Veränderung

Veränderung als wichtiger Teil für ein resilienteres Leben

Ohne Veränderung im unserem Leben, würden wir immer auf derselben Stelle treten. Das würde auch bedeuten, keine Verbesserung und kein Hinzulernen. Auch wenn Veränderungen ungewohnt und manchmal sogar unerwünscht sind, sind sie ein äußerst wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Wenn wir von persönlicher Veränderung sprechen, müssen wir sie und Entwicklung voneinander unterscheiden.

Veränderung und Entwicklung

Veränderung: Bei der Veränderung steht am Ende etwas Ungewisses. Das heißt bei Veränderung entsteht etwas Neues, teilweise auch Unvorhersehbares.
Entwicklung: Wie der Begriff schon andeutet, wird etwas Vorhandenes „ausgewickelt“. Also wird hier von etwas bereits Bekanntem ausgegangen.

Veränderung im Gehirn: Neuroplastizität

Unser Gehirn ist ein höchst bemerkenswertes Organ. Zu seinen wundersamen Fähigkeiten zählt auch, dass es sich bis ins hohe Alter hin verändern kann. Denn das Gehirn ist kein festes, unveränderliches Gebilde – durch wiederholte Verwendung können sich die Synapsen, Nervenzellen und sogar ganze Hirnareale verändern.
Dieses Phänomen nennt sich „Neuroplastizität“ oder auch neuronale Plastizität. Die Annahme, dass das Gehirn dermaßen anpassungsfähig ist, basiert auf den Forschungsergebnissen des Psychologen Donald Olding Hebb.

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Ärmel hochkrempeln und loslegen. Manchmal braucht es hierfür auch eine gewisse Radikalität.

Hebb leitet aus seinen Beobachtungen die sogenannte Hebbsche Lernregel ab. Diese besagt, je häufiger zwei Neuronen gleichzeitig aktiv sind, desto schneller reagieren sie aufeinander. Eine Verbindung wird also durch Wiederholung geschaffen. Das bedeutet letztendlich, die Synapsen im Hirn bilden sich je nach unserer Verwendung. Dieser Effekt ermöglicht es uns, Dinge zu lernen und auch zu verbessern. Die Struktur des Gehirns ändert sich durch unsere wiederholten Erfahrungen und Eindrücke.

Neuroplastizität und Stress

Dieses wundersame Phänomen hat allerdings auch einen Nachteil: Denn Stress kann die Neuroplastizität verringern. Wenn wir unter großem und/oder langanhaltendem Stress stehen, kann das Gehirn schwerer neue Verbindungen schaffen. So können positive Ereignisse nicht aufgenommen werden und auch nicht als Ressource aktiv werden.
Gerade hierbei ist Resilienz Training wichtig. Denn so können Sie ihrem Gehirn weiterhin die Möglichkeit geben, sich zu verändern und neue Verbindungen zu schaffen. Resilienz ist hierbei der Schlüssel um Stress zu vermindern und flexibler auf Stressoren zu reagieren.

Resilienz und Veränderung

Abgesehen von neuen Verknüpfungen ist Veränderung im Leben wichtig und auch notwendig. Wir geraten manchmal unweigerlich in Situationen oder in Zustände, die unser Wohlbefinden senken. Es ist wichtig, solche Situationen eigenständig verändern zu können. Und auch hierbei ist die Resilienz ein zentraler Faktor.
Mithilfe von Resilienz Training können Sie Ziele so formulieren und erreichen, dass Sie sich dabei wohlfühlen und selbstsicher an die Veränderung herangehen. Resilienz hilft lösungsorientiert auf Probleme zu schauen und unterstützt die Findung von neuem Gleichgewicht.

Manchmal kann sogar gerade die Veränderung Stress auslösen. Der Mensch liebt seine Muster und ein neuer, unbekannter Zustand kann Unbehagen auslösen. Resiliente Menschen können jedoch flexibler auf neue, ungewohnte Situationen eingehen und erleben sich auch bei Veränderungen als selbstwirksam und handlungsfähig.
Veränderungen und Resilienz sind stark miteinander verknüpft, denn Veränderungen finden nicht nur im Gehirn auch biologischer Ebene, sondern auch innerhalb der Selbstwahrnehmung statt.

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