Resilienz-Podcast „Rethinking Resilience“ – Folge 41

Resilienz Akademie | Resilienz-Podcast „Rethinking Resilience“ – Folge 41Entdecken Sie den Denkraum von Sebastian Mauritz und Ruben Langwara, um Ihre eigene Widerstandsfähigkeit zu stärken und Ihr Verständnis von Resilienz zu erweitern! Tauchen Sie ein in eine inspirierende Lernumgebung, die Ihnen dabei hilft, Ihre Resilienzfähigkeiten zu entwickeln und zu festigen. Profitieren Sie von den Erfahrungen und dem Wissen der Experten und bereiten Sie sich optimal auf die Herausforderungen des Lebens vor.

HIER erhalten Sie nähere Informationen und einen Überblick über alle Folgen! In dem folgenden Artikel haben wir die Folge 41 für Sie zusammengestellt.

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In den „Shownotes“ zur jeweiligen Ausgabe finden Sie eine kurze Inhaltsangabe, Links und weiterführende Informationen. Viel Freude beim Eintreten in den gemeinsamen Denkraum und Erforschen Ihrer Resilienz.


Folge 31: Rethinking: Dankbarkeit

Resilienz Akademie | Resilienz-Podcast „Rethinking Resilience“ – Folge 41

In der 41. Folge des Podcasts Rethinking Resilience tauchen Sebastian und Ruben tief in das Thema Dankbarkeit ein. Sie zeigen, warum Dankbarkeit nicht nur ein flüchtiges Gefühl ist, sondern eine Haltung, die unser Leben nachhaltig bereichern kann. Im Gespräch verbinden sie persönliche Erfahrungen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und geben praktische Anleitungen, wie Dankbarkeit im Alltag kultiviert werden kann.

Warum ist Dankbarkeit so wichtig?

Dankbarkeit eröffnet einen Zugang – weg vom „höher, schneller, weiter“ des „Wollenglücks“, hin zum „Seinsglück“ (nach Dr. Tobias Esch) im Hier und Jetzt. Ruben veranschaulicht dieses Spannungsfeld mit dem Bild eines Baumes: Während die Zweige nach oben zum Licht wachsen (Stolz, Entwicklung, Selbstwert), verankern die Wurzeln den Baum tief in der Erde (Demut, Stabilität, Dankbarkeit). Dankbarkeit wirkt hier als stabilisierende Kraft, die uns auch in schwierigen Zeiten trägt und Selbstakzeptanz fördert.

Dankbarkeit ist dabei mehr als nur ein „Danke“ zu sagen. Sie ist eine innere Haltung, die hilft, Fülle zu spüren – auch gerade in schweren Zeiten im Leben. Studien belegen, dass Dankbarkeit Gefühle von Neid reduziert, das prosoziale Verhalten stärkt und uns resilienter gegenüber Krisen macht.

Was ist Dankbarkeit?

Im Gespräch nehmen Sebastian und Ruben eine klare Differenzierung vor: Dankbarkeit ist kein Tauschhandel, kein „Ich gebe zurück, weil ich muss“. Vielmehr ist sie ein Ausdruck von Fülle – ein freiwilliges, freudvolles Weitergeben.

Besonders deutlich wird das, wenn Sebastian von seinen Erfahrungen mit Kindern erzählt: Ein strahlendes Gesicht beim Erhalten eines Geschenks ist Dankbarkeit genug. Das erzwungene „Sag Danke!“ hingegen überlagert die Freude mit Pflichtgefühl. Ruben ergänzt: Dankbarkeit bedeutet, anzunehmen – ohne Schuld und ohne das Gefühl, nicht würdig zu sein. Doch genau hier liegt für viele Menschen eine Hürde. Manche empfinden, sie hätten es „nicht verdient“, Gutes zu bekommen. Dankbarkeit verlangt daher auch, sich selbst als wertvoll und bedeutungsvoll zu sehen.

Dankbarkeit ist damit sowohl eine emotionale Erfahrung als auch eine soziale Brücke: Sie verbindet uns mit anderen, fördert Mitfreude statt Neid und macht Beziehungen tragfähiger.

Wie kann ich Dankbarkeit kultivieren?

