[Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast]
Herzlich willkommen mal wieder bei Rethinking Resilience bei mir, der liebe Ruben. Und wir haben einen Resilient Guest. Die Resilient Guest ist Christina. Christina Comnick.
Hallo, liebe Christina.
[Christina Comnick – Resilienz-Podcast]
Hallo, ihr beiden. Ich freue mich sehr, wieder hier zu sein. Danke für die Einladung.
[Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast]
Ja, sehr gerne. Und der Anlass heute ist auf mehreren Ebenen sehr erfreulicher. Auf der einen Ebene bist du in den Vorstand des Wholeness Work-Verbandes gewählt worden, der EATWW für die mit dem Aküfi oder auch der European Association for the Wholeness Work. Und auf einer zweiten Ebene gibt es Schönes zu berichten. Dass nämlich Connirae Andreas nach Deutschland kommt. Ja, und was auch schön ist zu berichten, ist, dass das Thema Wholeness immer mehr einfach in die Bekanntheitsgrade so hinein diffundiert. Damit auch Selbsttranszendenz. Darum soll es heute gehen. Was ist eigentlich der Wholeness?
Was bedeutet Selbsttranszendenz? Oder auch warum ist das so ein wichtiger Faktor in der seelischen Resilienz? Seelische Resilienz, da bist du die Expertin für. Du hast das entsprechend mit mir zusammen begründet, wobei du den Hauptteil der Arbeit hattest. Und ja, ich freue mich sehr, dass ihr beiden da seid. Du bist auch die weitaus intensivere Expertin, davon mal ab. Insofern, ich freue mich sehr aufs Gespräch. Und ja, hallo Ruben, nochmal schön, dich zu sehen.
[Ruben Langwara – Resilienz-Podcast]
Ich bin auch da, ich freue mich, euch zu sehen. Christina, ich freue mich, dass du dabei bist. Wir dürfen dich ja Ina nennen, auch hier in diesem Kontext. Ja, dürfen wir?
[Christina Comnick – Resilienz-Podcast]
Ja, sehr gerne.
[Ruben Langwara – Resilienz-Podcast]
Super, klasse Ina. Schön, dass du da bist. Der letzte Podcast hat mir hervorragend gefallen mit dir zur seelischen Resilienz.
Und immer, wenn ich mit dir im Raum sitze und du vorne stehst und vorträgst, hänge ich dir sowieso an deinen Lippen, was dieses wundervolle Thema angeht, der seelischen Resilienz. Und das werde ich auch heute tun und freue mich auf The Wholeness Work. Und ich nehme, glaube ich, mal so wieder wie bei der letzten Folge mit Stefan Passvogel die Position ein desjenigen, der sich am wenigsten mit dem Thema auskennt. Ja, und würde dann auch entsprechend die Zwischenfragen stellen, die jetzt ein, ja, nicht so Wholeness Worker stellen würde da an der Stelle. Aber Sebastian, ich lasse dich erst mal jetzt hier anfangen mit deinen Fragen und Einstieg und danach kommen dann sozusagen die Fragen auf einer niedrigeren Flughöhe.
[Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast]
Ja, meine erste Frage wäre an dich, liebe Christina. Wenn du dich vorstellen solltest im Kontext von The Wholeness Work, dann wäre meine Frage, welche Dinge würdest du da erzählen, warum dich das vielleicht auch so fasziniert und wofür du das nutzt? Was genau daran eigentlich so ein Zauber auch ausmacht für dich und wie du das schon erfahren hast für dich selbst und im Kontakt mit anderen? Ja, und so ein paar biografische Daten sind natürlich auch immer willkommen.
[Christina Comnick – Resilienz-Podcast]
Ja, wie viel Zeit haben wir denn jetzt heute Abend wieder, ne? Naja, ich bin ja jetzt, oder ich darf ja schon das dritte Mal bei euch sein. So bekanntlicherweise wird ab dem dritten Mal ja ein Muster, ich hoffe mal ein funktionales. Sonst hätten wir da so quasi auch eine Methode, die da helfen könnte, da so quasi dran anzusetzen. Ja, gute Frage. Also wenn ich mich vorstellen müsste mit dem Kontext eben von The Wholeness Work, ich würde genau diesen Punkt, den du eben schon angesprochen hast, zentral in die Mitte stellen, die seelische Resilienz.
Also warum interessiert mich oder warum finde ich diese Methode nach Dr. Connirae Andreas so effektiv und spannend, weil ich eben mich sehr viel mit der seelischen Resilienz jetzt in den letzten Jahren auseinandergesetzt habe und ich kaum eine Methode kenne, die so sanft und heilsam eigentlich und ganzheitlich und langfristig vor allen Dingen die Resilienz stärkt. Und quasi auf einer wirklich eher, also ein Kern von The Wholeness Work® ist, dass wir dadurch an unbewusste Muster auch herankommen, an dysfunktionale Muster, an Blockaden, die uns vielleicht hindern, wirklich in die Fülle auch irgendwie zu kommen und unser Potenzial auszuleben. Das können vielleicht Ängste sein.
Das kann vielleicht ein Ärger sein, der ja unbewusst die ganze Zeit mitläuft und wir wissen gar nicht vielleicht warum. Das können Verletzungen aus der Vergangenheit sein. Also irgendwelche Blockaden oder ein Problem erleben oder erhöhtes Stress erleben im Alltag und all solche Aspekte können wir mit The Wholeness Work® angucken und dann eben entsprechend auf einer sehr strukturellen und schönen Weise ja erst mal wahrnehmen und dann entsprechend nach Connirae, Andreas auch auflösen und entspannen. So dass eben von dem getrennten Zustand eigentlich, also von der von der Trennung von vielleicht dysfunktionalen Musterketten und Blockaden es hin zur Verbindung kommt, hin zur Ganzheit, wie sie das beschreibt. Und das ist natürlich auch ein Aspekt, den wir ganz zentral in der seelischen Resilienz auch beleuchten. Also dieses Empfinden von tiefer Verbundenheit, vielleicht auch wieder so eine Art von Anbindung, Erinnerung an das, was uns mit uns selbst, mit unserem inneren Kern in Kontakt bringt und vielleicht auch im Sinne der spirituellen Ebene mit dem Großen und Ganzen auch verbindet.
Und ja, um da eben dann auch wieder ein gutes Stück zu sich zu kommen, die Selbstwirksamkeit zu kommen, was eben für uns ja auch im Resilienz Kontext ganz, ganz zentral ist. Ich komme ursprünglich nur, um nochmal so einen ganz kurzen Rahmen zu geben, warum ich auch damals, ich habe ja die Methode durch dich, lieber Sebastian, kennenlernen dürfen. Ich glaube, das war so 2020, 2021.
Du bist ja, du hast ja den Verband auch mit gegründet und bist da ja auch einer der wesentlichen Lehrtrainer, Masterlehrtrainer hier in Deutschland auch mit, dass die Methode auch mit nach Deutschland gebracht mit Ralf Köbler und Ulrich Böhle, so quasi. Und so dieser Kontext war für mich damals, also The Wholeness Work, die Methode total unbekannt. Und dann habe ich sie kennengelernt durch dich.
Ich komme ursprünglich aus der psychosozialen Krisenintervention aus der Arbeit, aus der sehr niederschwelligen Arbeit mit Menschen und mit Klientinnen und Klienten und habe mir oft gedacht, als ich dann so quasi da eintauchen durfte in die Welt der Hornets, Mensch, hätte ich das mal schon eher kennengelernt. Und wie, wie kraftvoll diese Methode ist, erlebt man quasi dann, wenn man sie wirklich auch im Selbstcoaching anwendet oder natürlich weitergehend auch vielleicht als Coach in der Coachrolle mit anderen Menschen, wenn man andere begleitet. Und ich habe ganz oft das Thema gehabt, dass ich auch jetzt noch mit Kolleginnen und Kollegen, die aus dem psychosozialen Bereich kommen, wir darüber sprechen, dass das eine tolle Methode zum Beispiel auch ist, um eine gute, ein gutes Nähe Distanz Verhältnis zum Beispiel auch zu den Fällen zu bekommen.
