Zustandsmanagement

Zustandsmanagement – Gefühlsfernbedienung in die Hand nehmen

Viele Menschen sehen ihren situativ bedingten, emotionalen Zustand als gegeben an. Doch der eigene Zustand (engl. Ego-State) ist nicht unveränderlich, und auch nicht ausschließlich von außen abhängig. Denn ein Teil des Resilienz Trainings ist das Zustandsmanagement. Das bedeutet, wir können unser eigenes Befinden verändern.
Beim Zustandsmanagement geht es darum, die eigene Gefühlsfernbedienung in die Hand zu nehmen und sich selbst in einen positiven, Ressource reichen Zustand zu versetzen.
Zustandsmanagement im NLP

Beim neurolinguistischen Programmieren wird zwischen drei Zuständen unterschieden:
1. Ressource State: Dies ist der Zustand, indem Sie in Vollkontakt zu ihren Fähigkeiten und Ressourcen stehen. Es ist der Zustand, indem Sie entspannt sind und erfolgreich sein können.
2. Separator State: Dieser Zustand ist neutral und emotional unbeteiligt. Meist handelt es sich um eine Unterbrechung eines anderen Zustands (oft auch hervorgerufen durch einen Coach).
3. Stuck State: Dieser Zustand ist eine emotionale Sackgasse. Sie sind durch ihre Gefühle gelähmt und handlungsunfähig. Das Ziel vom Zustandsmanagement ist es, solche Zustände zu verändern.

Wie verändere ich meinen Zustand?

Des Weiteren wird der Zustand im NLP als Einheit von Körper, Geist und Bewusstsein definiert. Diese drei Elemente sind eng miteinander verknüpft. Hierfür ein Beispiel: Wenn wir traurig sind, lassen wir die Schultern hängen und senken den Blick. Dieses Phänomen nennt sich Embodiment.

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Kein guter Zustand, oder? Durch gezieltes Zustandsmanagement lässt sich jedoch daran arbeiten.

Und gerade dieses Phänomen kann dazu genutzt werden, den eigenen Zustand zu verbessern. Richten Sie sich auf, nehmen Sie einen festen Stand ein und lächeln. Glauben Sie, dass Sie in dieser Haltung aufrichtig traurig sein können? Ich nicht! Denn die Haltung beeinflusst unser Gefühl. So schafft eine eben beschriebene „Power-Pose“ beispielsweise das Gefühl von Selbstvertrauen.
Seinen Zustand zu regulieren bedeutet auch, sich seines eigenen Zustands zu vergegenwärtigen. Besonders im stressigen Arbeitsalltag sind wir mit dem Kopf oft ganz wo anders und vergessen, wie es uns gerade in der Gegenwart ergeht. Um sich auf den eigenen Zustand zu besinnen helfen drei kleine Worte:

Ich! – Jetzt! – Hier!

Durch diese Phrase konzentrieren Sie sich nicht nur wirklich auf sich, sondern auch auf die Gegenwart und die jetzige Umgebung. Resilienz bedeutet, flexibel mit Stress und schwierigen Situationen umgehen zu können. Dafür müssen wir unseren Zustand erkennen und auch Verantwortung übernehmen. Denn wir können etwas an unserer Gefühlslage aktiv ändern.

Durch das Regulieren von Zuständen können wir Angst und Stress in positive Gefühle wandeln, Kontrolle über unser Fühlen, Denken und Handeln erlangen und so auch in Krisensituationen handlungsfähig bleiben.

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