Entdecken Sie den Denkraum von Sebastian Mauritz und Ruben Langwara, um Ihre eigene Widerstandsfähigkeit zu stärken und Ihr Verständnis von Resilienz zu erweitern! Tauchen Sie ein in eine inspirierende Lernumgebung, die Ihnen dabei hilft, Ihre Resilienzfähigkeiten zu entwickeln und zu festigen. Profitieren Sie von den Erfahrungen und dem Wissen der Experten und bereiten Sie sich optimal auf die Herausforderungen des Lebens vor.
HIER erhalten Sie nähere Informationen und einen Überblick über alle Folgen! In dem folgenden Artikel haben wir die Folge 36 für Sie zusammengestellt.
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In den „Shownotes“ zur jeweiligen Ausgabe finden Sie eine kurze Inhaltsangabe, Links und weiterführende Informationen. Viel Freude beim Eintreten in den gemeinsamen Denkraum und Erforschen Ihrer Resilienz.
Folge 36: Resilienz Coaching

In der 36. Folge des Podcasts „Rethinking Resilience“ sprechen Sebastian und Ruben im Denkraum über ein Thema, das vielen nahe liegt und doch selten bewusst im Zentrum steht: Resilienzcoaching. Die beiden beleuchten fundiert, leidenschaftlich und aus jahrelanger Praxis heraus, was Resilienzcoaching ausmacht – in der Haltung, in der Struktur und im Wirken. Dabei entsteht ein wertvoller Einblick in die professionelle Identität des Resilienzcoaches.
Warum ist Resilienzcoaching so relevant?
In einer Welt, die uns regelmäßig mit Herausforderungen konfrontiert – ob im Berufsleben oder im persönlichen Alltag – ist es von besonderer Bedeutung, Menschen professionell in ihrer inneren Stärke zu begleiten. Genau hier setzt das Resilienzcoaching an: Es bietet einen Resonanzraum für emotionale Prozesse, mentale Sortierung und die Rückverbindung zu eigenen Ressourcen. Sebastian und Ruben machen dabei deutlich: Menschen sind oft nicht nicht resilient, sie haben nur vergessen, wie es geht – eine „Kompetenzamnesie“. Der Coach hilft, sich wieder zu erinnern.
Gleichzeitig betonen beide, dass Resilienzcoaching mehr ist als eine Toolbox. Es braucht Haltung, Verbindung, wissenschaftliche Fundierung – und eine tiefe Bereitschaft zur Resonanz mit dem Gegenüber.
Was macht ein gutes Resilienzcoaching aus?
Sebastian und Ruben beschreiben Coaching als einen Raum der Co-Regulation, der auf Vertrauen, Präsenz und methodischer Klarheit basiert. Eine zentrale Grundlage ist dabei das Verständnis der „Vier Arten individueller Resilienz“ (nach Mauritz, van der Linde, Comnick, Langwara 2023):
- Mentale Resilienz: Diese Resilienzart hebt das Lernen, Problemlösen und Wachstum hervor.
- Emotionale Resilienz: Hier geht es vorrangig um Emotionswissen und Emotionsregulation.
- Seelische Resilienz: Sie fokussiert auf Faktoren, wie Vertrauen, Sinn, Spiritualität und Intuition.
- Körperliche Resilienz: Als Basis für eine gesunde Lebensführung geht es hierbei um Nährstoffversorgung, Regulation und ein gutes Immunsystem.
Coaching bedeutet hier, zu sortieren: Was gehört zu mir? Was ist das Thema? Was steckt dahinter? Und: Was braucht es für ein anderes Erleben?
Zentral ist das Arbeitsbündnis – also die Beziehung zwischen Coach und Coachee. Ruben bringt es auf den Punkt:
„Du hast jemanden, der zuhört, sortiert, Orientierung gibt – das erfüllt ein ganz grundlegendes Bedürfnis.“
Wie funktioniert Resilienzcoaching konkret?
Coaching ist für Sebastian und Ruben ein lebendiger, flexibler Prozess. Dennoch lassen sich vier Dimensionen benennen, die eine professionelle Identität als Resilienzcoach prägen:
1. Mindset – Die innere Haltung
„Resilienz ist da – und ich erinnere meine Klientinnen und Klienten daran.“ Das Grundvertrauen in die Kompetenz des Gegenübers bildet den Kern. Dazu gehört auch die Fähigkeit, Erleben nicht als unveränderbar zu sehen, sondern als etwas, das durch Fokussierung geformt und auch transformiert werden kann.
2. Skillset – Die Fähigkeiten und Kompetenzen
„Sortieren ist die halbe Miete.“ Ein zentrales Coaching-Skill ist das transparente Umgehen mit inneren Widersprüchen – die Arbeit mit inneren Anteilen, Zwickmühlen und Entscheidungsprozessen. Sebastian betont: Das Aussprechen innerer Dissonanzen schafft Orientierung und bringt oft schon die nötige Klarheit.
3. Toolset – Die Methoden
Drei zentrale Interventionen stellt Sebastian heraus:
- 6-Sekunden-Resonanzatmung: Als tägliche Atempraxis zur Regulation
- Aufstellungsarbeit, Arbeit mit inneren Anteilen: Als Sortierung zur Differenzierung und Integration (z. B. „Seitenarbeit“, „inneres Team“ oder das „soziale Panorama“ nach Lucas Derks)
- Kurbeln nach Dr. Michael Bohne: Emotional entlastende Glaubenssatzarbeit, Selbststärkung durch individuell formulierte Selbststärkungssätze.
4. Feelset – Die emotionale Energie
Sebastian beschreibt, wie er mit Vorfreude, Offenheit und emotionaler Resonanz in Coachings geht. Dabei geht es nicht um emotionale Übernahme, sondern um würdigende Begleitung. Der Coach ist Zeuge, nicht Richter. Das Ziel ist nicht, sofort Lösungen zu produzieren, sondern einen sicheren Raum zu halten, in dem alles sein und sich zeigen darf.
Wozu braucht es Resilienzcoaching?
Resilienzcoaching ist keine Reparaturwerkstatt für „kaputte“ Menschen, sondern ein professioneller Reflexionsraum, in dem Selbstwirksamkeit, Orientierung und innere Klarheit gestärkt werden. Wie Sebastian es formuliert:
„Menschen sind dafür gemacht, gesund zu sein. Und Resilienzcoaching hilft, sich daran zu erinnern.“
Der Coach wirkt dabei nicht als „One-Shot-Wonder“, sondern als Begleiter. Nicht mit dem Ziel, das Problem sofort zu lösen, sondern es im würdigenden Kontakt gemeinsam zu erforschen. Daraus entsteht nachhaltige Resilienz – nicht als Zustand, sondern als Richtung.

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In der Ausbildung zur/zum Resilienz-Coach (IHK) vermittelt Ihnen Sebastian Mauritz fundierte theoretische Kenntnisse und praxisorientierte Methoden, um gezielt auf die Bedürfnisse Ihrer Klient:innen einzugehen und sie in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung zu begleiten. Die Ausbildung wird durch die IHK-Potsdam zertifiziert. Diese Anerkennung Ihrer Qualifikation als Resilienz-Coach verleiht Ihnen zusätzliche Vertrauenswürdigkeit und bietet einen Marktvorteil.