Also eine Selbstcoaching Methode, um damit zu arbeiten, zu sagen, wie schaffe ich das eigentlich, vielleicht auch schwere Fälle ein Stück weit abzugeben und eine gute Distanz auch zu bewahren zu schweren Themen. Und dafür finde ich zum Beispiel auch aus einer professionellen Rolle heraus sozusagen aus helfenden Berufen die Methode total effektiv. Und deswegen habe ich mich da sehr auch wiedergefunden und dachte, wow, coole Methode, sowohl für mich persönlich, um natürlich auch meine Themen ganz besonders auch anzugucken und da in meine Wirksamkeit und Kraft zu kommen und gleichzeitig eben dieser Transfer in die Praxis für den beruflichen Kontext als Coach, als Trainerin, aber auch eben in der psychosozialen Beratung und so weiter, um da ein gutes Verhältnis zu bekommen. Genau.
Ja, wie ist es denn bei euch? Also bei dir, Sebastian, dein Weg zu The Wholeness?
[Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast]
Naja, ich war damals im Vorstand von einem Coaching- und Trainingsverband und habe halt nach Dozenten gesucht. Und wir wollten die hier nach Göttingen bringen. Und da hatte ich halt das Glück, dass ich Connirae, Andreas Sohn, einen kleinen Gefallen tun konnte, was dann sozusagen auch den Weg nach Göttingen für sie etwas leichter gemacht hat.
Und das war 2015 und das ist jetzt schon über zehn Jahre. Und ich sage mal so, wenn man sich zehn, elf Jahre mit einer Methode intensiv beschäftigt hat und intensiv heißt, also ich mache vielleicht mal ein paar Tage so mal keinen Prozess, aber es gibt auch Abende, da mache ich so fünf, zehn, zwanzig Prozesse mit mir. Das Schöne ist, mit der Zeit geht das viel, viel schneller. Also wenn man jetzt überlegt, am Anfang in der Ausbildung braucht es einen Standardprozess, weiß ich nicht, zwanzig Minuten, eine halbe Stunde, vielleicht auch mal länger oder kürzer. Und bei mir ist das mittlerweile in Sekunden, weil die Automatisierung, das, was das System lernt, geht einfach total schnell. Und ich glaube, ich hätte die letzten Jahre nicht so gut überlebt, tatsächlich mit auch so den gesundheitlichen Herausforderungen, die ich so hatte, wenn ich diese Methode nicht gehabt hätte.
Also gerade auch so immer wieder so Momente von starker Angst oder auch somatische Beschwerden oder, oder, oder sind was, wo natürlich dann die Frage ist, ja, das Körperliche ist das eine und die Schulmedizin oder auch die Regulationsmedizin kümmert sich sehr gut um den Körper. Aber was machst du mit dem Kopf so? Und dann fängt das Denken an, dann Einschlafen, Durchschlafen, Grübeln und so weiter.
Und da habe ich die Einfachheit und auch die Effizienz von The Wholeness Work®wirklich sehr zu schätzen gelernt, weil man das mit sich selber machen kann, ein bisschen Übung, also mal so ein paar Prozesse durchgeführt zu werden, ist das eine, die Struktur zu verstehen, ist das andere. Aber das geht dann relativ schnell. Und das, was ich gemerkt habe, ist, dass das eine der effizientesten Techniken ist, um wirklich in der Eigenarbeit, wie du gerade ja auch schon gesagt hast, sich selbst was Gutes zu tun.
Und es gibt ganz viele von diesen Techniken. Bitte. Also ob das jetzt eine progressive Muskelrelaxation oder autogenes Training oder Klopfen, Kurbeln nach Dr. Michael Bohne oder, oder, oder ist, das sind ganz viele Bereiche. Und ich habe immer so das Gefühl, bei The Wholeness ist noch mal schneller, effizienter und auch nachhaltiger. Und der starke somatische Bereich hat viel auch mit Schmerzpatienten über einen Kunden gearbeitet, ist bemerkenswert, wie schnell fundiert da Sachen halt auch dauerhaft sich integrieren. Und das Ganze, wie du so schön sagtest, strukturell inhaltsfrei.
Man muss das Thema nicht kennen. Das mag all diejenigen jetzt, die zuhören, die daran glauben, dass sozusagen Coaching oder Therapie immer um den Inhalt sich drehen muss. Der Inhalt ist es niemals.
Never ever macht der Inhalt irgendwas. Niemals. Das, was den Unterschied macht, ist die Struktur des Inhalts und mit der Struktur die Beziehung, die ich zu den Phänomenen habe. Nicht anders wäre es zu erklären, dass eine Person mit einer Hundephobie von einem Hund panische Angst hat und eine andere Person, die direkt daneben steht, sagt, ach, das ist ja ein feiner, ein feiner, ja ein feiner und die andere Person stirbt tausend Tode. Da kann man doch nicht sagen, der Inhalt ist es, der Hund ist es. Never. Oder die Katze. Also gibt ja auch Leute, die kann ich auch gut verstehen, weil Katzen kommen immer so charmant daher und na ja, hinterhältig. Ist natürlich nicht ernst gemeint.
Aber das ist so meine Beziehung zu Holnes und mit ganz tiefer Wertschätzung und auch mit einer ganz großen Freude, dass du, dass ihr euch da auch weiterhin so intensiv für engagiert.
[Ruben Langwara – Resilienz-Podcast]
Wunderbar. Das war jetzt eine ganz tolle Lobhymne von euch beiden an die Methode. Das finde ich mega. Und jetzt will ich natürlich wissen und viele auch, die das nicht kennen, The Wholeness Work. Also was mich jetzt zum Beispiel als erstes rumtreibt, ist das Thema Was mache ich denn eigentlich whole? Was ist das, was jetzt dieses Thema Holnes dann aufmacht?
Was mache ich whole? Also was mache ich ganz hier bei dieser Methode?
[Christina Comnick – Resilienz-Podcast]
Also das Grundprinzip ist halt eben dieses nach Dr. Connirae Andreasg Getrenntes wieder zu verbinden und in diese Holnes zu kommen. Genau. Also sie beschreibt es auch so. Ich musste eben dran denken, als Sebastian das beschrieben hat, was man machen kann. Es ist halt nicht nur eine weitere Stresstechnik, sondern es ist eine Methode, um das Bewusstsein zu erweitern. Also eine Art von Bewusstseinserweiterung auch damit zu schaffen.
Sie beschreibt Bewusstsein als eine mühelose Fähigkeit zur Wahrnehmung und das überhaupt mal wieder in die Welt, sag ich mal, in unsere Welt zu holen. Und dieses, was wir, was nehmen wir überhaupt wahr? Also wie nehmen wir die Welt wahr? Wie kann ich das auch erweitern? Du kannst quasi, also wenn du fragst, was machst du holen? Ich glaube, Sebastian kann da noch mal auch auf der gehirngerechten Ebene noch mal gut antworten. Ich würde mal sagen,es ist natürlich auch hoch individuell. Also wir können sozusagen für uns die persönlichen Prozesse anschauen. Das machen wir vielleicht eine lange Zeit auch kognitiv und können das mit einem guten Coach angucken, können unsere Gedankenspiralen versuchen zu reflektieren und zu hinterfragen, warum, wieso, weshalb wir was eigentlich im Leben tun und machen.
Und Sebastian hat es eben auch angesprochen mit den Wirkmechanismen. Bei den einen wirkt es so, bei dem anderen halt eben löst es starke Angst vielleicht aus oder eine hohe Stressreaktion. Und was wir eben mit Wholeness schaffen, ist, da uns ganz in sanften, kleinen Schritten heranzutasten und diese trennenden Aspekte wieder anzuschauen und dann in die Wholeness, also in die Ganzheit zu bringen im Sinne von, ich mache es wieder auch verfügbarer, schaffe quasi meinen Zugang dazu und kann damit dann auch wieder, was ich eben sagte, mehr in die Selbstwirksamkeit kommen. Also damit auch eine Wholeness zu schaffen. Vielleicht, ich gucke dich gerade an, Sebastian, du kannst gerne ergänzen.
[Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast]
Ja, also ich gebe mal ein ganz einfaches Beispiel. Und zwar gibt es bei dir, Ruben, glaube ich, bei jedem Momente, wo wir uns als ängstlich erleben. So, das mag auf einer Bühne sein, da sagt Michael Bohne immer so schön, das ist das Vergrößerungsglas für den Selbstwert.
Und das kenne ich auch. Ich brauche da immer bestimmte Seiten von mir auf der Bühne, mit denen ich mich verbinde. Das sind klassischerweise die professionellen Seiten, die Seiten, die aufgeladen sind mit Ressourcen, mit Fähigkeiten, mit einfach der Bühnenpräsenz.
Und mit diesen Seiten oder durch diese Seiten, aus diesen Seiten heraus, kann ich einen guten Vortrag halten. So, das habe ich am Wochenende gemacht. Einmal vor, weiß ich nicht, 120 Leuten und dann noch ein Workshop vor so 80, 90 Leuten. Ärztinnen, Ärzte, PsychotherapeutInnen, also schon auch ein Publikum, wo man so sagt, ja, die sind vom Fach und das erhöht jetzt nicht unbedingt sofort den Grad der Entspannung. Also die Seite gibt es in mir. Und dann gibt es verschiedene, vielleicht auch jüngere Seiten, die in der Schule zum Beispiel mal die Erfahrung gemacht haben, dass du nach vorne gerufen wurdest.
Und wir hatten mal einen Physiklehrer, ich sage den Namen jetzt nicht, aber der hat dann immer nur gesagt, komm mal nach vorne. Ich beweise dir jetzt deine Unfähigkeit. Und da hat er komische Fragen gestellt. Der musste sich auch gar nicht so anstrengen, weil allein die Frage eine hypnotherapeutische Transinduktion war, die zur Kompetenzamnesie geführt hat. Das heißt ja nicht, dass sie es nicht konnten. Das heißt nur, dass in dem Kontext eine Seite sozusagen online geschaltet war, die quasi dann nicht antworten konnte, also einfach dissoziiert von den Ressourcen.
So, ja, jetzt frage ich dich, ja, wer bist denn du jetzt? Bist du einer, der es kann und zwar eloquent? Oder bist du einer, der es halt nicht kann und da irgendwie Sprachlosigkeit erleidet? Und da das Gehirn immer versucht, uns ein möglichst kohärentes Bild unseres Seins zu präsentieren, macht das Gehirn so einen kleinen Kunstgriff. Das dissoziiert das eine Leben vom anderen. Das heißt, es gibt, das kommt aus der Hypnosystemik, eine eher sozusagen eloquente, starke Bühnenpräsenter-Seite.
Man könnte das auch Anteil oder Ego-State oder Teil des inneren Teams oder wie auch immer. Das sind ja alles Mehrpersönlichkeitsmodelle. Wie ich es nenne, ist egal.
Aber jede emotional geladene Episode hinterlässt typischerweise so eine Seite. Das heißt, es gibt in mir diese eloquente Redner-Seite und es gibt diese andere Seite. So, jetzt natürlich die Frage, ist es nicht egal, dass beide da sind? Dann sind die halt da. Da hast du halt, weiß ich nicht, ein paar hundert oder ein paar tausend Seiten in dir geschenkt. Ja, nur mit diesem Grad der inneren Zersplitterung braucht das Gehirn natürlich für jede dieser Seiten, da es da eine emotionale Episode irgendwie drin gespeichert hat, ist halt sehr viel Emotion im Sinne der Vergangenheit, die wir erzeugen, in uns gespeichert.
Und man könnte das auch so die kleinen Egos nennen. Also man spricht da nicht aus der Fülle des Seins, sondern durch die kleine Brille des Egos, weil Gehirn ist ein Musterbildendes Organ. Das Gehirn neigt zur Generalisierung, Verzerrung und Tilgung.
Und es hilft sich halt damit, dass es Vielfältiges erlebt, meistens in Polaritäten, Situationen, wo du sehr stark bist, Situationen, wo du sehr schwach bist. Und im Sinne des Identitätsbegriffs dann natürlich die Frage, was bist du jetzt stark und schwach? Und wir sagen ja nicht, ja, ich bin beides und viel, viel mehr. Das wäre die richtige Antwort. Sondern wir sagen, ja, das kommt darauf an. Also ich habe starke Seiten, ich habe schwache Seiten.
Holnes macht jetzt Folgendes. Holnes geht davon aus, dass wir, wenn wir so ganz sind, dann haben wir weniger Zersplitterung. Das heißt, das Gesamtpotenzial deiner Kompetenzen, Fähigkeiten, Stärken, Talente, alles das, was da ist, ist nicht mehr in einzelnen Seiten sozusagen gespeichert oder zu diesen Erlebnis-Netzwerken assoziiert, sondern es ist generell immer da.
Und das machen wir darüber, dass wir sagen, hey, gab es mal eine Situation, wo du dich auf der Bühne nicht so gut gefühlt hast? Zum Beispiel. Alles klar, erinnere dich mal dran.
Und dieses in diesem Moment dann dysfunktional erlebte Muster, diese sozusagen Erlebnis-Episode, die kann man über eine bestimmte Fragetechnik dann entsprechend wieder sozusagen entspannen, nicht wegmachen, entspannen, sodass ja die gute Emotion oder die zwar unangenehme, aber sehr nützliche Emotion Angst als Hüterin der Sicherheit nicht mehr sozusagen alleine, ohne balancierende Zugänge zu Ressourcen dann aktiviert wird in einer bestimmten Situation, sondern wir sind halt ganzheitlicher, dass man sagen kann, ich habe Angst und die kluge Entscheidung, diesen Vortrag trotzdem zu machen, macht meinen Mut aus. Und in der Abwägung Mut und Angst halte ich einen demütigen, brillanten Wachen Vortrag, weil die Angst macht mich wach und der Mut gibt mir Kraft.
Und so kann ich das sowohl als auch einer vielfältigen Kompetenzen dadurch ganz gut leben. Das mal so mit den einfachen Worten.
[Ruben Langwara – Resilienz-Podcast]
Also erst mal muss ich sagen, das fand ich gerade hervorragend erklärt. Ganz kurz die Rückmeldung da an der Stelle.
[Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast]
Habe es tatsächlich so zum ersten Mal erklärt. Und da danke ich Ina sehr für die Vorlage. Und deswegen habe ich mich heute auch so drauf gefreut, weil eben als Ina das erzählte, wuchsen in mir diese Bilder. Ich bin total happy, weil wir haben es auf Band. Wir könnten jetzt aufhören. Mein Abend ist gerettet.
[Ruben Langwara – Resilienz-Podcast]
Wir machen auf jeden Fall die Kombination aus euch beiden wahnsinnig Transkript fähig, um es dann in den Skript dann auch später zu packen. Und dann müssen wir mal Connirae schicken. Diese Erklärung ist wunderbar. Ina, bitte. Du hast noch einen Zusatz dazu.
[Christina Comnick – Resilienz-Podcast]
Eine Ergänzung quasi noch dazu, weil das ist ganz schön, an dem Beispiel jetzt noch mal zu bleiben. Connirae hat insgesamt vier Level, die man sozusagen durchläuft, die aufeinander aufbauen von The Wholeness Work und 19 Formate aktuell entwickelt. Ich glaube, noch weitaus mehr. Aber das sind sozusagen die, die gelehrt werden. Und da gibt es unter anderem einen Prozess, der sich nennt, mit Identitäten und Rollen zu arbeiten. Und was Sebastian gerade beschrieben hat, das ist zum Beispiel auch ein Prozess, der sich dafür total eignet, mal zu gucken, wenn ich das spüre, wenn ich jetzt zum Beispiel jemanden begleite, auch im Coaching und eine Person erzählt das, dass sie nicht vielleicht weiß, woran das liegt.
