Entdecken Sie den Denkraum von Sebastian Mauritz und Ruben Langwara, um Ihre eigene Widerstandsfähigkeit zu stärken und Ihr Verständnis von Resilienz zu erweitern! Tauchen Sie ein in eine inspirierende Lernumgebung, die Ihnen dabei hilft, Ihre Resilienzfähigkeiten zu entwickeln und zu festigen. Profitieren Sie von den Erfahrungen und dem Wissen der Experten und bereiten Sie sich optimal auf die Herausforderungen des Lebens vor.
HIER erhalten Sie nähere Informationen und einen Überblick über alle Folgen! In dem folgenden Artikel haben wir die Folge 58 für Sie zusammengestellt.
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In den „Shownotes“ zur jeweiligen Ausgabe finden Sie eine kurze Inhaltsangabe, Links und weiterführende Informationen. Viel Freude beim Eintreten in den gemeinsamen Denkraum und Erforschen Ihrer Resilienz.
Folge 58: Resilient Guest: Prof. Dr. Eva Asselmann

Das Gefühl von „Too Much“ ist längst kein individuelles Randphänomen mehr, sondern ein weit verbreitetes Erleben unserer Zeit. In der Podcast-Folge mit Prof. Dr. Eva Asselmann wird deutlich: Viele Menschen fühlen sich überfordert, erschöpft und gleichzeitig verantwortlich für diesen Zustand. Doch genau hier setzt ein zentraler Perspektivwechsel an: Dieses Gefühl ist häufig kein persönliches Versagen, sondern Ausdruck struktureller und gesellschaftlicher Entwicklungen.
Eva beschreibt „Too Much“ als Gefühl moderner Überforderung: Tempo, Reizflut, soziale Vergleiche, Nachrichten und technologische Entwicklungen erzeugen einen dauernden Strom an Eindrücken, Erwartungen und Möglichkeiten. Was nach Freiheit klingt, kann Entscheidungsdruck, Unsicherheit und das Gefühl verstärken, nicht zu genügen. Viele Menschen reagieren darauf mit einem Kontrollreflex: mehr planen, mehr Informationen sammeln, perfekter werden wollen. Doch genau das kann dazu führen, dass wir uns verhaken, unflexibel werden und noch tiefer in die Überforderung geraten.
Der Ausweg liegt laut Eva im bewussten Innehalten, Loslassen und Priorisieren. Kleine Schritte helfen dabei: atmen, sich über Sinneswahrnehmungen ins Hier und Jetzt holen, Gedanken aufschreiben und unterscheiden, was wirklich wichtig ist. Auch Selbstwirksamkeit spielt eine zentrale Rolle. Wer eine kleine konkrete Aufgabe erledigt, erlebt: Ich bin handlungsfähig. Persönliche Eigenschaften, Perfektionismus und der Umgang mit Fehlern beeinflussen zusätzlich, wie stark „Too Much“ erlebt wird.
Am Ende geht es um die Frage, wie ein Leben gelingen kann, das nicht nur fordert, sondern auch erfüllt. Dafür hilft es, eigene Werte zu erkennen und den Alltag Schritt für Schritt daran auszurichten.
Warum ist das Gefühl von „Too Much“ heute so präsent?
Das Gefühl von Überforderung entsteht nicht zufällig. Es ist eng verknüpft mit den Bedingungen, unter denen wir heute leben. Unsere Welt ist schneller, komplexer und vielschichtiger geworden. Technologische Entwicklungen, soziale Medien und permanente Erreichbarkeit führen dazu, dass wir mit einer Vielzahl von Reizen gleichzeitig konfrontiert sind. Diese Reizflut bleibt nicht ohne Wirkung. Sie beeinflusst, wie wir denken, fühlen und handeln. Besonders deutlich wird das in der ständigen Vergleichbarkeit mit anderen. Durch soziale Medien sehen wir permanent, was andere erreichen, besitzen oder erleben. Daraus kann schnell das Gefühl entstehen, selbst nicht genug zu sein.
