Mentale Modelle – Das Denken verbessern

Mentale Modelle vereinfachen unser Denken. Im Grunde handelt es sich um Systeme unsere vielschichtige Welt abzubilden und so besser zu verstehen. Der Mensch kann die Wirklichkeit nicht Eins zu Eins wahrnehmen – denn wir fokussieren uns auf verschiedene Aspekte und betrachten die Welt durch subjektive Wahrnehmungsfilter. Mentale Modelle helfen uns dabei, die Welt zu systematisieren, damit wir auch komplexe Sachverhalte und Probleme bewältigen können.

Was sind Mentale Modelle?

Der Begriff der Mentalen Modelle stammt aus der Kognitionspsychologie und wurde maßgeblich von dem Psychologieprofessor Philip Johnson-Laird geprägt. Es geht dabei um eine Erklärung, wie wir die Wirklichkeit wahrnehmen, Probleme lösen und Informationen verarbeiten. Mit anderen Worten ist es ein Konzept, wie unser Denken funktioniert.

Mentale Modelle vereinfachen dabei nicht nur unser Wirklichkeitsverständnis. Denn durch sie bestimmen wir auch, was für uns mehr Relevanz hat und treffen Entscheidungen. Man spricht auch von der kognitiven Landkarte, die schwierige und überfordernde Informationen in verständliche und organisierte Vorstellungen unterteilt.

Das Konzept der Mentalen Modelle geht dabei auf die Theorie zurück, dass unser Gehirn besonders durch Visualisierung Informationen besser verarbeiten und so auch besser Probleme lösen kann. Ganz nach dem Sprichwort: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“.

Je mehr Mentale Modelle wir anwenden, desto besser und schneller funktioniert unser Denken

Mentale Modelle und besseres Arbeiten

Mentale Modelle haben dabei eine direkte Auswirkung auf unsere Art zu arbeiten. Denn sie bestimmen unser Denken, unser Handeln und wie wir Entscheidungen treffen. Insbesondere in Teamarbeit sind geteilte Mentale Modelle zentral für eine gelingende Zusammenarbeit und das Vermeiden von Stress.

Besser denken mit Mentalen Modellen

Der Mensch besitzt dabei nicht nur ein einziges mentales Modell. Sie basieren auf unseren Erfahrungen und formen dadurch wie wir die Informationen um uns herum einsortieren. Ein Mentales Modell lässt sich dabei wie ein Blickwinkel verstehen: Beim Betrachten eines Waldes wird ein Förster eine andere Wahrnehmung haben als ein Spaziergänger. So lässt sich das Beispiel auf andere Bereiche des Lebens übertragen. Menschen neigen zu Spezialisierungen und bauen dementsprechend auch kognitive Repräsentationen der Wirklichkeit auf.

Wenn wir nun aber mehr Blickwinkel mit einbeziehen – also mehr Mentale Modelle haben – können wir Probleme mehrdimensional betrachten und so auch leichter zu Lösungen kommen. Viele Mentale Modelle bedeuten nicht nur effizientes, sondern auch besseres Denken.

Allerdings führen manche Gedankensysteme auch in Denkfallen. Dadurch, dass wir unser Denken vereinfachen wollen, hinterfragen wir manche Gedankengänge nicht. Wir vertrauen dann lieber unserem Erfahrungswissen, statt jede Situation angemessen zu prüfen. Das heißt auch, dass Handlungen und Entscheidungen fehlgeleitet werden, durch das vereinfachte Denken mit den Mentalen Modellen.

Geteilte Mentale Modelle für gute Teamarbeit

Mein Gegenüber nimmt Dinge anders wahr als ich. Er sieht sie, interpretiert sie und bewertet sie dementsprechend auch anders. Das ist vollkommen natürlich, denn die Wahrnehmung und die mentalen Konstrukte sind äußerst subjektiv. Doch gerade das kann in der Teamarbeit zu Stress und Problemen führen.