Aber sie hat vielleicht einfach diese Begrenzung momentan noch und Angst, vielleicht einen Vortrag zu halten und will eigentlich die Freude auch groß werden lassen und da sozusagen drin aufgehen. Aber irgendwas ist da, was blockiert. Dann kann man beispielsweise dann auch genau gucken, welcher Prozess eignet sich jetzt dafür als thematischer Schwerpunkt. Und da wäre zum Beispiel so ein Rollen- und Identitätenprozess total schön, weil man dann nämlich sozusagen diese Rolle als Vortragsredner oder Rednerin noch verfügbarer machen kann. Also da einfach dann entlang dieser Struktur, die Connirae-Andreas vorgibt und die auch wirklich durchdacht ist. Das sagen wir auch immer so.
Versucht nicht eigene Sachen rein zu interpretieren, sondern sie hat das über Jahre entwickelt in Verbindung und in Zusammenarbeit mit vielen tollen Menschen und Lehrtrainern. Und das funktioniert halt. Und das ist das Tolle auch an der Methode.
Und wenn man sich an der Struktur hält und da vielleicht für sich persönlich oder eben in der Begleitung diesen Prozess durchläuft, dann kann es sein, dass der Mensch danach sagt, ach spannend, davor hatte ich irgendwie ein Gefühl von, man kann auch mit Skalierung arbeiten, 0 bis 10, so mein Stresslevel, wenn ich an diesen Vortrag gedacht habe, war bei 11, irgendwas, also 9 oder 10, also wirklich Vollstress. Und nach einem Prozess, warum und wieso das passiert, wissen wir oft gar nicht so richtig.
Man kann ja Erklärungsversuche sich zurechtlegen, aber das Spannende ist das Phänomen dahinter, dass am Ende die Menschen häufig sagen Ja, cool, ich weiß nicht wie, aber ich blicke auf den Vortrag und ich bin bei mir. Ich bin wesentlich entspannter. Ich bin jetzt vielleicht bei einer Auftrittsvorfreude von 4 bis 5 oder so. Also das Verhältnis verändert sich und das ist das Tolle. Also ohne dass wir es vielleicht wirklich verstehen müssen. Aber ja, irgendwas löst das aus, dass wir, das ist dieses Thema Ganzheit, das wird meine meine meine Kompetenzen, meine Fähigkeiten, alles sozusagen, was im präfrontalen Kortex ja auch da ist und was durch hohen Stress häufig dann, ja, wenn die Amygdala aufspringt, brauchen wir ja irgendwelche Methoden, die den PFC wieder anschalten.
Und Wholeness ist sozusagen präventiv dafür auch großartig, um generell diesen Fokus zu behalten und darauf zugreifen zu können, auf meine Kompetenzen und in der entspannten Vorfreude quasi in diesen Vortrag zu gehen.
[Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast]
Und ich habe noch eine Ergänzung dazu. Für mich ist Wholeness auf einer sehr grundlegenden Ebene. Wenn ich über Probleme nachdenke, hat ganz viel mit nicht gegenständlichen Lösungen zu tun. Was heißt das? Das heißt, was man klassischerweise im Coaching machen könnte. Wir sind jetzt viel so beim Thema Auftritt, Auftrittscoaching.
Da ist zum Beispiel sozusagen, dass ich Ressourcen auf die Bühne schicke oder mich in so einen Moment der Kraft oder Stärke oder was auch immer bringe. So, das wäre eine gegenständliche Lösung. Das heißt, ich habe ein Erlebnisnetzwerk und da häkle ich oder knüpfe ich oder verbinde ich durch bestimmte Techniken aus dem Coaching, meistens aus der modernen Hypnotherapie nach Milton Erickson oder Hypnosystemik nach Dr. Gunther Schmitt, entsprechende Ressourcenetzwerke dran. So, was wäre aber, wenn du auf die Bühne gehst und das Problem ist nicht mehr da, ohne dass du was gemacht hast? Also das heißt, du bist auf der Bühne und denkst also, also früher habe ich mich eher so, fast als wenn was fehlt, dass man sagt, Liebes Problem, bist du etwa sitzen geblieben in der ersten Reihe und hörst mir zu oder so? Also das ist die nicht gegenständliche Lösung, nämlich die nicht gegenständliche Lösung merkt man am Verschwinden des Problems.
Das heißt, wo ich früher ein Problem hatte, habe ich es nicht mehr. Und das finde ich bei The Wholeness Work® so merkbar, weil ich darüber, dass ich quasi das entsprechend löse, ist das Thema, das Problem, die Einschränkung, der Stress nicht mehr da oder weniger oder irgendwas anderes zeigt sich. Aber das finde ich so interessant.
Und dadurch ist das auch so eine sanfte Übung. Diese Anspannung löst sich und man merkt, okay, dadurch wird viel Kraft frei. Und wenn ich nicht mehr mit diesem Stress reagiere oder das Problem dann habe, dann ist die Lösung auch schneller da.
[Ruben Langwara – Resilienz-Podcast]
Wunderbar, also das hört sich total an wie dieses Bild, was Matthew Walker gebracht hat, was beim Schlaf passiert, wo eine bestimmte Erinnerung ihren emotionalen Mantel immer weiter auszieht, also wo die affektive Ladung immer weiter runtergeht. Also ich weiß, da war mal ein Problem, aber ich habe da keinen Zugang mehr zu. Ich spüre das einfach nicht mehr. Das ist jetzt einer Entspannung gewichen. Ja, und ich komme da jetzt auch gar nicht mehr dran an diesen Stress. Der ist einfach nicht mehr da.
Den habe ich. Der ist verschwunden, sozusagen. Ja, so in die Richtung. Spannend. Und jetzt natürlich interessiert bestimmt jeden und jede. Wie funktioniert denn das jetzt? Also wie kann ich denn jetzt so einen kleinen Prozess dann auch für mich machen? Jetzt habt ihr ja auch gesagt, es ist ganz einfach und unkompliziert, das mit sich zu machen. Was kann denn jetzt jemand einfach und unkompliziert machen für sich?
[Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast]
Mit der Wholeness Work. Wir geben uns gerade für diejenigen, die nur zuhören, konspirative Zeichen. So, man könnte auch sagen, wir haben was im Auge.
[Christina Comnick – Resilienz-Podcast]
Genau, wer antwortet hier gerade? Also ich sage, ich fange mal damit an. Es geht quasi.
Ich mache noch mal eine kurzen, kurzen Ausschwenker an mich zur Entwicklung, sozusagen von Connirae zur Methode, weil das, glaube ich, das noch mal ein bisschen deutlicher macht. Sie hat das auch in den Büchern ganz schön beschrieben, wen das auch interessiert. Das kann man sozusagen auch fürs Selbstcoaching sich erst mal anlesen, um in diese Methode so ein bisschen einzutauchen.
Und sie hat das entwickelt. Sie ist ja sozusagen auch eine ganz zentrale Pionierin des NLPs. Und die Methode generell hat Einflüsse aus der Psychologie, auch so nach Milton Erickson zum Beispiel oder C.G. Jung und dann Einflüsse aus dem NLP. Da kam eben von Sebastian ja auch schon der eine oder andere Aspekt zu. Dann ihre eigenen Krisenerfahrungen und interessanterweise, deswegen finde ich es auch so spannend, auch aus der Spiritualität. Und sie beschreibt es so in den Büchern auch, dass sie damals so quasi bei der Entwicklung zu The Wholeness Work®sich viel mit spirituellen Lehren auseinandergesetzt hat.