Gleichzeitig sind unsere Lebenswege heute offener als früher. Während frühere Generationen oft klar vorgezeichnete Rollen hatten, stehen uns heute unzählige Möglichkeiten offen. Diese Freiheit bringt jedoch auch Unsicherheit mit sich. Denn jede Entscheidung bedeutet gleichzeitig, viele andere Möglichkeiten auszuschließen. Diese Kombination aus hoher Komplexität und großer Unsicherheit kann dazu führen, dass Menschen sich orientierungslos fühlen. Das Bedürfnis nach Kontrolle wächst – doch genau diese Kontrolle lässt sich in einer komplexen Welt oft nicht vollständig herstellen.
Ein weiterer Faktor ist die gesellschaftliche Bewertung von Leistung und Belastung. Überforderung wird teilweise als Zeichen von Engagement interpretiert. Wer viel leistet und an seine Grenzen geht, gilt als engagiert. Gleichzeitig werden andere Formen von Belastung, wie etwa depressive Zustände, oft weniger positiv bewertet. All diese Faktoren tragen dazu bei, dass das Gefühl von „Too Much“ nicht nur individuell, sondern auch gesellschaftlich verankert ist.
Was steckt psychologisch hinter dem „Too Much“?
Im Kern beschreibt „Too Much“ ein Ungleichgewicht zwischen Anforderungen und Bewältigungsmöglichkeiten. Wenn die Anforderungen als zu hoch erlebt werden, entsteht Stress. Ein zentraler Mechanismus ist dabei das subjektive Erleben. Nicht nur die tatsächlichen Anforderungen spielen eine Rolle, sondern auch, wie wir sie interpretieren. Zwei Menschen können in derselben Situation unterschiedlich reagieren – je nachdem, wie sie die Situation bewerten.
Hinzu kommt das Bedürfnis nach Kontrolle. Wenn Menschen das Gefühl haben, die Kontrolle zu verlieren, reagieren sie oft mit verstärkten Kontrollversuchen. Diese können jedoch kontraproduktiv sein, wenn sie zu Starrheit und Überforderung führen. Auch kognitive Prozesse wie Grübeln spielen eine wichtige Rolle. Wenn Menschen sich gedanklich ständig mit Problemen, Sorgen oder negativen Nachrichten beschäftigen, verstärkt das das Gefühl der Ohnmacht. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die probabilistische Natur psychologischer Zusammenhänge. Das bedeutet, dass es keine einfachen Ursache-Wirkungs-Beziehungen gibt. Vielmehr handelt es sich um Wahrscheinlichkeiten und Wechselwirkungen.
Wie können wir mit dem „Too Much“ umgehen?
Der Umgang mit Überforderung beginnt oft mit einem Innehalten. Schon wenige Sekunden bewusstes Atmen oder das Wahrnehmen der eigenen Umgebung können helfen, wieder ins Hier und Jetzt zurückzukehren. Ein weiterer wichtiger Schritt ist das Externalisieren von Gedanken. Indem wir To-Dos und Gedanken aufschreiben, entlasten wir unser Arbeitsgedächtnis und schaffen Klarheit.
Priorisierung ist dabei ein zentraler Schlüssel. Nicht alles ist gleich wichtig. Durch eine bewusste Einteilung von Aufgaben können wir den Fokus auf das Wesentliche lenken. Auch kleine Handlungsschritte sind entscheidend. Anstatt sich von großen Aufgaben überwältigen zu lassen, hilft es, mit kleinen, konkreten Schritten zu beginnen. Diese schaffen Erfolgserlebnisse und stärken die Selbstwirksamkeit.
Akzeptanz spielt ebenfalls eine zentrale Rolle. Dabei geht es nicht darum, alles gutzuheißen, sondern anzuerkennen, was gerade ist. Diese Haltung schafft die Grundlage für Veränderung.
Wozu lohnt sich dieser neue Umgang?
