Verhalten der Werterfüllung und dem Werterhalt dient. Wenn einer unserer Werte nun verletzt wird oder nicht erfüllt ist, löst das bei uns Stress aus. Das heißt wir reagieren oft so, wie wir es in einer entspannten Haltung nicht tun würden. 

    Die eigenen Werte zu kennen bedeutet uns selbst besser zu verstehen. Daraufhin können Sie Ihr Leben auch zielgerichteter gestalten. Werte sind nämlich eine bedeutende Kraftquelle und unser größter Motor für Motivation. Durch das Kennen der Werte steigern wir unsere innere Abwehrkraft gegen Stress, die Resilienz. Und außerdem können wir mit dem Wissen um unsere Werte unsere Ziele mit größerer Wahrscheinlichkeit und mit größerem Erfolgserlebnis erreichen. 

    … Zu Zielen

    Jeder Mensch hat Ziele. Ein zielgerichtetes Leben bedeutet für uns mehr Glücksempfinden, Erfolgserlebnisse, Zufriedenheit und Wohlbefinden. Dabei geht es allerdings nicht allein um die Ziele. Auf der einen Seite ist die Formulierung des Ziels oft ausschlaggebend, wie gut wir unser Ziel erreichen. Auf der anderen Seite spielt auch eine Rolle, wie wir den Weg zum Ziel am besten gestalten können. Lesen Sie hier, was Werte mit Zielen zu tun haben und wie Sie wohlgeformte Ziele resilient erreichen. 

    Warum sind Werte wichtig für Ziele? 

    Wie wir bereits festgestellt haben, sind unsere innersten Werte eine der Haupt-Antriebskraft. Alles Bestreben zielt auf „hin-zu“ (einem Wert) oder „weg-von“ (der Bedrohung eines Werts). Werte motivieren uns. Diese Motivation können wir nutzen, um unsere Ziele noch besser zu erreichen. 

    Wer die eigene Ziele kennt und sich den eigenen Fähigkeiten nach, gut verhält, kann vieles erreichen.

    Verbinden wir nun einen unserer Kernwerte mit einem Ziel, stärkt das die Motivation, dieses auch zu erreichen. Nach den eigenen Werten zu leben, steigert die Zufriedenheit und reduziert Stress. In der Theorie klingt das fabelhaft. Doch sicher kennen Sie es auch, sich ein Ziel zu setzen und diesem nie wirklich näher zu kommen. 

    Das hat meist mehrere Gründe. Einer davon ist, dass der Anreiz zur Erreichung nicht groß genug ist. Sie verbinden keinen Wert mit dem Ziel und deshalb schiebt sich auch immer etwas anderes dazwischen. Ein anderer Grund ist, dass das Ziel womöglich nicht „erreichbar“ formuliert ist. 

    Wohlgeformte Ziele 

    Ein Ziel realistisch und konkret zu formulieren erhöht die Wahrscheinlichkeit, es diesmal auch wirklich zu erreichen. Vielleicht kennen Sie SMARTe Ziele. Wir erweitern diesen Ansatz und zeigen Ihnen, wie Sie mit wohlgeformten Zielen Ihre Resilienz steigern. 

    Machen Sie Ihre Ziele durch diese 9 Schritte erreichbarer: 

    Formulieren Sie positiv: 

    Benutzen Sie keine Negationen. Sie steigen schließlich auch nicht in ein Taxi und sagen: „Fahren Sie bloß nicht zum Bahnhof.“ Stellen Sie sich das vor, was Sie erreichen möchten. Nutzen Sie das positive Bild als Antrieb. 

    Beschreiben Sie direkt: 

    Vergleichen Sie nicht. So machen Sie sich unabhängig von äußeren Tatsachen, auf die Sie keinen Einfluss haben. Je klarer Sie Ihr Ziel formulieren, desto besser lassen sich auch die Erfolge erkennen. Worte wie „mehr“ oder „besser“ lassen sich nur schlecht von Ihnen überprüfen und machen Ihr Ziel unscharf. 

    Halten Sie es einfach und überschaubar: 

    Beschreiben Sie Ihr Ziel klar und nachvollziehbar. Halten Sie dabei wichtige Eckdaten fest; Was brauche ich für das Erreichen? Welche Personen sind involviert? Bis wann? In welchem Kontext? Überprüfen Sie dabei, ob die Zielsetzung für Sie (!) realistisch erscheint. Was für den einen realistisch ist, muss es nicht für den anderen sein. 

    Unterteilen Sie das Ziel: 

    Der Weg zum Ziel ist gleich doppelt so motivierend, wenn Sie schon auf der Strecke Erfolge feiern können. Unterteilen Sie das Ziel daher in Etappen. Erstens motiviert das durch kleine Erfolgserlebnisse und zweitens, überprüfen Sie so auch den Fortschritt. Wann ist Halbzeit, was habe ich bisher schon erreicht? 