Mentale Modelle werden durch die Bildung und Lernerfahrung, durch die Sozialisation oder auch den persönlichen Lebensabschnitt bestimmt. In einem Team treffen Menschen mit unterschiedlichen Mindsets aufeinander. Damit Teamarbeit resilient gelingt und effizient funktioniert, sind allerdings auch die Gemeinsamkeiten der unterschiedlichen Mitglieder bedeutsam. Ein gemeinsamer Nenner führt eher dazu, Aufgaben als Team zu bewältigen und Konflikte zu mindern.

Besonders das offene Ansprechen der vorhandenen Denkweisen hilft dabei, die verschiedenen Modelle zu vereinen. Zudem kann der Blick auf die gemeinsame Entwicklung im Team ein geteiltes Mentales Modell sein. Unterschiedliche Blickwinkel sind wesentlich für eine gelingende Teamarbeit, jedoch nur, wenn sie durch eine geteilte Art zu Arbeiten in das gemeinsame Ergebnis einfließen können.

Beispiel für Mentale Modelle

Im Folgenden sind für Sie 30 Mentalen Modelle aufgelistet, die generelle und spezifische Denkweisen des Menschen beschreiben. Diese exemplarische Liste soll dabei helfen zu verstehen, wie Menschen generell verstehen. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Gedankenkonstrukte in unserer Alltagswahrnehmung, doch zum besseren Verständnis sind hier nur einige der Geläufigsten erklärt.

Generelle Denkweisen

1. Die Landkarte ist nicht die Landschaft

Sich selbst bewusst zu machen, dass die eigene Repräsentation der Welt nicht gleich der des Gegenübers sein muss, hilft dabei Missverständnisse und Konflikte zu vermeiden. Durch Phrasen wie „In meiner Welt sehe ich das so und so…“ lassen wir Gesprächsteilnehmende an den eigenen Gedanken teilhaben. Diese können unsere Gedankengänge und Entscheidungen dann besser nachvollziehen und mit den eigenen Repräsentationen der Wirklichkeit vergleichen. In meiner Welt ist eine Spinne ein gemeines, riesiges Monster, während es bei Ihnen vielleicht nur ein harmloses kleines Lebewesen ist?!

2. Der Kompetenzkreis

Der eigene Kompetenzkreis (im engl. „circle of competence“) umfasst die eigenen Fähigkeiten, Kompetenzen und das Wissen. Seinen Kompetenzkreis, mitsamt der blinden Flecken, zu kennen ist ein wichtiger Punkt der Selbstreflexion. Welche Kompetenzen fehlen mir und wie kann ich diese ausgleichen? Die Kenntnis darüber hilft zu effektiverem Denken und bei Entscheidungsprozessen.

3. First Principle Thinking

Beim First Principle Thinking handelt es sich um eine Denkstrategie, die besonders durch den Unternehmer und Visionär Elon Musk geprägt ist. Bei dieser Denkweise wird ein Problem oder ein Sachverhalt in seine grundlegenden Bestandteile zerlegt und neu zusammengefügt. So kommt man zu innovativen Lösungen und bricht leichter aus alten Denkstrukturen aus.

4. Gedankenexperimente

Durch Gedankenexperimente können wir Situationen und Möglichkeiten in einer sicheren Umgebung erfahren – nämlich in unserem Kopf. Zum Beispiel können wir durch das Durchdenken von imaginierten Krisen unsere Resilienz proaktiv stärken und so Widerstandkraft gegenüber realen Krisen aufbauen – das nennt sich dann Prosilienz.  Viele weitere Disziplinen, wie die Philosophie oder die Physik, machen Gebrauch von Gedankenexperimenten, um aus Fehlern zu lernen und Lösungen zu verbessern.

5. Denken in zweiter Ordnung

Bei dieser Denkweise wird bei der Problemlösung nicht der schnellste und einfachste Weg gegangen. Die zweite Ordnung oder das zweite Level umfasst die Langzeitkonsequenzen. Es geht hierbei um die Berücksichtigung aller Lösungswege, auch jene, die auf den ersten Blick negativ wirken. Entscheidungen auf langfristige Folgen zu überprüfen hilft dabei, besser mit den darauffolgenden Konsequenzen umzugehen.