Ein bewusster Umgang mit dem Erleben von „Too Much“ ermöglicht es, handlungsfähig zu bleiben – auch in einer komplexen Welt. Statt sich in Überforderung zu verlieren, können wir lernen, flexibel mit Anforderungen umzugehen.
Langfristig geht es jedoch um mehr als nur Stressbewältigung. Es geht darum, ein Leben zu gestalten, das nicht nur von Anforderungen geprägt ist, sondern auch von Sinn und Erfüllung. Indem wir uns mit unseren eigenen Werten auseinandersetzen, können wir Orientierung finden. Werte wirken wie ein Kompass, der uns hilft, Entscheidungen zu treffen und Prioritäten zu setzen. Ein besonders kraftvoller Ansatz ist es, das Leben aus einer rückblickenden Perspektive zu betrachten. Die Frage, was am Ende wirklich zählen soll, kann helfen, den Alltag bewusster zu gestalten.
So entsteht Schritt für Schritt ein Leben, das nicht nur „zu viel“ ist, sondern vor allem eines: stimmig.
Transkript der Folge 58
Hier finden Sie das vollständige Transkript der Folge:
[Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] Ich habe alle drei Bücher „Easy Relax“, „Woran wir wachsen“ und“ Too Much“, gelesen. Ich liebe die Bücher, ich schätze dich als Menschen und ich sehe dich momentan irgendwie immer auf Insta und im Fernsehen und ich freue mich so, dass du bei uns bist. Und genauso freue ich mich natürlich auch immer über Ruben, der noch nicht so viele Bücher geschrieben hat, der es aber auch hätte können und auch ins Fernsehen gehören würde. Und hallo an euch beiden, hallo liebe Eva, hallo lieber Ruben. [Eva Asselmann – Resilienz-Podcast] [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] Und wie kam es dazu? Wieso macht dir das Spaß? Also es macht dir Spaß, das kann ich sehen. Wie kommt es dazu? [Eva Asselmann – Resilienz-Podcast] Ich finde das cool, zum Beispiel an einem Fernsehset zu sein, die Leute kennenzulernen, überall mal so reinzuschnuppern, auch Buchbranche, wie läuft das eigentlich so. Dann schreibe ich mega gerne Texte. Und wissenschaftlich zu schreiben ist natürlich eher sachlich orientiert. Und wenn du so ein populärwissenschaftliches Buch schreibst, da kannst du dich halt austoben mit Anekdoten, mit Figuren, mit persönlichen biografischen Elementen. Du kannst das emotional gestalten. Da kann ich so richtig eintauchen von morgens bis abends in so einen Text und merke wirklich, das ist etwas, was mich von der Tätigkeit her, ich bin da so im Flow, es erfüllt mich total. Ich mache auch gerne Wissenschaftskommunikation, zum Beispiel so einen Podcast wie jetzt, da habe ich auch total Lust drauf. Und ich erlebe das vor allen Dingen als unheimlich sinnstiftend und wichtig, dass wir psychologisches Wissen in die Welt tragen. Denn ich bin der Ansicht, dass psychologische Kompetenzen eine Schlüsselfunktion spielen in unserer Gesellschaft. Wir brauchen das nicht nur für unser individuelles Wohlbefinden, sondern auch als Kit für die Gesellschaft. Denn wenn immer mehr Menschen sich überfordert und abgehängt fühlen, dann werden zum Beispiel auch populistische Narrative immer attraktiver, die Polarisierung nimmt zu. Und das ist eine Gefahr, nicht nur für Einzelne, sondern für uns alle. Deswegen glaube ich, dass Resilienz, Wohlbefinden, psychologische Skills heute relevanter sind als je zuvor. [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] Wie schaffst du dann diese Oszillation zwischen diesen beiden Welten? [Eva Asselmann – Resilienz-Podcast] Und in so einem Anwendungskontext geht es jetzt auch nicht darum, einen maximal objektiven Überblick zu