Stressoren

Stressoren als Ursache für Stress

Stressoren sind jene Dinge, die bei uns Stress auslösen. Prinzipiell ist das nicht tragisch, doch zu viel und zu lange Stress macht den Körper und Geist krank. Lesen Sie hier, welche Stress-Auslöser es gibt und wie Resilienz helfen kann gegen diese anzukommen.

Resilienz stärken mit dem richtigen Maß an gesundem Optimismus.

Was sind Stressoren?

Stress wird bei uns durch innere und äußere Reize ausgelöst. Diese Reize werden dann als Stressoren bezeichnet. Welcher Reiz Stress auslöst hängt allerdings nicht nur von der Art und Intensivität ab. Die Bewertung des Reizes von dem jeweiligen Menschen spielt eine wichtige Rolle.

Wahrnehmung ist äußerst subjektiv. Es bedeutet, dass die Menschen Dinge als unterschiedlich belastend empfinden. Resilienz hilft dabei, Stressoren wahrzunehmen und dennoch weniger stark mit Stress zu reagieren. Es die Fähigkeit flexibel mit Stress umzugehen.

Zwei Arten von Stressoren

Der Begriff „Stress“ wurde von dem Gründer der Stressforschung, Hans Selye, geprägt. Laut ihm ist Stress eine Reaktion des Menschen auf jede Anforderung. Selye beschreibt die Reaktion als ein Adaptionsmechanismus für den Umgang mit Belastung. Jeder Mensch folge diesem Muster. Zudem unterscheidet der Stressforscher in zwei Arten von Stress: Eustress und Disstress.

Eustress:

Wir verbinden Stress meist mit einem negativen Gefühl. Doch nicht jeglicher Stress hat negative Auswirkungen. Stressoren, die uns positiv beeinflussen, münden in Eustress. Die Vorsilbe „Eu“ ist griechisch für „gut, wohl“. Eustress hat die Eigenschaft, Menschen zu motivieren, anzutreiben und die eigenen Ressourcen zu nutzen. Die biologischen Stressreaktionen sorgen für höhere Konzentration und mehr Leistung.

Menschen, die sagen „Ich brauche den Druck zum arbeiten“ sprechen hier nicht von Druck als Belastung, sondern von Eustress.

Disstress:

Jene Reize, die wir als belasten, unangenehm und überfordernd empfinden, lösen bei uns Disstress aus. Das ist der negative Stress, von dem wir häufig sprechen. Hierbei kommt das Gefühl auf, dass die zur Verfügung stehenden Ressourcen nicht reichen und wir den Anforderungen nicht gewachsen sind.

Disstress sorgt bei uns für starke körperliche Anspannung. Wenn sie nicht abgebaut wird, führt das zu einer verminderten Leistung, Aufmerksamkeitsverlust und auf langer Sicht zu Krankheit. Resilienz schützt vor diesen Auswirkungen und stärkt bei der Bewältigung des Stresses. Durch ein Resilienz Training oder Coaching können Sie sich vor Burn-out durch Disstress schützen.

Innere und äußere Stressoren

Stress entsteht durch die Bewertung und den Umgang mit Reizen. Reize können dabei aus zwei verschiedenen Richtungen kommen. Sie unterteilen sich daher in innere und äußere Stressoren.

Äußere Stressoren:

Dabei handelt es sich um Reize, die wir von außen wahrnehmen. Wir haben meist keinen direkten Einfluss auf sie. Es sind jene Reize, die sich aus der äußeren Umgebung ergeben. Zum Beispiel Lärmbelastung, Zeitdruck oder auch gesundheitliche Einschränkung. Man spricht hierbei auch von „passiven Stress“.

Innere Stressoren:

Es gibt zudem auch Reize, die von uns selbst ausgehen. Sie entstehen zumeist aus den eigenen Überzeugungen und Bewertungen. Der Ausspruch „sich Stress machen“ rührt auch daher, dass wir so aktiv an den eigenen Stressreaktionen beteiligt sind. Daher wird es auch als „aktiver Stress“ bezeichnet. Zum Beispiel kann Stress daraus resultieren, dass wir unsere eigenen Erwartungen nicht erfüllen oder in Konflikt mit uns selbst und anderen Menschen geraten.

Resilienz – Stressoren minimieren

Ein guter Weg, um mit den eigenen Stressoren besser umzugehen ist die Resilienz zu stärken und zu trainieren. Das wird Ihnen dabei helfen, Ihre Handlungsmuster bei Stress zu überarbeiten und neue zu erlernen. Mit den resilienten Denk- und Handlungsstrategien werden Sie stressfreier auf Anforderungen reagieren und Stressoren minimieren.

Ein abschließender Tipp an dieser Stelle: Versuchen Sie innere und äußere Reize als „Stress-Einladungen“ zu sehen. Sie allein können entscheiden, ob Sie die Einladung annehmen wollen und mit Stress reagieren. Oder ob Sie einen anderen Weg wählen. Stress entsteht immer aus der eigenen Bewertung der Situation. Und eine starke Resilienz hilft, die Stress-Einladungen auch mal nicht anzunehmen.

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