    Machen Sie das Ziel von sich abhängig: 

    Anders formuliert, das Ziel sollte selbst initiierbar sein. Machen Sie sich nicht von anderen abhängig. Sie senken die Wahrscheinlichkeit zur Erreichung des Ziels, wenn Sie erst auf jemanden warten müssen, um zu beginnen. Starten Sie selbst den Weg! 

    Sein Sie selbst verantwortlich für Ihr Ziel: 

    Wir können keine Ziele für andere erreichen. Das heißt, gestalten Sie Ihr Ziel so, dass Sie es selbst in der Hand haben und auch selbst kontrollieren können. Ziele wie „Ich möchte, dass mein Partner abnimmt“, sind Unfug. 

    Schaffen Sie sich ein klares Bild vom Ziel: 

    Je deutlicher Sie das Ziel vor sich sehen, desto größer ist auch die Motivation. Besonders hilfreich ist die Arbeit mit den Sinnen. Also: Wie sieht das Ziel aus? Welches Gefühl spüren Sie, wenn Sie das Ziel erreichen? Was sagen Sie zu sich selbst, was hören Sie von anderen? 

    Verbinden Sie Ihre Werte mit dem Ziel: 

    Sie haben herausgefunden, was Ihre Werte sind. Verbinden Sie einen oder mehrere nun mit dem Ziel. Wofür ist mir das Ziel wichtig? Welchen Teil meiner Identität befriedige ich damit? Schaffen Sie sich Motivation durch Ihren größten Antrieb – die Werte. 

    Denken Sie in Babysteps: 

    Ihr Ziel ist nicht wohlgeformt, wenn Sie nicht heute schon damit anfangen können. Ihr erster Schritt muss nicht gleich Berge versetzen, denken Sie eher an Babysteps. Was können Sie heute schon mit einer Dauer von maximal 20 Minuten machen, das Sie Ihrem Ziel näher bringt? 

    Wie lautet Ihr Ziel? 

    Resilienter Umgang mit Zielen 

    Ziele zu erreichen fühlt sich für uns gut an, es erfüllt uns mit Stolz und Wohlbefinden. Seine Ziele nicht zu erreichen oder immer wieder zu verschieben frustriert uns hingegen. Allerdings hilft ein resilienter Umgang mit uns selbst und unseren Zielen dabei, diesen Frust in Motivation zu wandeln. 

    Wichtig hierfür ist Selbstannahme und Selbstakzeptanz. Es ist die positive Beziehung zu uns selbst. Leider sind wir viel zu oft unser schärfster Kritiker. Wenn wir also nicht im gewünschten Tempo oder auf dem gewünschten Weg zu unserem Ziel gelangen, rutschen wir schnell in Selbstvorwürfe. Doch auch einen guten Umgang mit sich selbst können Sie trainieren und Ihre Resilienz dadurch stärken. 

    Kurbeln für mehr Selbstliebe

    Die Übung Kurbeln fördert die eigene Akzeptanz und stärkt eine positive Beziehung zu Ihnen selbst. Schließlich sind Sie der einzige Mensch, mit dem Sie wirklich 24/7 zu tun haben. 

    Lassen Sie hierfür Ihre Finger der rechten Hand auf der linken Seite unterhalb des Schlüsselbeins im Uhrzeigersinn kreisen und sprechen Sie (am besten laut) folgenden Satz: „Auch wenn ich …. ,liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin!“ 

    Zum Beispiel: „Auch wenn ich diesen Punkt auf der To-Do-Liste noch nicht abgehakt habe, liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin!“ Sie können den Satz auch abwandeln: „schätze und achte ich mich…“ oder „finde ich mich gerade ein bisschen weniger doof“. 

    Wiederholen Sie diese Übung mit all Ihren Selbstzweifeln und Vorwürfen. Sie werden merken, wie der Satz immer leichter von den Lippen geht und Sie sich mit sich selbst Stück für Stück anfreunden. 

    Unterscheiden Sie Sehnsuchtsziel von zweitbester Lösung 

    Auch mit wohlgeformten Zielen gelangen wir manchmal an Grenzen. Diese Restriktionen hindern uns (noch) daran das Ziel zu erreichen. An dem eigenen Wunschziel zu verharren kann dann zu Frust und Enttäuschung führen. Ein resilienter Umgang mit solchen Grenzen ist es, das Wunschziel wertzuschätzen, doch auch eine zweitbeste Lösung zu akzeptieren. 

    Zweitbeste Lösungen sind meist realistischer und leichter zu erreichen. Lassen Sie sich von Ihrem Sehnsuchtsziel anziehen, verbinden Sie es mit Ihren Werten und freuen Sie sich über die erreichte zweitbeste Lösung.