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Transkript der Folge 36
Hier finden Sie das vollständige Transkript der Folge:
↓ ANZEIGEN ↓ [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] Und gerade du als jemand, der im Bereich Emotionsregulation und Emotionscoaching ja auch sehr bewandert ist, glaube ich, das wird einfach ein spannendes Gespräch. Seit wann coachst du Menschen? Das habe ich mich gefragt, als ich mich so vorbereitet habe. Seit wann coachst du Menschen? [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] Meine Mutter hat ihre Coach-Ausbildung dann in Berlin gemacht bei der Eilert Akademie, wo ich dann entsprechend auch gelandet bin und dort dann auch nochmal sehr viel professionalisierter und wissenschaftsorientiert Emotionscoaching gelernt und mit dem Akademieleiter Dirk Eilert dann entsprechend auch sozusagen weiterentwickelt habe, weil ich da entsprechend die gesamte wissenschaftliche Recherche drumherum gemacht habe und auch die Anwendung und Entwicklung von Interventionen und so weiter und so fort. Also dort in dieser Zeit in Berlin durfte ich extrem tief in diesen Bereich reinsteigen. Startschuss war 2016. [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] Das ist egal. Hauptsache die Beziehung stimmt und sie haben ein Vertrauen in ihre Methode und ihr Coach hat Vertrauen in sie und damit dann auch in die Methode. Ich weiß noch, ich habe mal so nach links und rechts geguckt und ich sah nur ganz viele Sachen mit schreckgeweiteten Augen, so die eine oder andere Träne der Trauer um die investierte Zeit und das investierte Geld in die vielen Ausbildungen, meine ich, fließen zu sehen zu haben. Na ja und dann sagt er, aber ich kann sie beruhigen. Nach so ein paar Stunden, dann zeigt sich, ob sie auch wirklich was drauf haben, ob sie eine fundierte Ausbildung anbieten, ob sie und er hat damals schon auch von den Wirkfaktoren von Professor Klaus Grawe gesprochen, gesagt, ob sie da entsprechend wissenschaftlich fundiert das machen, gutes systemisches oder hypnosystemisches Konzept haben oder auch aus der Transaktionsanalyse oder wo auch immer, weil genau das sozusagen dann den Unterschied macht. Und das fand ich so spannend und da musste ich sehr lachen, weil ich dann so dachte, ah okay, ja sehr interessant, dass manchmal das Zuhören, das Vertrauen in andere Menschen schon so eine erste Erleichterung einfach gibt und wir Menschen eigentlich dafür gemacht sind, uns gegenseitig, ja wie soll ich sagen, in der Ko-Regulation zu begleiten. Deswegen fand ich, musste ich gerade bei den Mythen und bei der wissenschaftlichen Vernierung dran denken. Ich habe 2001 meine erste Coaching-Ausbildung, so die ersten neun Tage gemacht und ich bin 1998 zum ersten Mal mit Hypnose in Kontakt gekommen und dachte dann nur so, boah wie krass ist das denn, ja. Also ich war damals 23 und war im Leistungssport sehr aktiv und dann haben wir über einen amerikanischen Trainer, der hat dann so einen Mentalcoach und dann hat er mit uns Visualisierungsübungen gemacht. Dann hatten wir noch über andere Umwege jemanden kennengelernt, der so klassische Hypnose gemacht hat und das hat mich fasziniert, so, weil irgendwie Coach ist man irgendwie und die Professionalisierung ist dann erforderlich, weil man sonst sehr viel Coaching entweder ohne Auftrag macht, auch nicht so günstig und gleichzeitig natürlich das Thema Coaching auch eine Struktur hat, die professionell am besten gelernt werden sollte und naja, damit bestmöglich für die Klientin den Klienten halt man selber zur Verfügung stehen kann. Was, wenn man mal weiterfragt oder wenn ich dich mal so weiterfrage, gibt es irgendwas im Coaching, wo du sagst, da merke ich, das hilft Klientinnen und Klienten sehr, gerade vielleicht auch so mit dem Blick auf Resilienzcoaching? [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] Wir haben ja auch schon viel über Emotionsregulation gesprochen und wie das funktioniert, nur neben einem Denkraum einen Fühlraum zu schaffen innerhalb eines Coachings, dieses Vertrauen zu schaffen, dass diese Öffnung da ist, aber nicht im Sinne von, ich sage dir jetzt, was zu tun ist und du machst das, sondern als in der Metapher des Geburtshelfers der Lösung, ja, also mein Klient, meine Klientin ist schon schwanger mit der Lösung und ich schaffe den Rahmen, damit das entsprechend rauskommt. Und mir haben mehrere Dinge sehr geholfen, um für mich auch einen Rahmen zu haben im Coaching. Das ist zum einen natürlich mein Ursprung im Emotionscoaching, er als erstes Wingwave und dann M-Trace, was ja dann in der Eilert Akademie, wo ich auch mitarbeiten durfte, das zu entwickeln. Also alles Mögliche über Coaching mit den Wirkfaktoren nach Grave und dann entsprechenden Emotionsregulationstechniken dann noch das lösungsfokussierende Coaching nach, so wie es Tom Andreas macht, also mit diesem Kompetenzfokus, das hilft mir enorm. Und tatsächlich, was mir extrem hilft, ist mein ganzes Wissen über Emotionen, um eine gute Psycho-Edukation und Emotions-Edukation zu machen, um meinem Gegenüber eine Art Beruhigung zu geben, das ist ganz normal, was da gerade da ist. [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] Und ich habe für mich so das so zwei. Also es ist, wenn ich jetzt gerade so darüber spreche, merke ich, ich wiederhole mich. Aber ich wiederhole mich ist bei mir nur im Inneren, weil ich so oft schon erzählt habe. Und ich so denke, es wäre schön, wenn es jetzt endlich mal bekannt wäre. Ich mache mir auch keine Illusionen. Ich bin da viel zu unwichtig, als dass jetzt mein Wort in irgendwelchen, wie soll ich sagen, Grundmanualen über die Ausbildung von Coaches, vielleicht sogar auch Therapeuten drin wäre. Eine Sache, die ich am Anfang immer sage oder Frage ist, haben Sie da mal einen kompetenten Arzt oder eine kompetente Ärztin regulationsmedizinisch drauf schauen lassen? Also haben Sie genug Nährstoffe von allem? Ist das auch im Blut oder im System verfügbar? Wie sieht es aus mit Ihrem Magen, Darm? Wie ist das Mikrobiom? Das fängt ja schon im Mund an. Und allein da gibt es Studien, dass bestimmte Bakterien im Mund Depressionen wahrscheinlicher machen. Als ich das gesehen habe, dachte ich so, ah, jetzt verstehe ich auch, warum es selbst für das Mundmikrobiom bestimmte Bakterien gibt, die man in Tablettenform lutschen kann, um das Mundmikrobiom im Mund zu verändern. Und dass es tatsächlich viele Menschen gibt, die, wenn sie das machen, auf einmal anfangen, weniger Depressionen zu haben. Also nur mal so viel dazu. Das heißt, Körper und Geist hier zusammenzudenken oder das physische und das psychische, um es mal ein bisschen grundlegender zu sagen, ist so für mich das Zentrale. Und dann natürlich, was du sagst, Orientierung, Kontrolle, mein etwas, ja, wie soll ich sagen, komplexitätsreduzierende Aussage. Die Hälfte vom Coaching ist immer sortieren. Dir hat der liebe Tom irgendwann mal am Anfang der Coach-Ausbildung gesagt und ich dachte so, hä, was will er denn? So, ich habe es nicht verstanden. Aber das ist ja meistens so, wenn so die alten Meister, die ihre Quintessenzen präsentieren, dann nimmst du erst mal die Quintessenz, sagst so, jo, da muss ich jetzt mal ein paar Jahre drüber nachdenken, danke. Und mit der Zeit wird dann klar, was er damit meinte, so. Naja, unterm Strich, dieses Sortieren, was gehört zu mir, was gehört zu anderen, was ist er am Denken, was ist im Fühlen, was wollen mir Emotionen sagen, auch ein zentrales Thema. Und auch die Bedürfnisse dahinter zu verstehen, dass, wenn ich eine Emotion wie Ärger habe, das Ärger mich auf eine Werteverletzung, ein blockiertes Ziel oder auf erlebte Ungerechtigkeit hinweist. Das ist für mich, weil ich es seit Jahren weiß und auch lehre, banal. Ich kann mir aber tatsächlich schlechten Leben vorstellen, wo das nicht Teil meines, meines Weltbildes ist. Und da merke ich, hat Coaching einfach auch eine Form von, das ist vorhin Psycho-Edukation genannt. Ich sage