6. Abwägen von Wahrscheinlichkeiten

Ein Konzept, die Welt und die Entscheidungsfindung zu vereinfachen, ist das Abwägen von Wahrscheinlichkeiten. Diese können auf tatsächlichen Zahlen beruhen, oder auch auf das Erfahrungswissen zurückgehen. Da wir nicht immer alle Fakten kennen oder berücksichtigen können, ist das Nutzen von Wahrscheinlichkeiten ein wichtiges Werkzeug, um Entscheidungen präziser und effektiver zu treffen.

7. Umkehrung

Manchmal ist es leichter zu wissen, was man nicht will. Das Prinzip der Umkehrung, oder auch Inversion, ist einfach. Man findet Lösungen, indem man sich genau überlegt, wie ein Problem nicht zu lösen ist. Es lässt sich auch als Vermeidung von Negativem beschreiben. Etwas umgekehrt zu betrachten hilft dabei Denkblockaden zu lösen und sozusagen das Pferd von hinten auf zu zäumen.

8. Ockhams Rasiermesser

Ockhams Rasiermesser, oder mit anderen Worten, das Sparsamkeitsprinzip, stammt aus der Philosophie. Es geht hierbei darum, etwas möglichst simpel und mit so wenig Komponenten wie möglich zu erklären. Dieses Denkprinzip hilft dabei, komplizierte Sachverhalte durch das Einsparen der Komplexität verstehbarer zu machen.

9. Hanlons Rasiermesser

Bei diesem Denkprinzip geht darum, dass der wahrscheinlichste Grund von menschlichem Fehlverhalten nicht Böswilligkeit, sondern Unwissenheit bzw. Dummheit sei. Fehler sind menschlich und durch diese generelle Denkweise erinnern wir uns daran, dass immer etwas schief gehen kann, besonders wenn es nicht beabsichtigt ist. Wie auch bei dem Sparsamkeitsprinzip, handelt es sich um eine extreme Vereinfachung für Erklärungsansätze.

Mathematisches Denken

10. Umstellung und Kombinationen

Durch die Änderung der Reihenfolge bestimmter Größen und eine neue Kombination lassen sich manche Sachverhalte besser verstehen und bekommen so einen vereinfachten Sinn. Besonders in der Kombinatorik findet diese Denkweise Anklang, hilft aber auch bei der generellen Problemlösung.

11. Zufälle

Für unser Gehirn ist das Verstehen von Zufällen sehr schwierig. Menschen sind gewohnheitsliebend und tun sich schwer mit nicht-einzuordnenden und nicht-erwartbaren Ereignissen. Allerdings befinden sich manche Dinge einfach außerhalb unserer Kontrolle. Für die eigene Gesundheit ist es hilfreich, Zufälle als Mentales Modell präsent zu haben, damit wir resilient mit Schuld umgehen können und Verantwortung für zufällige Gegebenheiten nicht bei uns selbst abladen.

12. Mit Null multiplizieren

Egal wie groß die Zahl ist, mit Null multipliziert, wird das Ergebnis immer Null sein. Das gilt für die Mathematik wie auch für andere Bereiche. Diese Denkweise hilft zum Beispiel dabei, den schwächsten Faktor in der Arbeit zu finden und zu verändern. Mühe und Anstrengungen sind nämlich dann vergebens, wenn etwas in vielen Bereichen super ist, in einem dagegen überhaupt nicht funktioniert.

Systemisches Denken

13. Skalierung

Skalierungen helfen dabei sehr schnell und einfach ein Ergebnis, ein Gefühl oder ein Problem einzuordnen. Dadurch, dass wir Dingen eine bestimmte Größe zuordnen, können wir es besser einschätzen und auch Veränderungen in Prozessen beobachten. Methoden wie die Affektbilanz orientieren sich an diesem Mentalen Modell.

14. Pareto Prinzip

Das nach dem Soziologen Vilfredo Pareto benannte Prinzip ist auch als 80-20-Regel bekannt. Es geht darum, dass 80 Prozent der Ergebnisse schon mit 20 Prozent Aufwand erreicht werden können. Für die restlichen 20 Prozent müssten wir dagegen 80 Prozent des Gesamtaufwandes einsetzen. Im Grunde ist es eine Energie sparende Denkweise, wenig Energie in einen Großteil des Ergebnisses zu stecken, um überflüssigen Aufwand zu vermeiden.

