Resilienz-Podcast „Rethinking Resilience“ – Folge 42

EResilienz Akademie | Resilienz-Podcast „Rethinking Resilience“ – Folge 42ntdecken Sie den Denkraum von Sebastian Mauritz und Ruben Langwara, um Ihre eigene Widerstandsfähigkeit zu stärken und Ihr Verständnis von Resilienz zu erweitern! Tauchen Sie ein in eine inspirierende Lernumgebung, die Ihnen dabei hilft, Ihre Resilienzfähigkeiten zu entwickeln und zu festigen. Profitieren Sie von den Erfahrungen und dem Wissen der Experten und bereiten Sie sich optimal auf die Herausforderungen des Lebens vor.

HIER erhalten Sie nähere Informationen und einen Überblick über alle Folgen! In dem folgenden Artikel haben wir die Folge 42 für Sie zusammengestellt.

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In den „Shownotes“ zur jeweiligen Ausgabe finden Sie eine kurze Inhaltsangabe, Links und weiterführende Informationen. Viel Freude beim Eintreten in den gemeinsamen Denkraum und Erforschen Ihrer Resilienz.

Folge 42: Recap Resilienz Symposium 2025

Resilienz Akademie | Resilienz-Podcast „Rethinking Resilience“ – Folge 42

In Folge 42 von Rethinking Resilience blicken Sebastian, Ruben und ihr Gast Moritz Hüsken auf das 11. Internationale Symposium zur Resilienzforschung in Mainz zurück. Im Zentrum stehen die Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis, die Idee eines „Living Lab“, prosiliente Trainingsansätze, die Bedeutung von Schlaf und zentrale Orientierungsmodelle wie der Kohärenzsinn nach Antonovsky oder die Stress-/Energie-Fass-Metapher. Die drei reflektieren, wie sich Erkenntnisse aus Psychologie, Neurowissenschaft und angewandten Kontexten übersetzen, testen und iterativ verbessern lassen.

Warum es wichtig ist, Wissenschaft und Praxis zu verbinden

Sebastian, Ruben und Moritz machen deutlich, dass Forschung und Praxis oft in unterschiedlichen Geschwindigkeiten laufen. Während die Grundlagenforschung Zeit braucht, stehen viele Berufe wie Pflege, Polizei oder Militär unter unmittelbarem Handlungsdruck. Moritz betont, dass es durchaus entscheidend sei, Menschen jetzt Wissen und Methoden an die Hand zu geben. Ruben hebt hervor, dass in Mainz viele Diskussionen zurück in die Grundlagenforschung gingen, obwohl auch praktische Lösungen vorgestellt wurden. Für ihn ist die Rolle des Brückenbauers zentral: wissenschaftliche Genauigkeit ernst nehmen, aber zugleich den Transfer in die Anwendung ermöglichen. Sebastian betont, dass wissenschaftliche Fundierung wichtig ist. Es komme darauf an, Evidenzgrade sauber zu unterscheiden und Ergebnisse in einen verständlichen und alltagstauglichen Rahmen zu übersetzen.

Was die drei aus Mainz mitgenommen haben

Ein zentrales Thema war Prosilienz®: also die Fähigkeit, sich proaktiv auf Stresssituationen vorzubereiten. Moritz schildert Beispiele aus dem Militär, wo mit VR-Brillen und Biofeedback-Training Stressreaktionen flexibilisiert wurden. Ein zweiter Schwerpunkt war der Schlaf. Unter dem Titel „Lazy Solutions – Resilience through Sleep“ wurde deutlich, dass Schlaf nicht nur Regeneration bedeutet, sondern auch gezielt genutzt werden kann. Dazu gehören Methoden wie Target Memory Reactivation (TMR), bei der positive Erinnerungen mit einem Reiz (z. B. Duft oder Ton) verknüpft und im Schlaf wieder aktiviert werden. Studien zeigten zudem, dass Schlaf die Verarbeitung von Emotionen und sogar traumatischen Erlebnissen fördern kann.