manchmal, wie Menschen und dann in Anführungsstrichen funktionieren, weil wir natürlich oftmals ein sehr mechanistisches Bild von uns haben, wo dann auch Teil des Coachings ist, einzuladen, das eher systemischer, als lebendiges System vor allem, mit Wechselwirkungen, nicht mit Linearkausalitäten zu denken. [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] Was ist dein Stressor? Weil natürlich habe ich mit Freuden auch damals und mit tiefer Wertschätzung bei Insa Sparra und dem Mann von Insa Sparra, Matthias Wager von Kiebett, habe ich eine sehr umfangreiche systemische Ausbildung genossen. Wir haben die systemischen Strukturaufstellungen begründet und entwickelt. Und Insa ist eine zauberhafte Lehrerin für das Thema Lösungsfokussierung. Natürlich fragt es ja nicht nach einem Problem, sondern nach der Lösung. Also ich finde es aber spannend, nach Problemen zu fragen, weil Menschen typischerweise mit einem Problem ins Coaching kommen und die mentale Resilienz sehr spezifisch auf Problemlösung halt eingeht. So, alles Leben ist Probleme lösen, wie Karl Popper so schön sagt. Das heißt, ich frage nach einem Problem. Interessiert mich der Inhalt des Problems eigentlich überhaupt nicht? Interessiert mich die Struktur des Problems total? Deswegen ist gerade in einem Training, wenn ich die Menschen nach ihren Stressoren frage und man ja in der Resilienz nach dem Stressor Reactivity, nach dieser Stressor Reactivity-Theorie von Raphael Kalisch sich anschaut, dass die Reaktion auf einen Stressor mit weniger Stress, Depression, Angst, wie auch immer, also das runterzusetzen, als Resilienz beschrieben wird, also das Ergebnis davon als Resilienz, dann ist natürlich auch gut, nach dem Stressor zu fragen, weil man ja sozusagen da einen Hinweis hat, was passiert. Wenn man jetzt daraus aber eine Linearkausalität ableitet und sagt, naja, das macht mir schlechte Laune, also das Problem oder wenn das Ganze mit einer Grundbedürfnisverletzung oder einer Werteverletzung kombiniert ist, wird es ja zu einem Stressor, also Problem oder Stressor. Das macht was mit mir. Dann ist das ja schon wieder Linearkausal, sondern es sind ja die Wechselwirkungen. Gunter würde jetzt sagen, Gunter Schmidt, es ist eine Stresseinladung und es gibt manche Menschen, da nehme ich die nicht mehr an. Es gibt immer noch ein paar Menschen, da nehme ich die Stresseinladung an. Michael Bohne hat mal dieses schöne Bild angeboten der Gefühlsfernbedienung. Ja, da drücken dann Menschen die Knöpfe und das fühlt sich natürlich so an und dann bist du ja mittendrin in der Resilienz, weil dann das Thema Opfererleben präsent ist. Opfererleben heißt, meine Selbstwirksamkeit ist unten und die Grundidee von Coaching und Training und jetzt schließe ich mal den Kreis dahin, die Grundidee von Coaching und Training für mich ist, Menschen auf dem Weg in das autonomere, selbstwirksamere, resilientere Handeln wieder zu begleiten. Warum der Komparativ? Naja, es ist nie komplett resilient, es ist nie komplett selbstwirksam, sondern auch hier die Arbeit an der Richtung, mehr Autonomie, mehr Selbstwirksamkeit, optimistisch her und so weiter und damit dann halt irgendwann auch resilienter. Zum Unterschied nochmal, ich glaube, wenn man drauf schaut, dann ist natürlich ein Coaching, so wie ich Coaching verstehe und auch lehre, eher in einem 1 zu 1 Setting gedacht. Dass ich mit jemandem sitze, dann den Anlass kläre, was hat sie zu mir gebracht, was ist ihr Anliegen und mit welchem Auftrag können wir jetzt arbeiten, wofür sind sie hier, was ist das Ziel und natürlich interessiert mich das Thema, was die Person mitgebracht hat. In einem Training ist es so, dass wir natürlich auch uns die Struktur von den Themen angucken und dann über eher einen kurativen Effekt, also ich spreche es an. Ich gehe in die Verstehbarkeit und die Idee in unserem Konzept ist ja auch auf der Salutogenese basiert, dass ich aus der Verstehbarkeit dann im ersten Schritt meine Coping-Mechanismen, also meine Handhabbarkeit entwickle, dann daraus in die Machbarkeit, also so eine Form von Selbstwirksamkeit komme, um sinnhaft dann im letzten Schritt das Ganze in mein Sein, in meine Identität, in meine wiederholten Muster einzufügen, vielleicht mit einer anderen Bewertung, womit wir halt auch beim Positiv-Bewertungsstil wären oder wenn das nicht gelingt, im Sinne einer Krise, wo das Alte stirbt, etwas Neues geboren wird, was sich dann als neue Version meiner selbst zeigt und eine weitere Seite von mir zu meinen bisherigen Seiten dann dazu kommt. Bisschen komplexe Antwort auf eine sehr einfache Frage und sollten Trainer Coaches sein und Coaches als Trainer. Die Diskussion habe ich damals im Vorstand vom DVCT mal mit meinem lieben Kollegen Gianni Lischa geführt und wir waren dann relativ schnell auf dem Punkt, dass wir gesagt haben, naja, eigentlich musst du als Trainer auch eine Coaching-Ausbildung haben und als Coach auch eine Trainer-Ausbildung, weil auch ich aus jedem Training generiere ich wieder Coaches oder Coachees, Klienten und ganz viele Coachees, die ich habe, die sagen, ja, ich glaube, ich brauche bei ihnen noch mal so ein Training, ich brauche das noch mal so in ganz. Von daher, das gehört eigentlich zusammen und das ist dann auch das Verbinden der Auge. [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] Also da baust du dann weiterhin so ein Skillset irgendwie auf. Ja, deswegen kriegst du da Übungen, kommst in Übungsgruppen, kriegst da so vorgefertigt. Ja, du trainierst jetzt Emotionsregulation auf diese Art und Weise. Ja, und bei Coaching war es eher dieses Thema Geburtshelfer der Lösung oder Hilfe zur Selbsthilfe dann in dem Sinne. Wenn ich dir so zuhöre, dann weiß ich, wie sehr viel komplexer das ist und merke das ja natürlich auch in meinen Trainings. Nur hilft mir persönlich dieser Fokus darauf, dass ich jetzt hier schon vorgefertigt etwas anbiete, in einem Training jetzt als Beispiel, hilft mir total. Und natürlich im Vorhinein geklärt mit den Auftraggebern, auch super gerne sortiert, nicht nur ins Skillset, sondern halt auch ins Mindset, Fieldset und Toolset. Dann auch entsprechende Tools gebe ich dann ja sowieso dann entsprechend mit. Und beim Coaching bin ich viel offener von Anfang an. Also im Sinne von, was bietet jetzt mein Coachee mir an, womit ich dann auch entsprechend mitgehen kann. Dennoch merke ich dann im weiteren Verlauf, dass dann die Rollen sich dann irgendwie vermischen. Im Sinne von, ich merke bei meinem Coachee oder will ich jetzt mal ein Tool mitgeben, damit er eine bestimmte Fähigkeit dann für sich trainiert und mitgibt und ritualisiert im Alltag. Und im Training merke ich dann manchmal mich so im 1 zu 1 Austausch mit der Idee, dass vielleicht das auch bei den anderen dann andockt, wo ich dann die Angebote, die mir gemacht werden, dann weiterhin aufgreifen. Deswegen bin ich da zu 100 Prozent bei dir, dass jeder Trainer, jede Trainerin Coaching-Fähigkeiten braucht. Aber irgendwo auch alleine für die Psycho-Edukation als Beispiel innerhalb des Coachings, dass jeder Coach auch Trainerinnen und Trainer-Fähigkeiten dann braucht. Also wie erläutere ich Dinge? Wie rahme ich Dinge? Wie mache ich denn einen dramaturgischen Aufbau von bestimmten Dingen und so weiter und so fort? Deswegen geht das für mich wunderbar Hand in Hand. Und ich bin sehr dankbar und glücklich, beide Skills jeden Tag gebrauchen zu dürfen oder beide Rollen. [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] Weil auch da zum Teil, wenn du jetzt von Emotionen sprichst, wo ich so denke, ja, das ist ja ein alter Hut, das ist ja fast billig, einem Klienten erstmal zu erklären, was Emotionen sind, wie Wirklichkeitskonstruktion funktioniert so im konstruktivistischen Sinne. Ich frage gerne so, das ist eine meiner Lieblingsfragen, wie denken Sie das? Nicht wann denken Sie, sondern wie denken Sie das? Um da das Strukturelle zu adressieren. Auch eine schöne Frage, die ich von Tom habe. Dann hat