15. Backup Systeme

Besonders aus dem Ingenieurwesen sind Backups bekannt. Es handelt sich um eingebaute Redundanzen, damit Systeme weiterhin funktionieren, sollte eine Komponente versagen. Der Gedanke ist Sicherheit zu schaffen, da kein System je vollkommen perfekt ist. Allerdings kann das Mentale Modell, immer ein Backup zu haben, auf der einen Seite Stress auslösen, da diese Art der Kontrolle nicht immer möglich ist. Auf der anderen Seite kann es auch zu riskantem Verhalten führen, wenn die Sicherheit überschätzt wird.

16. Netzwerkeffekt

Dieses Gedankenkonstrukt beschreibt, dass ein Netzwerk den Wert eines Produktes deutlich steigern kann. Zum Beispiel ist ein Telefon nutzlos, wenn Sie als einzige Person eines besitzen. Mit jedem weiteren Telefon in Ihrem Bekanntenkreis – also jedem weiteren Knoten Ihres Netzwerkes – steigt der Wert des Telefons. Das lässt sich auch auf menschliche Ressourcen, wie die soziale Unterstützung, übertragen. Die Netzwerkorientierung ist somit auch ein wichtiger Teil der Resilienz.

17. Via negativa

Man kann dieses Mentale Modell auch als die Kunst des Weglassens verstehen. Manchmal werden positive Ergebnisse nur durch das Entfernen oder Weglassen von bestimmten Elementen erzielt. Veränderung wird hierbei nicht durch das Prinzip „mehr vom Guten“ sondern eher „weniger vom Schlechten“ bestimmt.

Physikalische Welt

18. Aktivierungsenergie

Für manche Prozesse bedarf es die Investition von Energie, um sie in Gang zu bringen. Zum Beispiel braucht ein Feuer nicht viel mehr als einen Brennstoff und Sauerstoff. Und dennoch fängt Holz nicht von sich aus an zu brennen. Es braucht ein bestimmtes Maß an Aktivierungsenergie, um eine Reaktion hervorzurufen. Und dieser Gedanke gilt nicht nur für die physikalische Welt, sondern auch für viele andere Bereiche, in denen Veränderung herbeigeführt werden soll.

19. Relativität

Relativität als Mentales Modell besagt im Kern, dass wir Systeme nicht vollends verstehen können, wenn wir Teil von ihnen sind. Eine Person im Zug spürt nicht die Fortbewegung, sondern lediglich die Bewegung des Innenraums. Eine außenstehende Person kann jedoch die Fortbewegung sehr gut beobachten. So lassen sich auch andere Bereiche des Lebens von außen besser betrachten als von innen.

Biologische Welt

20. Kooperation

Eine der größten Stärken der Menschheit ist die Fähigkeit zur Kooperation. Durch Zusammenarbeit sind wir zu Dingen im Stande, die für uns allein nicht möglich sind – sie ist die Grundlage für jede Organisationsform, in der wir leben. Wettbewerb und Kooperation stehen sich dabei nicht gegenüber, sondern existieren parallel. Auch hier kommt der Schutzfaktor der sozialen Unterstützung zum tragen, der maßgeblich zur Gesundheit beiträgt.

21. Anpassung

Lebewesen passen sich ihrer Umgebung an, um zu überleben. Das passiert nicht nur auf genetischer Basis im Zuge der Evolution. Denn jeder von uns passt sich täglich an Gegebenheiten oder an Meinungen an, um Spannung und Stress zu vermeiden.

22. Selbsterhaltungstrieb

Der Selbsterhaltungstrieb ist in unserer DNA eingeschrieben. Durch ihn setzen die Stressreaktionen Kampf, Flucht oder Starre ein – denn es geht darum, das eigene Leben zu schützen. Kooperation ist zwar ein weiteres wichtiges Modell für das Überleben, jedoch überwiegt in Gefahrensituationen stressbedingt der Selbsterhaltungstrieb und kann sogar zu schädigendem Verhalten Anderen gegenüber führen.