Und so aus der östlich-spirituellen Sicht haben sozusagen immer die Grundannahme, dass der Schlüssel zum Erwachen so quasi darin liegt, das Ego loszulassen oder das Selbst sozusagen oder das Ich zu erkennen. Sie hat dann auch beschrieben, nach einem spirituellen Lehrer, einer der wichtigsten so im 20. Jahrhundert, Ramana Maharshi. Ich hoffe, ich spreche den Namen richtig aus. Ja, der sozusagen seinen Schülerinnen und Schülern immer die Aufgabe mitgab über die Frage, wer bin ich, zu meditieren? Und dieses Wer bin ich?
So habe ich Connirae verstanden, dass sie damals dachte, na ja, ist ja alles gut und schön, aber es ist halt auch wahnsinnig groß, dieses Ich und dieses Selbst. Und ihr fehlte so ein bisschen dieses Wie. Wie mache ich das denn eigentlich?Und wie kann ich mich diesem großen Ziel, das Ego loszulassen oder sozusagen dieses Ich zu erkennen, das große Selbst zu erkennen? Wie kann ich mich dem nähern? Und dann hat sie es sozusagen heruntergebrochen in viele kleinere Ichs.
Also dieses Okay, da gibt es sich dem Ganzen zu nähern. Wo sind denn eigentlich die Ichs? Vielleicht in die Richtung eben, was wir schon als Thema hatten. Ich bin ja nicht Christina als solches, als ganz also die Christina, die jetzt Angst hat, vielleicht vor eine Gruppe zu treten oder so, weil sie schlechte Erfahrungen früher gemacht hat in der Schule oder das Beispiel, was Sebastian eben sagte. Sondern es ist vielleicht eine Seite. Es ist etwas ein gebrochener Teil von mir, der da verletzt wurde in der Vergangenheit oder auch in Beziehungsgestaltung und so weiter.
Und was jetzt hier passiert bei The Wholeness Work, wenn wir das zum Beispiel als Methode einsetzen, dass du guckst, okay, wo gibt es denn ein Thema, was zum Beispiel vielleicht eine Verletzung ausgelöst hat oder was du mehr angucken möchtest, wo du merkst, das ist eher dysfunktional. Da reagierst du vielleicht auch sehr stark drauf und weißt gar nicht, warum. Auf so eine Art Reiz, der von außen kommt. Und wie ist deine Reaktion darauf, wenn man dann merkt, okay, wow, da geht mein Stress hoch. Vielleicht hat man dann so einen Stressor, wo man sagt, okay, mit dem möchte ich gerne arbeiten oder eben mit so einem dysfunktionalen Muster. So und dann geht der Prozess los, dass man sagen kann, okay, such dir mal ein Thema. Was ist gerade aktuell so? Hast du ein Problem erleben? Gibt es ein Stressor?
Man kann auch mit einer leichten Körperrückmeldung erst mal arbeiten, wenn man sagt, es gibt vielleicht einen Schmerzpunkt sozusagen, mit dem man sich dann mit der Methode erst mal vertraut machen möchte. Aber bleiben wir mal zum Beispiel an einem Stressor-Thema. Jetzt haben wir darüber gesprochen.
Okay, beispielsweise Sorge oder Unsicherheit vor Vorträgen. So und dann startet man den Prozess, dass man dann erst mal auch so ein bisschen die Einladung bekommt, bei sich natürlich selber auch ein bisschen anzukommen. Ja, man kann diese Methode auch sehr strukturell und schnell machen, wie Sebastian sagte, mit steigender Erfahrung wird es meistens auch ein bisschen schneller.
Das Auflösen geht dann auch zügiger, aber man kann es auch sehr schön meditativ anleiten, dass man erst mal zu sich so ein bisschen ankommt, die Augen auch schließt und in eine ruhige Atmung geht und sich so ein Stück weit damit so ein bisschen in dem Moment auch ankommt. Das Tolle ist, wie Sebastian auch sagte, dass man verdeckt arbeiten kann. Das ist gerade, wenn man zu zweit arbeitet und wenn es vielleicht Themen sind, die mit Schuld und Scham verbunden sind, ist das, finde ich, genial.
Also die Erfahrung habe ich auch sehr viel im Coaching gemacht, dass das sehr schön ist, dann zu sagen Hey, lass uns doch mal ein hohlendes Prozess machen, weil nicht alles offengelegt werden muss, sondern der Mensch einfach in dem Moment erst mal dazu eingeladen wird, sich vielleicht zurückzulehnen, die Augen zu schließen, in Kontakt mit diesem Thema zu gehen. Was da den Stress vielleicht gerade auslöst und dann erst mal so ein bisschen Bewusstsein zu erfahren, dass man so mal spürt, wie nehme ich eigentlich mein Körper war jetzt gerade? Wie nehme ich, spüre ich sozusagen, wie mein Körper den Stuhl berührt?
Also die Aufmerksamkeit erst mal nach innen richten. Okay, dann ist Bewusstsein innerhalb deines Körpers vorhanden. Und dann sozusagen noch mal so ein bisschen anleiten.
Okay, und auch wenn links oder rechts ein Geräusch auftreten würde, dann würdest du auch das wahrnehmen. Das heißt, auch außerhalb deines Körpers ist Bewusstsein vorhanden. Und dieses Bewusstsein geht weit, weit, weit noch darüber hinaus, dass man erst mal so einen Raum schafft, so ein bisschen ins Spüren zu kommen.
So der Prozess als solches geht dann los, dass man sich mit dem Thema verbindet und dann anfängt zu erforschen, wo ist denn eigentlich, also wenn du an dieses Thema denkst, wo spürst du eine Reaktion darauf? Also ist das, ist das zum Beispiel bei mir war es eine lange Zeit immer so eine Kugel im Bauch oder so bei einem Thema. Da habe ich gemerkt, oh ja, da ist so eine, so fühlt sich total schwer an wie so eine Bleikugel im unteren Bauchbereich. Und dann im nächsten Schritt geht es dann darum, also das ist erst mal den Ort, den Ort zu erkunden. Dann gibt es eine Form oder eine Größe. Also kannst du da irgendwie, ist es eher rund oder ist es eckig?
Kannst du da das beschreiben, was du da wahrnehmen kannst? Und danach erkundet man die Empfindungsqualitäten. Das ist so was wie, okay, was nimmst du da eigentlich gerade wahr? Wenn du da mal so ein bisschen ranspürst oder vielleicht sogar reinspürst. Ist es eher warm oder ist es kalt? Das sind so aus dem NLP auch so die Empfindungsqualitäten.
Ist es vielleicht hart oder weich? Es ist, bewegt es sich oder ist es eher ruhig und so weiter? Das heißt, man erkundet das, diese Stelle, die man da wahrnehmen kann.
Und dann geht es dahin in so eine Art von Beobachter Perspektive, dass man sagt, okay, und jetzt sag mal innerlich so was wie Ich bin mir dessen bewusst, dass das da gerade so ist. Also ich bin mir über diese diese Reaktion in meinem Bauchbereich gerade bewusst. Und dann geht man den Schritt dahin. Okay, wo ist dieses Ich? So wird es beschrieben. Man kann es auch mit anderen Instanz beschreiben oder den Ort der Wahrnehmung zum Beispiel. Also von wo aus nimmst du das gerade wahr? Und das kann auch außerhalb deines Körpers sein. Irgendwo. Egal, da gibt es überhaupt kein richtig oder falsch. Dann beschreibt der Mensch Okay, von wo aus nehme ich das gerade wahr? Diese diesen Schmerzpunkt vielleicht.