das natürlich eine gewisse Wirkung. Und auch erstmal zu sortieren, hat auch immer eine Wirkung. Das ist, sagen wir mal, aus den Grundbedürfnissen abgeleitet. Und dann denke ich so, naja, das ist halt ein Teil der Wahrheit. Es höre ich erstmal nur zu. Und da habe ich vielleicht, wenn man diese Unterscheidung machen wollte, eher Beraterfunktion, dass ich sage, wissen Sie was, ich würde das so machen. Hören Sie mal auf. Das scheint das Muster zu sein. Probieren Sie das mal aus. Das hat nichts klassisch coachingmäßiges, sondern da bin ich manchmal auch direktiv. Aber auch Milton Erickson hat sogenannte Tasks gegeben. Und Milton Erickson ist ja mit seiner Arbeit als Begründer der modernen Hypnotherapie bewusst, auf jeden Fall bei ganz vielen Dingen auch unbewusst. Natürlich Teil der Curricula mit und ohne Quellenamnesie. Also mal wird er genannt, mal wird er nicht genannt. Und das ist aber noch so ein anderes Thema, wo ich auch immer noch mit dem Kopf schütteln kann, wenn dann Sachen irgendwie erfunden werden, ein bisschen umgestrickt und dann das eigene Label draufgeklebt. Das kann man machen, das ehrt aber nicht die Quellen. Das ist aber noch ein anderes Thema, sondern die Grundidee hierbei wirklich zu sagen, mach deinem Klienten auch mal klar Ransagen. Oder auch mein Standardabriss über, was ist für den Körper wichtig? So das Kleine. Einmal der körperlichen Resilienz, wo Gerhard Moser mich sehr gut mitgenommen hat, was er auch in seinem Seminar, was er bei uns gibt, immer wieder ja auch mitteilt. Also so das Kleine. Einmal eins, was braucht der Körper, um leistungsfähig zu sein? Und nein, fünf Hände voller Obst und Gemüse am Tag sind es eben nicht, wenn du im High-Performance-Modus unterwegs bist. Das kann man Menschen erzählen, aber damit macht man sich aus meiner Sicht einfach auch irgendwie schuldig, weil man Menschen den Zugang zu noch mehr Kraft und Stärke und vor allen Dingen zu gesunder Regulation ein Stück weit vorenthält. Und da bin ich auch froh, dass dein Vater da entsprechend auch in diesen Bereich Regulationsmedizin rein will. Der ist ja Arzt und ich habe mit genügend Regulationsmedizinern zu tun, die sagen, ja, das ist doch alles nicht so einfach. Und diese Nummer mit den fünf Händen voll, ach ja, das erklärt sich, so ist es so schön. Das ist halt auch zum Teil einfach Unwissenheit. Das ist ja auch in Ordnung, wenn man damit dann sozusagen demütig umgeht und sagt, ich weiß es nicht besser. Ich empfehle fünf Hände voll und fragen sie auch noch mal Profis, die sich damit auskennen. Deswegen hast du Coaches mit einer Coaching-Haltung. Du hast Trainerinnen und Trainer mit einer Trainerhaltung und du hast natürlich dann auch sowas wie Beratung. Und die Frage für mich ist immer, muss ich es eigentlich unterscheiden? Oder ist nicht die Klientin oder der Klient die oder derjenige, die halt bestimmen, was ich mit ihnen mache und wofür ich dann mit ihnen zusammenarbeite? Weil wenn sie mir das Problem geschildert haben, dann ist natürlich die erste Frage, okay, und jetzt? Also soll das Problem bleiben? Soll es gelöst werden? Und was wollen sie stattdessen? Und dann geht man so ein bisschen auf Erkundungstour und meistens ist das Thema das Thema. Und in der Regel, wenn jemand noch nie so richtig beim Coach war, kommen dann noch andere Themen um die Ecke. Ich habe noch nie erlebt, dass ein Klient gleich am Anfang so mit dem Lebensthema da war und das Lebensthema total klar war und wir eigentlich sofort eigentlich an diesem Thema halt arbeiten konnten. Sondern meistens, wenn es sowas gibt wie ein Lebensthema, könnte auch sagen, so den Weg des eigenen Sins oder den eigenen Seelenweg gehen, glaube die Menschen, die den gehen, die ihren Sinn leben, die gehen auch nicht ins Coaching. Also vielleicht, Tom sagt ja auch so schön, sie dürfen gerne wiederkommen, auch ohne Problem, mal so ein bisschen sortieren, vielleicht die nächsten Lernfelder proaktiv rausfinden. Aber so dieses wirklich zu sagen, ich habe hier ein Thema, wollen wir da mal drauf gucken, was hängt da noch mit dran. Und das ist nicht, wie hatten sie es in der Kindheit, sondern es kann reichen, dass man mit jemandem wirklich ein so ein Thema löst und dann ist auch erst mal wieder gut für zehn Jahre. Und dann sagen die, nee, den Rest kriege ich hin. Menschen sind ja resilient. Ja, mehr oder weniger. Es kommt immer darauf an, wie viel Vulnerabilität auf der anderen Seite noch steht. Und da glaube ich, ist Coaching einfach ein so mannigfaltiges Feld, dass die Haltung, du hattest vorhin schon das Mindset angesprochen, dass die Haltung des Coaches da zentral ist, weswegen ich zum Beispiel auch keine 10er-Karten verkaufe. Ich finde das unseriös. Man kann mal sagen, wissen Sie was, wir machen jetzt mal ein paar Termine und wir gucken mal. Und man kann ja dann am Ende irgendwas zum Thema Wellness machen, so ein bisschen Seelen-Wellness oder geht nochmal an Kommunikationsthematiken ran oder arbeitet halt noch irgendwas auf. Aber allein jemandem zu sagen, oh, das ist ein Thema, da brauchen wir fünf Sitzungen, halte ich aus systemischer Sicht für einfach nur ungünstig. Und mal wurde gespiegelt, dass ich bei einem meiner letzten Gespräche hier etwas emotional war. Ich finde es geringgradig nicht nützlich. Ich kann auch verdünnt, ja. [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] „I don’t know. And I’m curious to find out.“ – Milton H. Erickson Also die demütige Haltung des Entdeckens, des Anbietens von Hypothesen und des gemeinsamen Erkundens von Lösungsräumen, das halte ich für Coaches halt sehr, sehr hilfreich. Bei Resilienz heißt das, in der mentalen Resilienz, wie könnte man das Problem lösen? In der emotionalen Resilienz heißt es für mich, was will mir die Emotion sagen? Wie kann ich die regulieren? Was ist auch meine Historie mit der Emotion? Also zum Beispiel Ärger habe ich leider nicht in der Art von meinem Vater gelernt, wie ich es gerne gelernt hätte. Und das ist erst seit ein paar Jahren so, dass ich, wenn ich mich ärgere, ich auf eine gesunde Art und Weise Menschen Klarheit schenken kann. Also auch da dieser Blick. Und bei der Krise, eine Krise mal eben zu coachen, ist eh kontraindiziert, weil Krisen einfach einen Verlauf haben. Da höre ich vielleicht auch nur mal eine halbe Stunde zu, wie jemand mir sein Leid klagt. Und ich bin einfach nur da und schaffe einen würdigenden, wertschätzenden, achtenden Raum für das, was jemandem gerade Schlimmes passiert ist. Und das ist für mich so die Rahmung im Coaching. [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] Wir haben ja dieses wunderschöne Sortiermodell Mindset, Skillset, Toolset, Fieldset. In der Identitätsbildung als Resilienzcoach, welches Mindset, wenn wir jetzt damit anfangen würden, ist so für dich im Kern und hilft dir enorm bei – das muss auch nicht enorm sein – hilft dir bei deiner Arbeit als Resilienzcoach? [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] Das heißt, ich habe vergessen, wie Resilienz geht. Und dann ist meine Aufgabe, das Vergessen zu vergessen, also mich daran zu erinnern. Dann bin ich als Coach vom Mindset eher Erinnerungshelfer. Und das zweite Mindset ist, dass Problem erleben, Stress erleben und Krisen erleben erzeugt wird, weil Erleben immer durch die Fokussierung von Aufmerksamkeit erzeugt wird. Hypnosystemische Prämisse. Das heißt, meine Haltung ist, Menschen dabei zu unterstützen, dass sie nicht sagen, das ist so im Sinne von, es ist unveränderbar, sondern eher hin zu, ich erlebe das gerade so. Punkt. Und vielleicht, irgendwann, vielleicht auch jetzt, kann ich an diesem Erleben ein bisschen was verändern. Eine kleine Variante für einen Moment mal ein bisschen tiefer atmen, ein bisschen die Schultern hängen lassen, vielleicht einmal kurz entspannen. Und dann kann ich weiter stressen. Dann habe ich aber schon eine kleine Musterunterbrechung in ein bestehendes Muster vielleicht eingeführt und dem Interventionsbegriff