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    Grün tut gut – Wie Natur gegen Stress hilft

    Natur soll gegen Stress helfen? Wahrscheinlich kennt jeder den Spruch: „Frische Luft ist gesund“. Wir zeigen Ihnen was dahinter steckt.

    Was genau ist denn diese gesunde Natur?

    Sprüche, wie der oben genannte, fielen vor allem zu Zeiten von langen Arbeitsstunden in stickigen Fabriken. Man kann ihn auch als eine Aufforderung zum Szenenwechsel sehen. Die Bewegung draußen soll ein Ausgleich zu dem langen stehen oder sitzen in geschlossenen Räumen schaffen.

    Nicht nur während der Industrialisierung, sondern auch heute noch tun solche Szenenwechsel gut. Menschen verbringen einen großen Teil ihres Tages sitzend, unter künstlichem Licht und womöglich noch in großen Räumen mit mehreren Menschen. Die Arbeitstätigkeit ist heute nicht mehr so sehr von schlechten Arbeitsbedingungen geprägt, allerdings ist sie immer noch nicht wirklich „gesund“.

    Dabei hilft nicht nur der Abstand zur Arbeit gegen Stress. Es ist explizit der Faktor Natur, der Gesundheit fördert. Grün tut gut!

    Studien zur Wirkung von Natur

    Die „Profilstudie Wandern“ Ende der 90er Jahre lieferte in gewisser Weise einen Startschuss. Ab da stieg das wissenschaftliche Interesse an der Wirkung von natürlicher Umgebung auf den Menschen, insbesondere auf Stress. Die Frage, was genau an dem Draußen sein nun entlastet, beschäftigt heute vor allem US-amerikanische Umweltpsychologen, wie beispielsweise Rachel und Stephan Kaplan oder Roger Ulrich.

    Das Interesse stieg und so gerieten auch andere Outdoor-Aktivitäten in den Fokus. Aus der Naturpsychologie entstand die Natursoziologie. Da beide Forschungsrichtungen wissenschaftlich gesehen jedoch noch relativ jung sind, gibt es kaum umfassende allgemeingültige Thesen.

    Was bewirkt Natur beim Menschen?

    Die Befunde aus den verschiedenen Studien haben wir für Sie hier einmal zusammengefasst. Naturbegegnungen haben folgende Auswirkungen auf Stress:

    – Durch die Aussicht auf natürliche Vegetation baut sich nachweislich das Stresshormon Kortisol ab. Das verringert das Gefühl von Stress und Angst.

    – Ein Spaziergang durch eine grüne Umgebung senkt den Blutdruck. In einer Studie wurde der Blutdruck bei einem Stadtrundgang mit einem eines Waldspaziergangs verglichen. Das Resultat: Stadt lässt den Blutdruck steigen und Wald senkt ihn.

    – Auch schon ein Fensterblick auf „Grün“ reduziert Stress. Eine Studie bewies: je höher der Gras- und Baumanteil in der Stadt, desto höher ist das Sicherheitsgefühl der Bewohner.

    – Schon die Erwartungshaltung steigert das Entspannungsgefühl. Unsere Gedanken beeinflussen unseren Körper. Menschen gehen (wahrscheinlich durch solche oben genannten Lebensweisheiten) davon aus, dass ein Spaziergang im Wald entspannt. Das allein steigert den Entspannungseffekt und abschalten funktioniert dann ganz automatisch.

    Wie kommt es, dass Natur entspannt?

    Wie kommt es also, dass unser Körper allein durch den Anblick von Pflanzen und natürlicher Umgebung sich entspannt? Die Erklärungsansätze für diese psychische Regeneration sind vielfältig.

    Zum einen gibt es da die „Attention Restauration Theory“ (Kaplan 1995). Sie besagt, dass unser reizüberflutetes Gehirn im Alltag permanent gefordert ist. Wir müssen uns anstrengen, um die Aufmerksamkeit so lange aufrecht zu erhalten. Kern der Theorie ist es, dass das Verarbeiten von natürlicher Landschaft uns dagegen nicht anstrengt und Naturerleben deswegen entspannend wirkt.

    Weitere Ansätze plädieren für eine angeborene Neigung zur Natur (Biophilia-Hypothese) oder erklären sich die Entspannung durch eine anerzogene positive Besetzung von Natur (Tiefenpsychologie). Es fehlen weitreichende Forschungen, die den einen oder anderen Ansatz bestätigen.

    Fest steht allerdings, dass Naturerleben Stress reduziert. Wie wäre es also mit einer neuen Büropflanze? ????