Und dann geht das so in dem Rahmen auch weiter, dass man diese Ich Ich sozusagen diese kleinen Ichs oder diese Instanzen weiter erkundet. Das geht. Das ist dann das, was wir Sebastian und ich meinten, diese Art Strukturarbeit. Ich habe auch manchmal das Gefühl, so ist es wie so ein Hinweg, wo man, wenn man jetzt jemand begleitet, man nimmt den so ein bisschen an die Hand und man sagt Okay, guck mal, hier bleiben wir noch mal kurz stehen. Was ist denn da gerade? Nimm das mal wahr. Was spürst du da? Und so weiter. So und dann geht es, wenn man dann diese Instanzen erkundet hat, dann geht es wie so zu so einer Art Rückweg, weil man dann das alles erst mal im Bewusstseinsfeld hat und dann zur Integration einlädt. Was ist damit gemeint? Das ist dann eben dieses Thema zur Ganzheit einzuladen, zur Entspannung. Und das macht man dann auch entsprechend mit Formulierungshilfen, die Connirae auch vorgibt, also dass man das Ganze dann Stück für Stück in allen kleinsten Schritten einlädt, loszulassen, zu entspannen, vielleicht zu schmelzen und aufzulösen, sozusagen im Feld des Bewusstseins sozusagen. Und dann geht man quasi diese Schritte zurück. Und das ist das Phänomen, dass man manchmal hat man so zwei bis drei unterschiedliche Instanzen. Und wenn man dann zurückkommt und dann fragt Was ist denn da jetzt?
Dann sagen Menschen manchmal schon, wenn es automatisch ist, so dieser automatisierte Prozess, dann häufig auch spannend, weil ich das eine Ich aufgelöst habe und entspannt habe. Bin ich jetzt hier gerade bei dem Anfang, bei der Ursprungsempfindung vielleicht und sage Da ist irgendwie gar nichts mehr. Das hat sich irgendwie aufgelöst. Also meine Kugel im Bauch beispielsweise. Dann spüre ich dann wieder zurück und wir sind wieder am Ende angekommen. Und dann sage ich Ach ja, da ist vielleicht noch was Kleines.
Okay, dann wird das auch noch auf eingeladen, sich zu entspannen und zu integrieren. Und dann löst sich das auf so einer ganz schönen Weise. Also ich gehe mit meiner Aufmerksamkeit da gezielt ran und lade es zur Entspannung ein. Das war jetzt mal so ein kleiner Ausritt. Natürlich hört sich das auch alles ein bisschen abstrakt an. Und das ist auch immer das, weshalb das immer ganz schön ist, wenn man diese Prozesse. Es gibt auch bei YouTube sozusagen. Wir können da auch gerne noch mal was zu verlinken. Also wenn man das mal miterlebt, dann bekommt das Ganze auch eine Gestalt.
[Ruben Langwara – Resilienz-Podcast]
Also während ich dir gerade zugehört habe, Ina, habe ich den Prozess gemacht. Nochmal so für mich. Und da hat sich gerade richtig was in meinem Hals entspannt.
Und deswegen war das für mich überhaupt nicht abstrakt. Ich konnte da richtig mitgehen. Also auch wieder da hervorragend erklärt. Vielen Dank dafür. Ich finde das nämlich total schwierig, Interventionen zu erläutern auf einer theoretischen Art und Weise. Das ist wie, wenn ich jemandem ein Spiel erklären möchte. So keine Ahnung, Nobody’s Perfect oder wie sie nicht alle heißen, diese Spiele. Das ist super schwer zu erklären. Und deswegen vielen Dank auch noch mal dafür.
Ich weiß, und da hatte ich jetzt auch gerade so eine schöne nostalgische Reise. Wir haben ja gemeinsam, waren wir damals in Karlsruhe und durften auch von Connirae Andreas lernen. Und du kanntest es ja schon vorher. Und dann hast du ja noch mal bei ihr gelernt. Und ich habe in weiser Voraussicht, habe ich immer wieder dich als meine Übungspartnerin genommen, weil ich also erstens, nee, das ist genau der Grund, weil du das einfach, finde ich, auf eine verdammt gute und tiefe und verbindende Art und Weise machst. Das habe ich so erlebt. Das fand ich extrem schön. Also dich, dich da als Coachin zu erleben. Und was ich, woran ich mich noch erinnern kann, ist, dass ich vergessen habe, nachdem wir fertig waren mit dem Prozess. Also ist es wirklich so, dass, wenn ich mit dir da gearbeitet, als ich mit dir da gearbeitet habe und dann hast du am Ende diese Frage gestellt, ja und was ist jetzt? Dann habe ich gesagt, ich weiß gar nicht mehr, worum es ging. Und das war wirklich das allerbeste Zeit.
Ich habe, worüber haben wir noch mal gesprochen? Ja, wo ich ein Mensch bin, der gerne dazu tendiert, zu ruminieren und über etwas nachzudenken und nachzudenken in diesen Schleifen, die sich nicht lösen, hatte sich da extrem stark gelöst. Und ich bin ins Vergessen des Problems gekommen und wusste überhaupt nicht mehr, worum es geht. Und das ist für mich die ultimative Lösung tatsächlich bei vielen Dingen. Und dann musstest du mich noch mal daran erinnern. Und dann habe ich gesagt, okay, ja, aber da habe ich jetzt keinen Kontakt mehr zu.
[Christina Comnick – Resilienz-Podcast]
Ja, spannend, ne? Ja, total. Und Connirae sagt ja auch immer so dieses Lead by Experience. Also es ist deswegen spannend, dass wir hier gerade so sehr im Sprechen natürlich versuchen, diese Methode zu erklären, wie du eben sagst. Man versucht es dann irgendwie auch zu beschreiben. Aber tatsächlich, er hat in erster Linie total erfahrungsbasiert diese Methode.
Deswegen liebe ich sie auch sehr. Aber ja, genau solche Erfahrungen dann zu machen. Toll, ich kann mich auch noch gut daran erinnern. Da saßen wir draußen und die Sonne schien auch. Und du hattest die ganze Zeit deine Augen geschlossen. Und als du sie dann wieder geöffnet hast. Genau. Was war eigentlich so schön?
[Ruben Langwara – Resilienz-Podcast]
Das war echt schön. Das war wirklich toll. Und das war genau, weil es so erfahrungsbasiert ist, war diese Ausbildung eine reine Kränkung für mich als wissenschaftsliebender Mensch, der die Tiefe verstehen möchte und das durchdenken möchte und so weiter. Und ich habe immer nur die Antwort von Connirae bekommen. Isn’t that interesting? Und dann ist sie nicht weitergegangen.
Also sozusagen, geh mal in die Übung rein. Aber dann war auch die Frage nicht mehr da. Weil ich es einfach erfahren habe dann in dem Moment. Also das war auch für mich eine sehr spannende Erfahrung. Etwas nicht verstehen zu müssen, sondern erleben zu müssen, damit ich es begreife. Aber nicht auf einer kognitiven Ebene, sondern wirklich auf so einer whole Ebene, also auf so einer ganzheitlichen Ebene.
Und das finde ich an dieser Methode sehr, sehr spannend und sehr interessant.
[Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast]
Ja, und ich glaube auch da, wer jetzt noch nicht so viel Coaching-Erfahrung hat oder auch erfahrene Coaches, die sind da erst mal in der Irritation. Und dann wird natürlich gesucht nach Ähnlichkeiten. Also man hört dann so Sachen. Ja, das ist ja wie Focusing oder wie EMDR oder wie was auch immer. Und ich würde das, glaube ich, gerne noch mal Rahmen, so wie es auch im Training Rahmen. Also generell vielleicht mal so ganz niederschwellig.
Coaching an sich wird auch, nehme ich an, in therapeutischen Kontexten oder weiß ich, wird auch in therapeutischen Kontexten angewendet. Das ist jetzt nicht die einzige Methode, mit der man glücklich wird, sondern sehr grundlegende, emotionsregulierende Techniken, also wie der Butterfly Hug, wie Atmung, physiologischer Seufzer etc. Also sehr basale Techniken oder auch Ressourcenaktivierung
, so die Ideen des sicheren Ortes etc. sind alles Aspekte, die wichtig sind. Erst mal grundlegend so. Und Connirae sagt auch immer, man fängt typischerweise mit holen es nicht an im Coaching, sondern man macht erst mal sozusagen oder lässt KlientInnen erst mal so die Grunderfahrung machen für Hey, wie ist denn das überhaupt?