nach, Intervention ist das Einfügen von Unterschieden in bestehende Muster, vielleicht schon meine erste kleine Intervention gesetzt. Das ist die Haltung. Resilienz ist da. [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] Ich sage, eine Seite sieht das so und eine andere Seite sieht das so, dann spüre ich, welche Seite ich im Prinzip bei der Entscheidungsfindung ein bisschen mehr berücksichtigen sollte. Und das ist einfach was, was mir dann sehr hilft. [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] Natürlich mit einer gewissen Varianz. Manchmal profitiert man mehr von 3,7 Sekunden ein oder auch 4,2. Ich habe da gerade einen Coach im Blick, der dann da ein Messprotokoll durchgeführt hat. Der dann morgens sich daran gearbeitet hat, immer 10 Minuten das gemacht und dann wieder ein bisschen verändert und wieder. Und dann so in 0,1 Sekunden Stellen, das habe ich dir noch gar nicht erzählt, der hat mir das letztens geschickt. [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] Und der andere ist jetzt so ein Traumklient in Bezug auf diese 4-6 Atmung. Von den Tools, die ich mit Klienten nutze, ist einmal, man würde das wahrscheinlich als soziales Panorama nach Lukas Derks beschreiben, dass ich so die inneren Seiten sortiere. Das ist ja auch an der Hypnosystemik so, dass man Seiten metaphorisch nach draußen tut. Das heißt, wenn ich absorbiert bin mit einer Seite, dass ich die für einen Moment nach draußen tue, damit ein bisschen Dissoziation herstelle, also eine Form von Unterscheidung. Und dann aber auch in die Verbindung gehe, mich mit der Seite unterhalte, die würdige Wertschätze, deren schönen Namen gebe. Das funktioniert nach wie vor super. Das gibt es in ganz vielen Modellen. Das heißt dann zum Teil, nach Schulz-Von Thun, Arbeit mit dem inneren Team, das kann man als mentale Form von Aufstellungsarbeit nehmen. Und das kann man auch als Teile-Anteile-Arbeit, Ego-State, was auch immer. Also alles, was innere Vielfalt abbildet. Und tatsächlich für die Arbeit mit Glaubenssätzen, Überzeugungen, kurbeln nach Dr. Michael Bohne. Wo man so eine kreisende Bewegung macht und dann so was sagt wie, auch wenn ich Punkt, Punkt, Punkt wieder gerade irgendwie perfektionistische Antreibermotive habe und dann entweder schätze und achte, liebe und akzeptiere ich mich, oder nach dem theatrischen Prinzip von Gabriele von Witzleben bleibe ich sicher und geborgen, bleibe ich verbunden oder gehe meinen eigenen Weg oder so, also grundbedürfnisorientiert dann damit umzugehen. Das heißt, diese Glaubenssatzarbeit, die flexibilisiert meine inneren Überzeugungen sehr, sehr effektiv. Das ist so das Toolset. [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] Ich hatte das letztens in einem Training, dann habe ich irgendwas gesagt mit jemandem, eine Wertearbeit gemacht. Und das war dann so ein kleiner Coaching-Moment, natürlich, wenn ich da jemanden in der Wertearbeit begleite. Und dann habe ich was gefragt und dann kamen mir auf einmal die Tränen. Und ich denke so, das ist ja interessant. Dann habe ich gesagt, irgendwie ist hier gerade Trauer im Raum. Und dann sagte die Dame nur so, ja, das ist meine. Und dann habe ich gesagt, das ist ja interessant. Also es geht gar nicht mehr um Wert Verletzung, Ärger, sondern es geht um Wert Verlust, Trauer. Manchmal darf auch der Trainer oder der Coach die Tränen der Klienten weinen. Ist im Preis mit drin. Das heißt, dieses sich berühren lassen ist etwas, wo natürlich in der Co-Regulation dann total viel passiert, weil das ist dann, es ist okay. Das ist so die emotionale Energie, mit der ich da reingehe. Und das heißt nicht, dass ich, das habe ich auch von Kollegen schon gehört, das finde ich dann ein bisschen krude so, wenn die dann sagen, ja, ich bringe garantiert jeden zum Heulen. Und ich so denke, ja, nee, das ist ja einfach. Sondern der Trauer, den Raum schenken, den sie vielleicht noch nie bekommen hat, das ist die bessere Formulierung. Aber sag ich mal, emotional resonanzfähig zu sein und gleichzeitig den Raum für den Prozess gut halten, das ist so das Fieldset, mit dem ich da reingehe. [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] [Sebastian Mauritz – Resilienz-PodcastNaja, ich glaube das ist tatsächlich, und ein Wort dafür habe ich von Raphael Kalisch bekommen, diese Positivbewertungsstil. Oder was heißt, ich habe es dadurch verstanden, was ich mache, weil natürlich ehre ich die Emotion, die da ist, dadurch dass ich sie fühle. Und wenn ich sie beim Namen nenne und das Bedürfnis formuliere, wenn ich sage, wow, also ich merke gerade hier eine Trauer und das berührt mich gerade sehr und vielleicht berührt das auch in mir einen Ort, wo noch sehr viel Trauer ist. Und dann zu sagen, hey, das darf sein, das ist okay. Und ich gehe dann, und das ist auch zum Beispiel das Schöne, entweder auch an der Hypnosystemik oder an Pep, wo man dann zusammen vielleicht eine Runde klopft oder zusammen eine Runde Problemlösungsgymnastik macht. Dann ehrt man die Emotion und transformiert sie gleichzeitig auf eine ressourcevolle Art und Weise. Und so lernt das eigene System natürlich auch, hey, wenn so eine Emotion da ist, dann wirkt die auch bei mir. Und Tom hat mal so schön gesagt, jeder Klient kommt auch zu deiner Heilung, Sebastian. Und das fand ich so schön. Und Gunther bestätigte das auch irgendwann mal, da habe ich ihn gefragt und gesagt, Gunther, so wie du Therapie hier machst oder Coaching oder Begleitung, Beratung, wie auch immer man es nennt, das ist doch das ideale Resilienztraining, oder? Und Gunther sagte, ja, er geht abends kraftvoller raus, als er reingeht. Man sollte sozusagen nur, wenn man mit einer Emotion sehr stark in Resonanz geht, die nicht versuchen wegzudrücken, sondern vielleicht auch mal zu gucken, was kann ich denn daraus für mich noch lernen, was darf denn in mir noch heilen. [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] Und aus einem ressourcenvollen Zustand heraus die andere Person mit der anderen Person fühlen und der anderen Person vielleicht dann auch mit den Wunsch geben, hey, möge sich das lösen, aber auch für mich in meinem eigenen Selbstmitgefühl dann eventuell dann auch sogar zu betrachten. Und ich nehme das jetzt an und möge sich auch bei mir lösen. Ja, das ist total, total schön und spannend, dieses Feedback. Und meine Anschlussfrage wäre gewesen, aber ich glaube, das hast du schon eventuell beantwortet, weil ich habe ja ausgangs gefragt, mit welcher Emotion oder mit welcher emotionalen Energie gehst du rein? Und eine Anschlussfrage wäre gewesen, mit welcher emotionalen Energie gehst du rein, um etwas Positives bei deinem Klienten auch zu erzeugen, also genau positive Resonanz dann entsprechend, also sozusagen auch als Beispiel eine Offenheit, um dann auch eine Offenheit zu erzeugen? Oder ist es dieses Thema emotionale Offenheit also als Beispiel, mit der du schon reingehst, damit dann auch dein Gegenüber in diese positive Spiegelung geht? Weil auch da zählt ja für uns, was auch immer du tust, tust du aus einem guten Zustand heraus, hat mein sehr weiser Mann mit den Initialen in SM gesagt, Sebastian Mauritz. Und das gilt ja vor allen Dingen auch fürs Coaching, weil ich dadurch natürlich auch bestimmte Resonanzen dann habe. Ist deine Antwort dann eine andere? [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] Das ist übergriffig. Ja, definitiv. Wer sagt denn, dass nicht genau das der wesentliche Schritt zur Haltung ist? Man muss das als Coach schon auch halten können. Und auch da, Coaching ohne Selbsterfahrung, ohne eigenes Coaching ist ungünstig. [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] Hier geht´s zum Resilienz-Podcast: www.rethinking-resilience.com
Wir sind mal wieder im Denkraum. Was passiert hier? Wir sprechen über Resilienz und ich begrüße dich ganz herzlich, mein lieber Ruben. Schön, dich wieder heute hier zu sehen, zu hören und mit dir diesen Raum zu öffnen, zu betreten und zu erkunden.
