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    Cyberresilienz als Zukunftskompetenz bekommt in Unternehmen zurecht immer mehr Aufmerksamkeit. Durch die Digitalisierung, die mit einem immer schneller werdenden Wandel einhergeht, sind Unternehmen nicht nur mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Auch die Gefahren im Umgang mit Daten werden immer größer. Daher brauchen Unternehmen einen starken Abwehrmechanismus und gelingenden Umgang mit Krisen.

    Cyberresilienz – ein neuer Trend?

    Resilienz ist die Fähigkeit eines Individuums oder eines Systems widerstandsfähig gegen Stress und Krisen zu sein. Das bedeutet, resiliente Menschen und Organisationen schaffen es, schnell wieder aufzustehen, weiterzumachen und stärker aus der Krise hervorzugehen.

    Bei der Cyberresilienz bezieht sich diese Fähigkeit auf den Umgang mit Daten. Denn es ist die Kombination aus organisationaler Resilienz und IT-Sicherheit. Somit sind Unternehmen gleichzeitig vor Angriffen geschützt und können in Krisenfällen schnell und effektiv reagieren, um Schäden zu minimieren. Besonders im Punkte Big Data ist diese Fähigkeit gefragt und bekommt daher auch immer mehr Aufmerksamkeit.  

    Wofür brauchen Unternehmen Cyberresilienz?

    Die Digitalisierung bedeutet für Unternehmen viele Möglichkeiten und Chancen: bessere Vernetzung, leichtere und schnellere Kommunikation, Vereinfachung von Arbeitsabläufen, etc. Doch auch die Gefahren steigen. So zeigte die Sicherheitsfirma Gemalto in ihrer jährlichen, globalen Sicherheits-Analyse, dass allein in den letzten fünf Jahren zehn Milliarden Datensätze entweder verloren gingen oder gestohlen wurden.

    Die Kosten der Schäden belaufen sich ebenfalls auf Milliardenhöhe. Mit zunehmender Digitalisierung nehmen auch die Cyber-Angriffe zu. Daher wird die Datensicherheit in Unternehmen immer weiter ausgebaut. Doch was tun, wenn der Schaden angerichtet ist? Cyberresilienz stärkt nicht nur die Sicherheit gegen solche Angriffe, sondern unterstützt vor allem das Unternehmen in Krisen.

    Mit anderen Worten ist die Cyberresilienz notwendig, um das Unternehmen auch mit Sicherheitslücken funktionsfähig, anpassungsfähig und effektiv zu halten. Damit reagieren Unternehmen wirkungsvoll auf Attacken und können Schäden schnell und gezielt minimieren.

    Wie stärkt man die Cyberresilienz im Unternehmen?

    Für eine starke Cyberresilienz in Organisationen sind vier Bausteine elementar.

    Eine fördernde Unternehmensführung

    Die Basis für ein resilientes Unternehmen ist eine Führung, die diese Kompetenz fördert und weiter ausbaut. Ebenso gilt das für die Cyberresilienz. Daher ist es wichtig, dass die Unternehmensleitung und das Management sich aktiv für passende Schutzmechanismen einsetzt und diese auch regelmäßig überprüft.

    Die Führungsebene sollte also zum einen die sich ändernden Anforderungen an IT-Sicherheit kennen und zum anderen darauf aufbauend Strategien und Vorschriften für alle Mitarbeitenden entwickeln. Die Aufgabe der Unternehmensführung ist, die Resilienz im Unternehmen zu etablieren und kontinuierlich zu fördern.

    Eine agile Unternehmenskultur

    Für resiliente Unternehmen ist eine hohe Agilität der Organisationsstrukturen wichtig. Mit anderen Worten sorgt eine agile Unternehmenskultur dafür, dass Unternehmen auf Probleme besser und schneller reagieren.

    Eine grundlegende Prämisse dafür ist die Verteilung von Verantwortung auf alle Mitarbeitenden. Wenn es im Unternehmen nur einzelne IT-Experten gibt, sinkt die Chance Gefahren und Risiken frühzeitig zu erkennen. Wenn nun die Verantwortung für Sicherheit in allen Abteilungen liegt, wirkt das einem sorglosen Umgang mit Daten entgegen und die Reaktionszeit auf ein Problem oder gar einen Angriff verringert sich enorm. 

    Sichere Netzwerke

    Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen ist heute kaum umgänglich. Deshalb ist ein weiterer Faktor für Cyberresilienz die Gewährleistung von sicheren Netzwerken. Wenn Unternehmen zusammenarbeiten und Daten austauschen, funktionieren die Netzwerke wie ein Frühwarnsystem. Abweichungen werden von beiden Partnern früh erkannt und Risiken minimiert. Das sorgt nicht nur für Sicherheit im eigenen Unternehmen, sondern auch für kooperierende Partner.  

    Change-Readiness aufbauen

    Die Bereitschaft zur Veränderung ist die letzte Grundlage für ein resilientes Unternehmen. Auch hier spielt Agilität eine wichtige Rolle. Denn nur wenn Unternehmen bereit für Veränderung und Anpassung sind, können sie den Anforderungen der IT-Welt gerecht werden.

    Die Cyber-Attacken wandeln sich, werden kreativ und effizient. Starre Strukturen und langsame Prozesse können diesen Methoden nicht standhalten. Das heißt, Unternehmen müssen flexibel sein und sich kontinuierlich weiterentwickeln. Cyberresilienz bedeutet auch, die eigenen Sicherheitsvorkehrungen ständig zu überprüfen, aus Fehlern zu lernen und Veränderung zu fördern.

    Organisationale Resilienz für mehr Cyberresilienz

    Cyberresilienz besteht zu einem großen Teil aus organisationaler Resilienz. Die Kompetenz anpassungsfähig an neue Herausforderungen zu sein und gleichzeitig stabil zu bleiben, ist für den Zukunftsmarkt zentral. Denn die Welt wird sich weiter wandeln und neue Krisen werden kommen. Damit Unternehmen nicht daran zerbrechen, sondern dadurch nur stärker werden, bedarf es der Resilienz.

    Diese bezieht sich auf die Unternehmensstrukturen, wie eine agile Unternehmenskultur mit transparenter Kommunikation nach innen und außen und einer unterstützenden Führung. Außerdem wirkt Resilienz auch innerhalb des Unternehmens. Mitarbeitende entwickeln Eigenverantwortung. So tragen sie zum Schutz des Unternehmens bei, indem sie selbst auf Gefahren reagieren und mit Stress flexibler umgehen.

    Langfristige Cyberresilienz erreichen Sie durch Aktivierung, Anpassung und Antizipation. So stärken und sichern Sie Ihr Unternehmen für die Zukunft.