Affektbilanz

Mit dem Resilienz-o-Meter Entscheidungen treffen

Die Affektbilanz ist ein Tool aus dem Züricher Ressourcen Modell, um Entscheidungen sowohl mit Kopf als auch mit Bauchgefühl zu treffen.

Warum Entscheidungen uns schwerfallen  

Entscheidungen sind ein großer Bestandteil unseres Lebens. Im Grunde genommen besteht jede Handlung aus einer Entscheidung – nämlich dafür oder dagegen. Manche Entscheidungen fallen uns deutlich leichter als andere. „Was esse ich heute zum Frühstück?“ ist eine leichtere Entscheidung, als „Wen entlasse ich heute?“.  

Außerdem spielt es auch eine Rolle, wie wir uns entscheiden. Manche Menschen überlegen sehr lange, kalkulieren und durchdenken Entscheidungen genau. Während andere Menschen eher aus dem Affekt heraus entscheiden. Affekte sind kurzzeitige, aber sehr starke Gefühlszustände. Sie sind meist mit den Emotionen Ärger, Liebe, Scham oder Angst verbunden. Nun ist es für manche Entscheidungen wichtig nachzudenken. Doch das Ignorieren des Bauchgefühls hilft nicht immer dabei, die beste Entscheidung für das eigene System zu treffen.

Das Bauchgefühl in Entscheidungen einbeziehen mit der Affektbilanz

Der beste Weg überlegt und dennoch intuitiv zu entscheiden ist die Affektbilanz.

Was ist eine Affektbilanz?

Im Züricher Ressourcen Modell (ZRM) nach Maja Storch und Frank Krause beschreibt die Affektbilanz eine Methode, um Verstand und Affekt miteinander zu verknüpfen. Das heißt es werden hierbei die Bewertungen des Verstandes mit den Signalen des Körpers vereint. Es geht darum, die unangenehmen Gefühle den angenehmen Gefühlen gegenüber zu stellen und das auf eine ausstehende Entscheidung zu beziehen.

Da Affekte meist unbewusst sind, dient die Affektbilanz ebenfalls dazu die Gefühle sichtbar zu machen. Wichtig dabei ist, dass Sie genau auf Ihren Körper und Ihr Wohlbefinden achten.

Wie geht die Affektbilanz? – Das Resilienz-o-Meter

In Anlehnung an die Methode des ZRMs stellen wir Ihnen hier das Resilienz-o-Meter vor. Es ist eine Skala zur Bewertung der eigenen Empfindungen: Vom Super-Grmpfl (-10) über die Zwickmühle (0) bis hin zum Super-Bingo (+10).

Um mit dieser Skala eine Affektbilanz durchzuführen, legen Sie so viele Skalen wie Entscheidungsmöglichkeiten an. Denken Sie hierbei nicht lange nach, schließlich soll es um Ihr Bauchgefühl, also den Affekt, gehen.

Wo stehen Sie auf der Skala bei Möglichkeit A? Welches Gefühl haben Sie bei Möglichkeit B? Und was bedeutet das Ergebnis für Sie und Ihr Wohlbefinden?

Außerdem lässt sich das Resilienz-o-Meter auch für eine resiliente Zusammenarbeit nutzen. Wo steht Ihr Kollege bei dem gleichen Anliegen auf der Skala? Wie können Sie sich einander annähern?

Die Affektbilanz stärkt einen selbstreflektierten Umgang mit Entscheidungen, schützt damit Ihr Wohlbefinden und trainiert gleichzeitig Ihre Lösungskompetenz.   

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