Und ich begrüße dich ganz herzlich vom tiefsten Herzen zurück, lieber Sebastian. Was für eine schöne Einführung wie immer.
Ja, wir haben ja viel immer darüber diskutiert, was hier für die Zuhörenden nützlich sein könnte. Und du sagtest beim letzten Mal so, also wir könnten ja mal was zur Resilienzcoaching machen. Und oftmals liegen ja die Dinge, über die wir so sprechen, liegen eigentlich so sehr nahe und sind dann aber doch irgendwie nicht so auf dem Radar. Und das fand ich total gut, weil dann habe ich so angefangen, mir darüber nachgedacht, so Gedanken zu machen und nachzudenken und dachte nur so, ja spannend, was mache ich eigentlich im Coaching? Eigentlich auch in jedem Coaching, was man unter dem Bild der Resilienz, der Resilienzstärkung, Reflexion, Kompetenzstärkung im Besonderen sehen könnte. Und dann habe ich da so ein bisschen weitergedacht, dachte, das ist cool, da freue ich mich.
Also professionell seit 2016. Und genau davor, so bin ich zum Coaching gekommen, weil ich gedacht habe, eigentlich mache ich gefühlt genau das, ich war immer der, der zugehört hat und versucht hat, den Selbstwert und die Kompetenzen und die Stärken aus den Menschen herauszukitzeln, schon in der Schule. Und im Wirtschaftspsychologiestudium hatte ich dann ein Wahlmodul Businesscoaching. Das fand ich sehr spannend. Im Nachhinein habe ich gemerkt, wie viele Coachingmythen und Körpersprachemythen gelehrt wurden. Dennoch fand ich das super.
Spannend. Also da fällt mir gerade so ein, wenn du das so sagst, mit diesen Mythen. Ich war mal auf dem Kongress. Da waren so ungefähr 250, 300 Coaches im Publikum und Professor Rolf Arnold hat die Keynote gehalten. Bei dem habe ich später dann auch systemische Beratung auf Master studiert in Kaiserslautern. Kann ich sehr empfehlen. Neben dem Arbeitsleben habe ich das damals gemacht. Na ja und auf jeden Fall sagte der dann, also eine Sache müsste er uns ja mal sagen, so als Coaches. So und das war, wann war das? 2013 oder 14. Ich war sehr stolz damals auf meine ganzen Coaching Ausbildungen. Da wissen sie, die ersten drei bis fünf Sitzungen, da ist es völlig egal, ob sie mit Heilsteinen auflegen, einfach irgendwelche kruden Sachen machen oder ob sie ein gutes fundiertes Coaching machen.
Also was extrem hilft, merke ich jetzt vor allen Dingen im Business-Kontext. Wir reden ja sehr viel über auch Business-Kontext, Business-Coaching und ich habe ganz viele Querverbindungen von, ich gebe ein Resilienztraining und danach kommen die Führungskräfte dann auch ins Coaching dann entsprechend rein, weil sie merken, hey, ich habe noch für mich individuelle Themen und ich gehe da rein und genau das Element, was du gesagt hast, dieses Arbeitsbündnis, was da ist, du hast jemanden, der zuhört, der eine Klarheit gibt, der sortiert, also das Grundbedürfnis nach Orientierung und Kontrolle, was erfüllt ist, dadurch, dass eine andere Person mit im Raum ist, hilft wirklich ungemein. Das heißt nicht in dem Sinne nur eine Art Gesprächstherapie zu machen, wenn ich arbeite, dann arbeite ich auch viel mit Emotionen und dann auch viel mit dem Körper, dann entsprechend, um die Emotionen regulieren zu können.
Ich glaube, das ist auch so das größte Problem, oder? Dass die Menschen so das Gefühl haben, ich bin nicht okay. Also auf so einer ganz tiefen, grundlegenden Ebene der, wie sagt man, der Identität. Also ich bin falsch, ich bin nicht okay. Und natürlich dieses sich selbst in Frage stellen, die Phänomene, die man bei sich im Körper und im Denken fühlen und dann auch Handeln natürlich bemerkt, das macht Leute ja fertig. Und du siehst von außen nichts, aber innerlich geht es halt mit jedem Atemzug bergab.
Also ich habe das Gefühl, dass ich, und vielleicht zahlst du das Gefühl ja, dass ich hauptsächlich Kompetenzamnesien coache dann in dem Sinne. Also eigentlich können sie es alle. Aber irgendwie haben sie es vergessen und muss sich wieder daran erinnern. Also das habe ich manchmal das Gefühl, dass es sehr in diesen Bereich geht. Aber wahrscheinlich, weil ich halt dieses Thema emotionale Blockaden so sehr anziehe.
Ja, das ist garantiert eine Form von Wahrnehmungsfilter oder von Fokussierung. Ich kann das gut nachhören, weil meine Idee dazu ist natürlich immer die, auch der vier Arten der individuellen Resilienz als Sortierschema zu nehmen. Und da haben wir einmal die mentale Resilienz mit Problemlösung, Lernen, Wachstum. Wir haben die emotionale Resilienz mit Emotionswissen und Emotionsregulation. Und dann haben wir noch die seelische Resilienz mit so Vertrauen, Sinn, Sein, Intuition, die eher ja auch so für den Kontext Krisen relevant ist. Und wir haben den Körper, die körperliche Resilienz.
Spannend. Und wenn du jetzt, und das ist eine Frage, die ich mir eigentlich schon im Vorhinein gestellt habe, wie du die für dich beantwortest, weil wenn wir Resilienz coachen, dann sind wir in einer bestimmten Rolle und du bildest ja sowohl Resilienzcoaches aus, als auch Resilienztrainerinnen und Trainer. Wie differenzierst du diese Rollen und was ist so das Hauptaugenmerk beim Thema Coaching und was ist das Thema bei Training, wenn es jetzt um das übergeordnete Thema der Resilienz geht?