Weitere Themen waren:

  • Metaphern wie das Stress-Fass: einfache, aber wirkungsvolle Bilder, um komplexe Zusammenhänge greifbar zu machen.
  • Resilienz-Ebenen in der Unterscheidung zwischen systemischer, organisationaler, Team- und individueller Resilienz.
  • Sense of Coherence nach Antonovsky: Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit als zentrale Faktoren.
  • Prediction Error: Sebastian fasst zusammen, dass Resilienz besonders dann gefragt ist, wenn unsere Erwartungen nicht mit der Realität übereinstimmen.

Wie die Brücke zwischen Forschung und Anwendung gelingt

Ruben beschreibt seinen Seminarraum als Living Lab: ein Ort, an dem wissenschaftlich fundierte Methoden ausprobiert, in den Alltag übertragen und durch Rückmeldungen verbessert werden. Der Ansatz verbindet Forschung und Praxis in einem kontinuierlichen Prozess. Moritz schlägt vor, Bedarfe in Teams und Organisationen zunächst sichtbar zu machen – etwa durch Stress- oder Problemkarten – und darauf basierend Maßnahmen auszuwählen, die Forschung und Praxis miteinander verbinden.

Sebastian ergänzt, dass interne Evidenz – also das eigene Erleben von Wirksamkeit – ebenso wichtig ist wie externe Evidenz. Er verweist auf kleine Interventionen wie Atemübungen, Blaulichtfilter-Brillen oder kurze Routinen vor dem Schlafengehen, die für viele Menschen sofort spürbar wirken.

Wozu dieser Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis dient

Am Ende wird deutlich: Der Dialog zwischen Forscherinnen und Forschern und Praktikerinnen und Praktikernschafft nicht nur neues Wissen, sondern macht Resilienz lebendig.

  • Für die Wissenschaft bedeutet es, Ergebnisse schneller in den Alltag zu bringen.
  • Für die Praxis bedeutet es, Interventionen auf eine solide Grundlage zu stellen und zugleich auszuprobieren, was funktioniert.
  • Für Organisationen bedeutet es, Resilienz systemisch zu denken – vom Individuum bis zur Struktur

Sebastian fasst es zusammen: Resilienz braucht es immer dann, wenn die Vorhersage nicht stimmt – wenn das Leben anders verläuft, als wir erwarten. Genau in diesem Moment liegt die Chance, mit Weisheit, Handlungsfähigkeit und Sinn zu reagieren.

Transkript Folge 42
Hier finden Sie das vollständige Transkript zur Folge:

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Resilienz Akademie | Resilienz-Podcast „Rethinking Resilience“ – Folge 42Alle Folgen finden Sie hier: 

www.rethinking-resilience.com

Titelmusik und Mischung: Lars Deutsch  www.larsdeutsch.net

Design: Katharina Krekeler  www.hejro.de

 

 


Resilienz Akademie | Resilienz-Podcast „Rethinking Resilience“ – Folge 2Ruben Langwara ist Wirtschaftspsychologe, Resilienz-Lehrtrainer & -Coach sowie Experte für Emotionen und deren Wirkung auf Gesundheit und Wohlbefinden. Er ist mit der Resilienz-Akademie Göttingen als Projektpartner für emotionale Resilienz tätig. Sein Fachbuch zu diesem Thema „Die Kraft unserer Emotionen“ erschien 2022 im Junfermann-Verlag. Er ist Mitinitiator des Resilienz-Podcasts Rethinking Resilience (www.Rethinking-Resilience.com).

 


Resilienz Akademie | Resilienz-Podcast „Rethinking Resilience“ – Folge 2

Sebastian Mauritz, M.A. Systemische Beratung, ist einer der führenden Resilienzexperten Deutschlands. Er ist 5-facher Fachbuchautor, Keynote-Speaker, Resilienz-Lehrtrainer, Systemischer Coach, war und ist Vorstand in vielen Coach- und Trainer-Verbänden und Unternehmer. Seine Schwerpunkte liegen im Bereich individuelle Resilienz und Prosilienz®, resilienter Führung und Teamresilienz. Er ist Initiator des jährlichen Resilienz-Online-Kongresses, in dessen Rahmen er sich bereits mit über 240 weiteren Resilienzexpert:innen aus verschiedenen Disziplinen ausgetauscht hat (www.Resilienz-Kongress.de) sowie des Resilienz-Podcasts Rethinking Resilience (www.Rethinking-Resilience.com).

 

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