Sebastian berichtet, wie er seinen Tag bewusst mit Dankbarkeit beginnt: Schon beim Aufstehen erinnert er sich daran, dass er einen weiteren Tag geschenkt bekommen hat. Danach sucht er mindestens fünf Dinge, für die er dankbar ist – sei es ein Kaffee, ein Spaziergang oder eine Begegnung. Dankbarkeit wird so zu einem Grundton seines Alltags, auch in Zeiten der Trauer.

Für Ruben ist entscheidend, dass Dankbarkeit gefühlt wird. Ein bloßes Aufschreiben („Ich bin dankbar für meine Familie“) reicht nicht. Es geht darum, die Emotion zu verkörpern, sie körperlich und innerlich zu spüren. Besonders wirksam sind dabei zwischenmenschliche Praktiken wie der Dankbarkeitsbrief.

Wozu dient Dankbarkeit?

Dankbarkeit ist weit mehr als ein Wohlfühlfaktor – sie ist ein Fundament für Resilienz. Sebastian beschreibt sie als eine „Hand, die die Trauer führt“. Dankbarkeit verwandelt Verlust in Wehmut: Trauer bleibt, wird aber von schönen Erinnerungen begleitet und trägt so zur Heilung bei.

Darüber hinaus spielt Dankbarkeit eine Schlüsselrolle beim posttraumatischen Wachstum. Sie hilft, schwierige Erfahrungen neu zu rahmen, Sinn zu finden und die eigene Stärke zu erkennen. Sie ist damit ein Bindeglied zwischen Schmerz und Sinn, zwischen Endlichkeit und Lebensfreude. Auch im Kontakt mit der eigenen Sterblichkeit eröffnet Dankbarkeit neue Perspektiven. Die buddhistische Praxis Maranasati erinnert daran, dass die Auseinandersetzung mit dem Tod uns bewusster und dankbarer im Hier und Jetzt leben lässt.

Am Ende wird klar: Dankbarkeit ist nicht nur ein Gefühl, sondern ein Lebensprinzip. Sie führt zu mehr Gelassenheit, stärkt Beziehungen, mindert Neid und eröffnet Zugang zu innerer Fülle.

Transkript zur Folge 41

Hier finden Sie das vollständige Transkript der Resilienz-Podcast Folge 41:

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Resilienz Akademie | Resilienz-Podcast „Rethinking Resilience“ – Folge 41Alle Folgen finden Sie hier: 

www.rethinking-resilience.com

Titelmusik und Mischung: Lars Deutsch  www.larsdeutsch.net

Design: Katharina Krekeler  www.hejro.de

 


Resilienz Akademie | Resilienz-Podcast „Rethinking Resilience“ – Folge 2Ruben Langwara ist Wirtschaftspsychologe, Resilienz-Lehrtrainer & -Coach sowie Experte für Emotionen und deren Wirkung auf Gesundheit und Wohlbefinden. Er ist mit der Resilienz-Akademie Göttingen als Projektpartner für emotionale Resilienz tätig. Sein Fachbuch zu diesem Thema „Die Kraft unserer Emotionen“ erschien 2022 im Junfermann-Verlag. Er ist Mitinitiator des Resilienz-Podcasts Rethinking Resilience (www.Rethinking-Resilience.com).

 


Resilienz Akademie | Resilienz-Podcast „Rethinking Resilience“ – Folge 2

Sebastian Mauritz, M.A. Systemische Beratung, ist einer der führenden Resilienzexperten Deutschlands. Er ist 5-facher Fachbuchautor, Keynote-Speaker, Resilienz-Lehrtrainer, Systemischer Coach, war und ist Vorstand in vielen Coach- und Trainer-Verbänden und Unternehmer. Seine Schwerpunkte liegen im Bereich individuelle Resilienz und Prosilienz®, resilienter Führung und Teamresilienz. Er ist Initiator des jährlichen Resilienz-Online-Kongresses, in dessen Rahmen er sich bereits mit über 240 weiteren Resilienzexpert:innen aus verschiedenen Disziplinen ausgetauscht hat (www.Resilienz-Kongress.de) sowie des Resilienz-Podcasts Rethinking Resilience (www.Rethinking-Resilience.com).

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