Die Unterscheidung, also wenn wir mit dem unterscheidenden Auge Coach und Trainer schauen und ich schaue gleich auch nochmal mit dem verbindenden Auge drauf. Das unterscheidende Auge, meine Kurzfassung ist immer eins zu eins, eins zu viele. Das ist ganz banal. Das stimmt aber so auch eigentlich nicht, weil du natürlich auch ein eins zu eins Resilienztraining machen kannst und dann ins Coaching gehst. Ich glaube, dass gerade in Bezug auf dieses Resilienzstärkung, es schon so wie ich oder wie wir, muss man ja sagen, Resilienz trainieren, schon auch das Training eher in die Nähe des Coachings gerutscht ist, weil wir schon auch darauf Wert legen, eine entsprechende Auftragsklärung zu machen. Und ich stelle ja dann immer diese, wie soll ich sagen, leicht verpönte oder auch böse Frage mit, was ist dein Problem?
Finde ich total spannend. Also ich danke auch für die komplexe Antwort, weil ich mich so richtig simplifiziert. Ich hatte auch damals in einer Ausbildung, die ich gegeben habe, auf einer Folie wollte ich das mal so runterbrechen, was das dann ist und dann stand da sowas wie ein Trainer trainiert Fähigkeiten, Fertigkeiten dann in dem Sinne.
Genau, ich würde auch eher sagen beide Rollen, weil das ja nicht nur der Skill ist. Wenn Coaching oder Training auf Tools reduziert wird, hat Matthias Ohler, der Chef vom Carl-Auer-Verlag, ja mal dieses schöne Wort „Tooligen“ gesagt, dann wird es halt auch irgendwie ein bisschen eine leere Nummer. Richtig. Und ich habe jetzt in den letzten Monaten auch immer wieder Kontakt zu psychologischen Psychotherapeuten gehabt, die auch in ganz klassischen Psychotherapie-Verfahren unterwegs sind. Ich habe viel auch Kontakt in verschiedenste Coaching-Bereiche jetzt wieder gehabt, über Kongresse, über offene Foren und für alle, die die zuhören. Das ist ja eine Perspektive und das ist nicht unbedingt die landläufig verbreitetste.
Aber es ging um emotionale Resilienz, also war es einfach genau drin.
Aber du kannst ja den Leuten dann auch nicht sagen, das ist mehr dein Thema als mein Thema. Aber das ist okay. Wir leben da Auszillation. Und das finde ich einfach nicht günstig, weil es eine Submission beinhaltet. Und wer sagt denn, dass auch die schwierigsten Themen nicht mit dieser einen Erkenntnis sofort anders sein könnten, daraus abzuleiten, dass man so ein One-Shot-Wonder wird und macht und sagt, du musst nur Punkt, Punkt, Punkt.
Mindset ist alles.
Ja, das ist ungünstig. Du musst nur Dankbarkeitstage buchen. Glückwunsch an alle Instagram-Coaches, die mit so einem komplexitätsreduzierten Mist irgendwie die Leute da nerven.
Und eine neue Studie, die vor kurzem erst rausgekommen ist, hat sogar gezeigt, dass Dankbarkeitstagebuch nicht mal die effektivste Dankbarkeitsübung ist.
Aber nicht welche.
Nä.
Ja, und das ist so spannend. Das sind dann diese nicht wissenschaftlich fundierten Dinge. Und das mag auch für denjenigen sehr, sehr hilfreich gewesen sein. Ich möchte das gar nicht in Abrede stellen. Und der Mensch an sich ist ein so komplexes Wesen, dass man es einfach nicht weiß. Und deswegen finde ich auch diesen Satz von Milton Erickson so schön, der dann so als Coaching-Haltung angeboten hat.
Und apropos Rahmung. Und wenn wir jetzt auch über die Identität des Coaches sprechen oder Resilienzcoaches sprechen, auch vorher in Differenzierung zum Trainer und Unterscheidendes Auge, Verbindendes Auge. Ich würde gerne eine Sache an der Stelle gerne nochmal sortieren, einfach weil ich glaube, dass es ganz spannend ist für alle Menschen da draußen und natürlich auch aus Eigennützigkeit, weil ich es für mich spannend finde.
Was mir enorm hilft, ist die Kompetenzunterstellung an meinen Klienten, dass die Resilienz da ist. Und die Haltung, da ist Resilienz da. Und entweder, wie du es vorhin so schön gesagt hast, ist da eine gewisse Kompetenzamnesie gerade.
Super. Klasse. Skillset. Was ist für dich, weil du hast extrem viele Coachingschulen kennengelernt, hast extrem viele Ausbildungen gemacht, bildest jetzt Coaches aus. Welchen Skill im Kern?
Also, dass ich, wenn ich merke, ich habe eine Zwickmühle, also sprich, irgendeine Form von Dissonanz erleben, könnte das auch als Konflikt beschreiben. Hin und her gerissen sein, zwischen den Stühlen sitzen, zwei Herzen in der Brust schlagen haben oder mehr. In dem Moment dann zu sagen, du, ich habe eine Zwickmühle. Eine Seite von mir sieht das so und eine andere sieht das so.
Ist das sowas wie eine Rollenklarheit dann auch zu haben oder ist es einfach diese Fähigkeit, diese Rollen oder diese Zwickmühlen einfach zu kommunizieren?
Naja, es gibt natürlich für mich auch Orientierung. Es hilft auch bei der Kontrolle, weil diese Vermischung dann aufhört und eher eine Unterscheidung einzieht. Und oftmals über das Aussprechen, über das Sequenzieren verschiedener innerer Strebungen merke ich, welche der Seiten gerade eigentlich schon die größte Resonanz in Bezug auf meine innere Kongruenz, also meinen Weg halt hat.
Wunderbar. Toolset. Was ist so dein Coaching-Tool schlechthin? Was du unabhängig vom Prozess vielleicht oder was dir dein Klient oder deine Klientin vorher erzählt hast, weil du passt es ja immer ans Thema an, das dein Klient oder deine Klientin mitbringt, deine Intervention. Welches Tool?
Ich muss mich leider auf drei Tools. Da habe ich gerade eine brutale Zwickmühle.
Scheiße, deine Großzügigkeit jetzt hier an der Stelle. Will ich nicht. Ich wollte eins haben, kein Set. Doch, es ist das Toolset, deswegen gerne.
Ja, genau. Also ich sage mal so, die, und da kann ich auch wieder nur auf unseren Podcast verweisen mit Sylvain Laborde, die 4 Sekunden, nein, 6 Sekunden Ausatmung, die ist für mich als tägliche Praxis einfach, das ist wie Zähneputzen. Das machst du auch nicht, wenn der Atem schlecht ist, das machst du immer, damit der Atem gut bleibt. Und genau deswegen Universal-Tool machen, nicht diskutieren, Klappe halten. Das ist mal so der Ansagemodus für Coaches. Und das sollte man aus meiner Sicht Klientinnen und Klienten auch mit nach Hause geben.
Da habe ich ein geiles Protokoll für ihn, was er nutzen kann, um seine optimale Atemfrequenz rauszufinden von Sylvain, super.
Nehmen sie die Supplemente, machen sie das für ihren Darm. Hat er alles umgesetzt, hat einen traumhaften Vitamin D Spiegel und ist einfach top gesund. Transferwunder. Ja, und das ist so, ach, und dann sage ich ja mal, wenn sie unklar sind, Fragen sind, dann fragt der und ist ein ganz charmanter Mensch mit einer Familie und wirklich traumhaft so. Und es funktioniert, wo ich immer denke, hey, ja, vertrauen Sie mir, das funktioniert, das ist super. Der hat sozusagen dieses Thema körperliche Resilienz, ist das für mich so ein Traumklient.
Wunderbar. Also für Emotionsregulation hast du die Resonanzatmung, für so ein Sortierschema dann für dich dieses Thema der Aufstellungen und so weiter. Und das dritte war jetzt, hilf mir nochmal?
Kurbeln.
Kurbeln, genau. Kurbeln für das Thema Glaubenssatzarbeit.
Genau, das ist so die Brücke mental, emotional.