23. Dunbar-Zahl

Unter der Dunbar-Zahl versteht man im Allgemeinen die Anzahl an Menschen, mit denen man selbst eine soziale Beziehung aufrechterhalten kann. Soziale Netzwerke und die daraus entstehenden Bindungen für unser mentales Immunsystem enorm wichtig. Allerdings fand der Primatologe Robin Dunbar durch seine Studien heraus, dass es eine ‚kognitive Grenze‘ für die Anzahl der Beziehungen gibt. Wir können biologisch gesehen nicht mit jedem kennengelernten Menschen eine Beziehung pflegen.

Menschliche Natur

24. Wechselseitigkeit

Ein Grundprinzip des menschlichen Handelns ist die Wechselseitigkeit, oder auch Reziprozität. Das bedeutet, dass Handlungen, besonders in sozialen Beziehungen, sich aufeinander beziehen. Das heißt allerdings nicht, dass dieser Bezug immer rational sein muss.

25. Vertrauen

Im Grunde genommen basiert unsere moderne Gesellschaft auf der Haltung von Vertrauen. Vertrauen in der Familie in den meisten Fällen natürlich gegeben, doch wir vertrauen auch fremden Menschen, um Kooperation zu ermöglichen. Zusätzlich wird geschenktes Vertrauen in der Regel materiell oder emotional belohnt.

26. Tendenz zum Neid

Neid ist ein grundlegendes Gedankenkonstrukt der Menschheit. Wir können uns oft nicht dagegen wehren neidisch auf Menschen zu sein, die aus unserer Sicht ‚mehr‘ haben. Dazu kommt das Gerechtigkeitsempfinden, dass wir wollen, was uns zusteht. Obwohl Neid zu schädlichen Handlungen führen kann, ist es sehr menschlich und sollte in sozialen Systemen berücksichtigt werden.

27. Verfügbarkeitsheuristik

Dieses Mentale Modell verkürzt Denkprozesse, indem wir auf jene Informationen stützen, die unserem Gedächtnis gerade am meisten verfügbar sind. Das heißt, wir stützen Entscheidungen und Urteile auf Ereignisse, an die wir uns leicht erinnern können und errechnen daraus die Konsequenz. Hierbei kommt es schnell zu Urteilsfehlern. Zum Beispiel schätzen wir Autofahren gefährlicher ein, wenn uns kürzlich von einem Unfall berichtet wurde.

28. Voreingenommenheit

Menschen haben die Tendenz die erste Schlussfolgerung hinzunehmen und nicht weiter darüber hinaus nachzudenken. Diese Denkweise wirkt Energie sparend. Wenn uns etwas auf Anhieb plausibel erscheint, wäre es verschwendete Energie, weiter zu denken. Doch der erste Gedanke muss nicht immer der Richtige sein. Wir können es jedoch lernen, eigene Gedanken zu hinterfragen und so auch für innovative Ideen offen zu sein.

29. Übergeneralisieren

Generalisierungen vereinfachen unser Denken enorm. Wir greifen schnell auf Erfahrungen zurück und beschleunigen so Entscheidungsprozesse. Leider stellen wir auch Generalisierungen auf Basis kleiner Informationsmengen an und das führt dann vermehrt zu Fehlentscheidungen. Ebenso verhält es sich mit Stereotypen. Denken in Schubladen macht unser Gehirn effizienter, allerdings liegen wir dadurch nicht automatisch richtig.

30. Drang zum Aktivismus

Menschen haben oft den Drang, etwas tun zu wollen. Das führt auch dazu, dass sie in Aktion treten, wenn diese unnütz oder gar hinderlich ist. Dieses Mentale Modell beruht auf verschiedenen Motiven, wie etwa dem Willen sich zu beweisen oder dem sogenannten Helfersyndrom. Darüber hinaus ist Langeweile für den Menschen nicht nur unangenehm, sondern auf Dauer genauso schädigend, wie Überforderung, wie das Boreout-Syndrom zeigt.

 

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