Also mein Denken bestimmt das sein. Ich weiß noch, 90 saß ich mal mit einem Kollegen aus oder mit jemandem aus Bonn, der liebe Jan van Berg, saß ich mal hier in Göttingen in einem Café und dann hat er mit mir eine ganz einfache kleine Intervention gemacht. Und da dachte ich so, wie krass, so schnell geht das, dass da was anders ist. Da war kein holendes Prozess. Aber sage ich mal, die Veränderung der subjektiven Erfahrung ist halt etwas, was über bestimmte Techniken so ein bisschen leicht veränderte Fokussierung der Aufmerksamkeit vielleicht nach innen, wie du eben auch gesagt hast, Ina, das funktioniert. Das kann man auch als Arbeit mit Trance beschreiben.
Das kann man mit verschiedensten Techniken machen und so weiter und so fort. So holen es unterscheidet sich von diesen Techniken dadurch, dass uns weniger am Inhalt arbeitet, wo zum Beispiel, wenn man jetzt eine Aufstellungsarbeit macht, man sozusagen entweder mit Figuren im Außen, mit Dingen im inneren Raum oder halt auch mit Menschen im Außen, man die so hin und her bewegt und inhaltlich Sachen sagen lässt oder auch nicht inhaltlich oder auch man Dingen eine Farbe gibt, eine Form gibt, die verändert, Ressourcen irgendwo hinschickt und so weiter.
Da passiert auf einer immer aber auch bedeutungsrelevanten Ebene passiert da relativ viel. Und The Wholeness Work®arbeitet auf einer Ebene, die im Prinzip vor Bedeutung ist. Vor Bedeutung heißt, das sind lediglich Strukturen. Und ja, es gibt Bedeutungsthematiken da drin oder Bedeutungsanker, zum Beispiel das Konzept der Autoritäten, also innere Strukturen von sozusagen auch wo Scham, Schuld, Verlegenheit dann als Emotionen mit eine Rolle spielen, die ja wichtig sind, aber die auch extrem einschränkend sein können, wenn meine Erfahrung von Scham oder Schuld oder Verlegenheit einfach heute aktiv ist, wo sie nicht mehr für den Kontext passend ist.
Und Wholeness an sich arbeitet sehr strukturell. Und deswegen hast du ja eben auch gesagt, es geht darum, diese sozusagen, Connirae nimmt immer so das Bild der geballten Fäuste, diese neuromuskulären Blockaden, wo eine bestimmte Erfahrung mit einer bestimmten Emotion sozusagen verbunden ist, die zu nehmen und die inhaltsfrei. Also da frage ich nicht, welche Emotion ist denn das?
Sondern ich nehme die nur auf einer bestimmten Ebene wahr. Schau mir die Kette an, schau mir die Erfahrungsmusterkette an. Das Gehirn ist ein musterbildendes Organ.
Deswegen gucke ich mir das an, aber auch nicht im Sinne von so Sachen wie einer Affektbrücke, geh mal zu der frühestmöglichen Erinnerung an diese Situation, sondern ich frage rein inhaltsfrei. Und das hat es mir am Anfang so schwer gemacht, das erst mal zu verspähen. Also kognitiv war das für mich die Hölle, eine Katastrophe. Ich habe es versucht. Hä, was ist denn das? Und ich war völlig lost, das weiß ich noch.
Und erfahren tut man das sofort. Ich weiß noch, wie ich das, wie ich das Skript gelesen habe von Connirae und dann nur dachte so, okay, ich merkte die Entspannung. Ich habe aber null verstanden und ich sollte mich darauf vorbereiten, weil ich sozusagen diese, ich sollte mitschreiben für sie.
Oh Gott, so, dann waren wir zum Glück ein paar mehr Leute und jemand, der die Methode vorher schon mal gemacht hatte, hat das erste Schreiben. Und ich denke so, hä, was, was schreibst du denn da jetzt? Kann die nicht selber schreiben und so weiter?Aber erfahren, die Entspannung, die habe ich sofort. Und so ist das tatsächlich eine Methode, die sehr gut erfahrungsbasiert auskommt. Wir haben EEG-Messungen mal gemacht bei mir.
Wir haben gesehen, dass die Insula anspringt, die ja auch verbunden ist mit Gefühlen von Verbindung, von so einer Größe, von so einem sozusagen so einem sehr defokussierten Wahrnehmen. Und wir haben einfach gemerkt, dass die Herzratenvariabilität während des Prozesses, den ich bei der EEG-Messung gemacht habe, komplett nach oben geht, was positiv ist. Also die hat sich fast vervierfacht.
Und ich nur gemerkt habe, dass ich ganz entspannt und sozusagen mit einem sehr angeschalteten Parasympathikus mein Nervensystem da, ja, einen langen Moment der Entspannung gegönnt habe. Das ist so die Rahmung noch mal.
[Christina Comnick – Resilienz-Podcast]
Und ich finde das auch so apropos Rahmung total schön. Also da auch, wie das auch der körperlichen Resilienz, ja, also auf die körperliche Resilienz zum Beispiel auch einzahlt. Also wir haben ja quasi unser Grundmodell der vier Arten individueller Resilienz und unser Wofür ist, glaube ich, total stark. Diese Methode ist ja wirklich eine Methode, die das Wie erklärt. Also wie kann man Resilienz wirklich ganzheitlich stärken? Ja, unter anderem zum Beispiel mit so einer Praktik, mit der Holiness Work, weil körperliche Resilienz, wie du eben sagtest, also auch nachweislich quasi, wirkt es sich darauf positiv aus.
Oder wenn wir eben, ich hatte auch eine Zeit lang viel mit Migräne zu tun, womit ich wunderbar mit der Holiness Work arbeiten konnte, auch mit Blick auf die Hormon Balance zum Beispiel oder körperliche Schmerzen, wie gesagt, Rückenschmerzen und so weiter. Da kann man auch gerne mal so ein bisschen sich rantesten. Wie sind da die Wirkmechanismen? So merke ich einen Unterschied. Und quasi in dieser Unterschiedsbildung auch zu sein. Wie ist es davor?
Wie ist es danach? Nach so einen Prozessen oder wie du sagtest, zum Einschlafen. Fantastische Methode.
Mentale Resilienz, die wir noch haben, wo wir wirklich den Fokus so auf auch auf Leistungsfähigkeit legen oder oder, sag ich mal, in dem Sinne von Wie schaffe ich es mehr, in meine Wirksamkeit zu kommen und Leistung abzurufen? Das hatten wir eben auch schon das Thema. Dafür schafft eben Holiness Work auch eine super Basis, so quasi also eben diesen Kompetenz Bezug auch zu haben und ein gutes Stück in meinen Selbstwert auch. Also es gibt Prozesse, die super sich dafür eignen, um so ein Stück weit das Grundbedürfnis auch nach Selbstwerterhöhung sozusagen zu stärken oder nach Orientierung. Und also wenn wir so auf die Grundbedürfnisse von Klaus Grawe schauen, da erkenne ich da immer ganz viel, auch bei meinen Klienten und Klientinnen, wo ich mir denke, spannend, ja, das ist ein verletztes Grundbedürfnis. Nach Bindung zum Beispiel oder nach Selbstwerterhöhung und mit Holiness Work kann man da eben entsprechend schön mitarbeiten, da wieder wirklich einen guten Bezug zu bekommen.
Emotionale Resilienz, also das Thema, okay, Emotionen überhaupt erst mal wahrzunehmen und dann gut zu regulieren. Das hatten wir eben schon das Thema Schuld oder Scham damit angucken zu können oder eben Erfahrungen, die mit Ängsten oder vielleicht starken Ärger verbunden sind. Oder auch zum Beispiel sowas wie selbst transzendente Emotionen, wie die Dankbarkeit auch zu stärken. Also man kann bei Holiness auch ressourcenorientiert sozusagen auch arbeiten, um da etwas, wie gesagt, noch verfügbarer zu machen, noch mehr in die Fülle vielleicht auch zu kommen. Und dann die seelische Resilienz. Natürlich da eben auch noch mal dieser Bezug zu einer Art von Grundvertrauen ins Leben irgendwie auch zu stärken.