Ja, wunderbar. Klasse. Ja, vielen Dank. Sehr gut. Und dann Feelset. Und das will ich auf eine ganz spezielle Art und Weise stellen, diese Frage, weil mich das wirklich hier an der Stelle interessiert. Mit welcher emotionalen Energie gehst du ins Coaching rein? Das sehe ich so fürs Thema Resilienzcoaching, Feelset. Mit welcher emotionalen Energie gehst du rein? Ich stelle noch eine Anschlussfrage, weil die eventuell nochmal vielleicht eine andere Antwort gibt, aber die stelle ich erst danach.
Stephen Gilligan hat mal ein Mantra gesagt, was er als Antwort von Milton Erickson entsprechend bekommen hat. Das war nämlich so eine ähnliche Frage, die er ihm gestellt hat. Und es ist die emotionale Energie, die aus „touch me, teach me“, also berühre mich mit deiner Emotionalität. Also das ist, würde ich sagen, die Bereitschaft für eine emotionale Resonanz. Und teach me ist das Interesse an der Klientinnen-Klienten-Welt. Also eine Verbindung aus Lust in die Resonanz zu gehen, auch eine gewisse Vorfreude, aber eine Vorfreude im Sinne von alles darf sein.
Das ist total spannend, weil ich würde jetzt zum Beispiel denken, auch wenn ich jetzt mich so öffne, um mich berühren zu lassen, auch von den Emotionen des Anderen, da habe ich direkt das Thema
Compassion Fatigue, also dieses Thema der Empathiemüdigkeit im Kopf. Und du, und deswegen Frage an dich, auch für alle Coaches da draußen, die dann vielleicht das dann auch mitnehmen dann für sich, was ist denn der ressourcenvolle Zustand, auch emotional ressourcenvolle Zustand, der dir dabei hilft, sowohl dich berühren zu lassen, als auch das dann loslassen zu können oder rausfließen lassen zu können oder was auch immer das Ritual ist. Um das dann nicht mitzunehmen, sodass du dich, um das jetzt mal vereinfacht zu sagen, anstecken zu lassen von der unangenehmen Emotion, sodass sie zu deiner dann auch wird.
Ja, wunderbar. Und das ist dann, und du sagst es gerade so schön, wie Gunther es meinte, ein sehr ressourcenvoller Zustand, mit dem du dann rausgehst. Du schöpfst eher Kraft daraus, so wie die Differenzierung gemacht wird von der affektiven Empathie, ich fühle, was du fühlst, zu Mitgefühl, was ja der oder einer der ressourcenvollen, emotional ressourcenvollen Zustände ist, die wir dann auch gehen können.
Das heißt, die Frage ist immer, wofür könnte denn das mal gut gewesen sein? Sagen, ach, das ist ja interessant. Ach Mensch, was man alles machen kann, wenn man, ach ja, okay, interessant, spannend. Und manchmal höre ich einfach auch nur zu und bin einfach nur Zeuge mit einfach nur einer sehr großen Präsenz und sage, ja. Und auch sowas passiert im Leben. Und danke, dass Sie das mit mir geteilt haben, das ehrt mich. Also ich glaube, ich würdige und wertschätze erstmal und mache, ich bin nie in der Idee, ich muss was machen, sondern das ist dann eher auch wieder die Verbindung mit der Haltung, der Würdigung und Wertschätzung. Und immer natürlich dann auch mit der Frage verbunden, darf ich Ihnen dazu mal meine Sichtweise anbieten? Dann haben Sie schon mal zwei. Dann haben Sie Ihre, dann haben Sie meine und dann können Sie schon mal ein bisschen oszillieren. Und von da aus geht es dann weiter.
Spannend. Das hört sich so an, wenn wir jetzt auch im Kontext des Fieldsets und emotionaler Resilienz die drei Formen des Glücks haben. Du bist vor allen Dingen in einem Seinsglück. Ja. Weil du hast ja gerade auch gesagt, ich muss nichts tun. Also dass Sie es wollen nicht, im Sinne von, ey, das muss jetzt sein, mein Klient muss jetzt auf die Pluszehn kommen. Ja? Ja.
Da hast du auch noch eine Story zu, ne? Das ist ein Beständnis, was ich mal von einer Kollegin aus dem Wingwave-Bereich gehört habe. Das finde ich ungünstig, gerade wenn es um Trauer geht. Sondern manchmal ist auch nur Begleitetes sich schlecht fühlen. Aber dann ist es Begleitetes sich schlecht fühlen. Es ist meistens mehr. Aber das würde mir schon sozusagen von einer Würdigung und Wertschätzung des Leids, würde mir schon reichen. Und wenn es für den Klienten okay ist, dann lassen wir das da so. Dann presse ich da nicht noch, oh, lassen wir uns nochmal was machen, turn that frown upside down.
Definitiv. Deswegen war die Frage nach genau, was ist der ressourcenvolle Zustand, in den du reingehst, damit dies dann auch entsprechend funktioniert?
Zentriert bei mir und einfach Lust auf menschliche Begegnung, Lust auf Resonanz und einfach auch sozusagen dieses, ich bin hier, ich öffne hier einen Raum und lassen sie es doch mal schauen, was sich zeigt in diesem Raum. Und dann so ein bisschen absichtslos und natürlich immer mit der Idee, ihnen soll es hier gut gehen, ich bin ihnen hier zu Diensten, wobei kann ich sie unterstützen? Was kann ich ihnen anbieten? Also eher eine auch so ein bisschen demütig anbietende Haltung, anstatt von oben, jetzt müssen wir was machen. Weil damit erzeugst du nur wieder eine andere Form von Druck und dann Lust auf Muster, Neugier für Momente, wo Kontakt mit Ressourcen sind und immer mit dem Zutrauen, dass auch das vorbeigeht und Menschen dafür gemacht sind, schon eigentlich auch gesund zu sein. Das ist so meine Grundhaltung.
Ein wunderschönes Schlusswort da an der Stelle. Und da haben wir die Sets dann auch durch in der Identität des Resilienz-Coaches aus deiner Sicht und deiner jahrelangen Erfahrung und dem theoretischen Wissen, was du auch aufgebaut hast.
Danke mein Lieber. Es war mir eine Freude zu beobachten, was mal wieder in diesem Raum hier emergiert ist aus den Tiefen unserer Erfahrungsschätze. Herzlichen Dank. Danke auch dir. In diesem Sinne, möge die Resilienz mit Ihnen sein und noch einen schönen Sommer. Tschüss.
Alle Folgen finden Sie hier:
Titelmusik und Mischung: Lars Deutsch www.larsdeutsch.net
Design: Katharina Krekeler www.hejro.de
Ruben Langwara ist Wirtschaftspsychologe, Resilienz-Lehrtrainer & -Coach sowie Experte für Emotionen und deren Wirkung auf Gesundheit und Wohlbefinden. Er ist mit der Resilienz-Akademie Göttingen als Projektpartner für emotionale Resilienz tätig. Sein Fachbuch zu diesem Thema „Die Kraft unserer Emotionen“ erschien 2022 im Junfermann-Verlag. Er ist Mitinitiator des Resilienz-Podcasts Rethinking Resilience (www.Rethinking-Resilience.com).

Sebastian Mauritz, M.A. Systemische Beratung, ist einer der führenden Resilienzexperten Deutschlands. Er ist 5-facher Fachbuchautor, Keynote-Speaker, Resilienz-Lehrtrainer, Systemischer Coach, war und ist Vorstand in vielen Coach- und Trainer-Verbänden und Unternehmer. Seine Schwerpunkte liegen im Bereich individuelle Resilienz und Prosilienz®, resilienter Führung und Teamresilienz. Er ist Initiator des jährlichen Resilienz-Online-Kongresses, in dessen Rahmen er sich bereits mit über 240 weiteren Resilienzexpert:innen aus verschiedenen Disziplinen ausgetauscht hat (www.Resilienz-Kongress.de) sowie des Resilienz-Podcasts Rethinking Resilience (www.Rethinking-Resilience.com).