Diese eigene Verbundenheit, also die Verbundenheit zu mir, aber eben vielleicht auch zu einer höheren Wirklichkeit und ganz besonders eben dieser Bezug zu Transzendenzerfahrungen. Ich habe das auch, fand das hochspannend und nach wie vor in der Arbeit, weil wir ja, deswegen liebe ich ja auch die seelische Resilienz sehr, weil wir da mit Menschen arbeiten oder das Gespräch dazu öffnen, zu gucken, wann gab es denn zum Beispiel in deiner Biografie mal so einen Moment, wo du vielleicht in einer Krise sowas erlebt hast, was du kognitiv gar nicht einordnen kannst. Aber du hattest vielleicht das Gefühl Hey, hier werde ich irgendwie meine eigenen Kräfte reichen gerade nicht aus.
Aber ich werde vielleicht durch diese Zeit, durch diese Krise gerade wirklich getragen. Und dieser Kontakt zu diesem Gefühl von Hey, da bin nicht nur ich. Da ist vielleicht noch mehr und vielleicht eine Art von Anbindung an dieses Universum oder an Gott oder wie man es auch immer mag. Da habe ich manchmal das Gefühl, ach spannend, das erleben natürlich Leute häufig in einer Krise oder vielleicht sogar extrem gesagt zum Beispiel Nahtoderlebnissen oder in wirklichen Grenzerfahrungen. Und Holnesburg habe ich das Gefühl, gibt eben da eine Möglichkeit, mal wie so eine Tür aufzumachen. Hinzu, ach spannend, so könnte es sich anfühlen.
So fühlt sich das an, wenn ich damit in Kontakt bin. Also so und diesen Ansatz auch zu nehmen und da mal ran zu gucken, wenn man das praktiziert, regelmäßig eine Methode wie Wholeness oder da gibt es ja auch, wie gesagt, auch andere Ansätze. Aber das ist so schön, weil man es einfach praktisch auch mit umsetzen kann und dann so ein Gefühl von zu bekommen Okay, da ist vielleicht eben eben noch mehr. Sebastian und ich, wir hatten vor einigen Wochen so ein Meeting dazu noch mal zu der Wholeness Work und ich bin auf dem Weg nach Hause hier durch Göttingen gelaufen und die Sonne schien auch total. Und dann kam mir irgendwie so ein, also da ist mir so bewusst geworden, wir sprechen oder wir zitieren ja häufig auch dieses Zitat von Sir Karl Popper. Dieses alles Leben ist Problemlösung oder Probleme zu lösen.
Und dann dachte ich, na ja, alles irdische Leben ist vielleicht Problemlösung. Also wenn wir da so eine Klammer auf, das irdische Leben bezieht sich auf Problemlösung und wir brauchen das sozusagen auch. Unser Gehirn sucht ja quasi nach Problemen, um die wieder Probleme, um die auch dann wieder lösen zu können. Aber darüber hinaus gibt es ja vielleicht etwas, wenn wir daran glauben, auch wie Connirae sozusagen in der Entwicklung von Hohnes, dass über dieses irdische Leben vielleicht ein Ort da ist, wo aller Schmerz vergeht, wo sozusagen so ein Ort der allumfassenden Liebe ist, des inneren Friedens, der Harmonie. Das so, da haben wir ja sozusagen, wenn wir dann aus so einer Perspektive auf Probleme, Stress und Krisen gucken, ist das ein ganz anderes Verhältnis. Also wenn wir dahin schauen, was vielleicht nach diesem irdischen Leben passiert oder davor oder wie auch immer.
Und ja, lange Rede, kurzer Sinn. Aber das finde ich ganz spannend. Man muss natürlich nicht bei Hohnes in einem spirituellen Kontext arbeiten. Gar nicht. Du kannst da sehr, ich arbeite auch mit Führungskräften und so dazu, wo man sehr strukturell einfach arbeitet. Und es kann aber auch die Tür öffnen.
Da hatte ich auch ganz, ganz schöne Prozesse schon zu, dass man so einen Einblick bekommt, vielleicht in diese andere Welt, wo man sagt, jetzt öffnet sich mein Bewusstsein. Jetzt habe ich irgendwie dieses stückweit erweiterte Bewusstsein. Was ist denn das? Das heißt, ich habe selbst erfahren nach einer schweren Zeit, dass ich dann plötzlich Dinge gespürt habe und eine ganz tiefe Anwendung plötzlich dazu hatte, was ich davor hätte ich noch so oft versuchen wollen, das zu verstehen. Das funktioniert nicht. Du musst sozusagen diesen Spalt dazu öffnen und dann das Vertrauen noch haben und zu gucken, was passiert da.
[Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast]
Und vielleicht noch abschließend einen Satz zu Transzendenz und Selbsttranszendenz. Du hast ja vorhin zum Einstieg so dieses Thema Bewusstsein angesprochen. Und ich glaube, wenn man so sitzt, jeder hat sich mal Fragen, wo ist denn gerade mein Bewusstsein?
Und bin ich vielleicht nur so gerade vor mir oder höre ich gerade nur die Stimme aus dem Podcast? Und wenn dem so ist, dann könnte ich dahin hören und gleichzeitig wie so ein umgekehrtes Dolby Surround System nicht nach außen senden, so da 360 Grad kugelig um mich herum wahrnehmen, vielleicht nur hören aus jeder Richtung und aus manchen Richtungen kommt vielleicht nur Stille und auch die Stille kann ich wahrnehmen, weil die Stille die Abwesenheit von Geräuschen ist. Und ich kann aber auch in jeder Richtung spüren, kann in meinem Körper spüren, im ganzen Körper und über den Körper hinaus.
Und ich kann einfach meine Wahrnehmung, mein Bewusstsein nach vorne ausdehnen und zur gleichen Zeit nach hinten. Und nach rechts und nach links und wie so eine Kugel, wie so ein Ja, soll ich sagen Raum um mich herum einfach wahrnehmen. Und ich merke, wenn ich das mache, wie sich der Bereich meine Augen entspannt, wie meine Augen weicher werden, wie meine Atmung tiefer wird, wie vielleicht die Schultern sich ein bisschen mehr entspannen.
Einfach in diesem Zustand, nicht schlafend, wenn man im Auto das hört, ganz wach und klar auf einer Ebene und ganz achtsam, wachsam mit einem 360 Grad Blick und nicht nur vielleicht auf demjenigen oder derjenigen, die gerade sehr dicht vor mir herfahren, zur gleichen Zeit einfach präsent sein, da sein, wach sein. Und in diesem Raum, wenn da was auftaucht, ganz neugierig das Erkunden, ohne sich davon absorbieren zu lassen. Und einfach durch die Atmung sich immer wieder mit sich selber zu verbinden.
Offenen Augen im Gespräch, im Auto, wo auch immer, im Moment sein, achtsam sein, wachsam sein und dabei mit einer guten, energievollen Entspannung oder einer angespannten Entspannung. Und so verbindet man das eine mit dem anderen und so wird man immer ein bisschen mehr Teil der Welt, Teil des Ganzen. Und natürlich sagt man Hallo und sagt Hallo Ruben, Hallo Ina.
Mit dem Wissen, dass ihr auf einer Ebene getrennt seid und auf einer anderen Ebene seid ihr auch einfach nur Teil dieser ganzen großen Welt. Und beides ist irgendwie wahr. Und Holnes bringt uns dieser Verbindung einfach ein bisschen näher.
Ja, deswegen sage ich Hallo Ruben, Hallo Ina. Mir war es heute eine große Freude mit euch und ja, möge die Resilienz und auch die Wholeness mit euch sein. Das war eine weitere Folge von Rethinking Resilience, deinem Podcast für Resilienz in Theorie und Praxis von und mit Sebastian Mauritz und Ruben Langwarer.
Hier geht´s zum Resilienz-Podcast: www.rethinking-resilience.com