geben über den Stand des Faches. Ich glaube, da würde man niemanden mitreißen. In der Psychologie ist es so, dass wir seit Jahren in der Replikationskrise sind. Sprich kaum ein Befund in der Wissenschaft hat so wirklich Substanz oder ist immer wieder reproduzierbar. Also du hast ganz, ganz viele Studien und die finden alles etwas Unterschiedliches raus. Und da gibt es sehr viele Uneindeutigkeiten. Da kann ich jetzt natürlich in so einem Podcast oder auch im Fernsehen nicht im Detail auf jedes einzelne Tüpfelchen eingehen. Das ist dann so ein bisschen einfacher, abstrakter. Und da geht es mir vor allen Dingen darum, es greifbar zu machen, aber nicht verfälscht. Weil ich bin der Ansicht, man kann Dinge einfach kommunizieren, ohne dass es falsch ist. Und ganz wichtig ist immer, dass man nicht so Pauschalaussagen machen wie, das ist immer so oder wir alle verhalten uns so. Weil in der Psychologie sind das auch immer nur probabilistische Zusammenhänge. Sprich, wir sprechen immer über Wahrscheinlichkeitsaussagen. Und das trifft nie auf jeden Menschen in jeder einzelnen Situation und Lebenslage zu. [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] Und wenn ich dir jetzt gerade so zugehört habe, dann wäre das wahrscheinlich nicht die richtige Art und Weise, das auf diese Art zu framen. Deswegen mal auch von dir, die diese beiden Welten miteinander verbindet. Was hältst du und was nutzt du für Phrasen, die da besser sind und die das einfacher, also wenn ich das dann einfacher erkläre, aber dann auch entsprechend mit so einem wissenschaftlichen Fokus mit reinbringt? Also wo bist du als Praktikerin wertgeschätzt mit und wo bist du als Wissenschaftlerin wertgeschätzt mit? Also mit welcher Art Framing? [Eva Asselmann – Resilienz-Podcast] Die können das aber nie kristallklar beweisen, dass das immer so ist. Und nach Möglichkeit verdeutlicht man das durch Wordings, zum Beispiel oft und häufig sind so Begriffe. Wenn wir gestresst sind, machen wir oft das und das. Das verdeutlicht, dass es nicht immer in jeder Situation ist, sondern eben häufig. Die Wahrscheinlichkeit, dass man so zu verhalten ist, ist größer. Und man könnte zum Beispiel sagen, statt die Wissenschaft hat bewiesen, Studien zeigen das. So würde man zumindest schon mal unterstreichen, dass es einzelne Studien gibt, die das auch so stützen. [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] [Eva Asselmann – Resilienz-Podcast] [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] Das wäre jetzt noch so das, wo ich so gerade dachte, hast du da auch viel mit dieser Erklärung, also du bist ja auch in der Lehre, glaube ich, auch tätig, nehme ich mal an. Also ist das für Menschen anders? Wie erklärst du Menschen diesen Unterschied? Weil der natürlich ein Grundlebensunterschied ist, den man sich irgendwann mal klar gemacht haben sollte. [Eva Asselmann – Resilienz-Podcast] Und das sind halt auch so Wordings. Zu etwas führen oder beeinflussen, das sind so ganz klare Kausalaussagen, die wir häufig gar nicht machen können. Und ich glaube Menschen außerhalb der Psychologie fällt das häufig auch gar nicht auf, schon anhand dieser Begriffe. Weil bei mir geht natürlich gleich die Alarmglocke an, wenn dann jemand so einen Kausalbegriff in den Mund nimmt. Aber es ist ganz wichtig, dass man sich da mit diesen Kausalschlüssen zurückhält. [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] Aber das ist ja tatsächlich, nur weil das eine das andere ist, ist es ja nicht umgekehrt. [Eva Asselmann – Resilienz-Podcast] [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] Dann kommt, wenn ich entspannt bin, Sicherheit, dann kann ich auch wachsen, dann kann ich mich damit beschäftigen, woran wir wachsen. Naja und wenn ich wachse, dann muss ich aufpassen, dass es nicht zu viel wird. Da dachte ich so, was wird wohl das vierte Buch sein? Was kommt danach? Also ich fände es wäre Zeit für so Erleuchtung oder so, also die kleinen Themen oder Selbsttranszendenz in Maximalform. Ergibt sich so ein Muster? Hast du so ein Zehn-Bücher-Plan, wo du schon genau vorher planst, so Buch Nummer vier ist das, Buch Nummer fünf ist das und so weiter oder ist das zufällig? [Eva Asselmann – Resilienz-Podcast] Das ist eine Studie, die ich leite, wo wir Menschen beibringen, sich innerhalb von wenigen Sekunden blitzschnell zu entspannen und wir untersuchen in dieser Studie, inwiefern das positive Effekte auf die mentale Gesundheit hat. Und dazu war so ein kleiner Infokasten in woran wir wachsen. Daraufhin habe ich ganz viele Anschriften bekommen, dass das doch so spannend ist, ob es weiterführende Infos zu der Studie gibt, ob ich nicht dazu auch mal ein Buch schreiben kann und so weiter. Dann dachte ich mir, warum nicht? Mache ich doch ein Buch über diese Technik, wie man die sukzessive lernen kann, sehr hands-on orientiert, plus weitere Tipps und Tricks, wie wir mit Stress im Alltag besser klarkommen. Und too much ist jetzt noch mal größer gedacht. Da geht es ja um eine Zeitdiagnose. Also das Buch hat drei Teile. Es geht in Teil eins um die Treiber moderner Überforderung. Warum haben gerade so viele Menschen in ihrem Alltag das Gefühl, es ist too much? Also Tempo, Reizflut, permanente Vergleiche mit anderen, die dazu führen, dass wir glauben, sie genügen nicht, extrem viele Negativschlagzeilen, das Gefühl, einsam und isoliert zu sein, Orientierungslosigkeit, Entscheidungsdruck und so weiter. Was sind all diese Treiber, wie hängen die zusammen, was lösen die in uns aus? In Teil zwei beschreibe ich die psychologischen Mechanismen, dass all das unser Bedürfnis nach Kontrolle unterminiert quasi. Also wir haben das Gefühl, uns wächst der Alltag über den Kopf und das kann individuell Stress auslösen. Es hat aber auch gesellschaftliche Konsequenzen, zum Beispiel mit Populismus, dass Menschen Halt suchen, in ganz einfachen Lösungen versprechen. Das kennen wir auch aus der Geschichte. Zum Beispiel im Nationalsozialismus, davor ging es den Menschen auch ganz schlecht. Es gab eine Wirtschaftskrise, Inflation, viele Menschen waren arbeitslos, man sehnte sich nach Orientierung. Und naja, es gibt dann halt sehr einfache Narrative, die erscheinen erstmal sehr verführerisch in solchen Situationen. Und im dritten Teil des Buches geht es darum, wie werden wir denn wieder handlungsfähig in einer Welt des Zuviels, denn das Ganze wird jetzt wahrscheinlich nicht aufhören, sondern eher noch krasser werden. Und durch KI wird unser Alltag wahrscheinlich noch schneller werden in der Zukunft. Und da beschreibe ich ein Sechs-Wochen-Programm, das basiert auf einer Studie, die ich aktuell leite in Kooperation mit der Charité, wo wir die Selbstwirksamkeit junger Erwachsener stärken wollen mit verschiedenen Hebeln und genau die beschreibe ich in Teil 3. Also es ist so ein Hybrid zwischen Sachbuch und Ratgeber, wo ich ein Zeitgefühl einordne, greifbar mache, auch verdeutliche, warum das so relevant ist aktuell und vor allen Dingen auch Lösungen aufzeige. [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] [Eva Asselmann – Resilienz-Podcast] Ja, wie komme ich so richtig ins Handeln? Wie kann ich mein Leben so gestalten, dass es mich nicht nur fordert, sondern erfüllt? Da kann man, denke ich, noch einiges vertiefen. Und ja, da bin ich gespannt, was die Zukunft bringt. [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] [Eva Asselmann – Resilienz-Podcast] Ich bin nicht der Einzige. Viele Menschen kämpfen gerade mit diesem Gefühl. Und da ist das Verstehen so wichtig. Und das haben mir viele Leute gespiegelt, dass sie genau das, also dass sie sich sehr wiedergefunden haben, sich aber auch erleichtert gefühlt haben durch diese Erkenntnis. Und ausschlaggebend für das Buch waren für mich zwei einschneidende Erfahrungen in Kalifornien. Ich hatte einen Forschungsaufenthalt an der UCLA. Da habe ich einmal die Präsidentschaftswahlen miterlebt, die ja sehr verdeutlicht haben, wie gespalten die USA sind, wie viele Menschen sich dort ohnmächtig und überrollt fühlen. Das kann sicherlich auch ein Teil erklären, warum die politische Entwicklung in den Staaten aktuell so ist, wie sie ist. Und zum Zweiten habe ich dort auch die Waldbrände in L.A. hautnah miterlebt. Ich habe in Santa Monica gewohnt, war morgens noch bei einem ganz normalen Unitermin, kam dann abends zurück mit dem Bus. Der Himmel gefühlt pechschwarz, eine riesige Wolke. Es sah aus, als wenn der Brand einen Block weiter lodert. Und klar, bei mir hat das so ein Gefühl auch von Kontrollverlust ausgelöst. Und ich habe in diesem Moment gespürt, wie schnell das Leben kippen kann, wie sich das anfühlt, wenn alles auf einmal auf der Kippe steht und sich so unsicher anfühlt. Und natürlich habe ich auch Menschen kennengelernt, die in dieser Zeit alles verloren haben. Ich war an Silvester noch auf einer riesigen Party gewesen in Malibu, auf einem gigantischen Anwesen. Und eine Woche später existierte das nicht mehr. Das war alles Schutt und Asche. Und wenn du das so am eigenen Leib miterlebst, denkst du natürlich auch darüber nach, was macht das mit uns? Und wie kann es gelingen, selbst nach solchen Krisen, aber auch im Kleinklein des Alltags handlungsfähig zu bleiben? [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] Und wir sind jetzt gerade in einem Bereich, wenn wir jetzt auch wieder in einer Modellsprache gehen, Stephen Covey, »Circle of Influence«, wir sind im »Circle of Concern«, wir können gerade nicht wirklich was machen oder haben so ein Gefühl der Machtlosigkeit. Was ist denn dann die gesündeste Art und Weise, jetzt auch laut der Forschung, der du nachgegangen bist, damit dann umzugehen? Steckt das dann in dem Loslassen drin? Ist es das? [Eva Asselmann – Resilienz-Podcast] Und wenn er sich total festkrallt, dann kippt er erst recht um. Und genau darum geht es, sich nicht zu verhaken, in Perfektion, im Klein-Klein, in der Unsicherheit zu erstarren, sondern mit dem zu gehen, was kommt. Und dazu gehört auch immer das Loslassen, Priorisieren ist nämlich ganz, ganz wichtig. Wenn ich tagtäglich mit Dutzenden Eindrücken, Erwartungen, Reizen geflutet werde, kann ich nicht allem gleichzeitig gerecht werden. Wenn ich das versuche, werde ich mich verzetteln, werde mich verausgaben, ohne dass irgendetwas dabei herumkommt. Ich muss Ruhe bewahren können, innehalten und erkennen, was ist wirklich wichtig, was kann ich loslassen. Und das ist so ein Schlüsselskill, der immer relevanter wird in unserer schnelllebigen Welt. [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] Weil du hast ja schöne praktische Tools bei dir drin. [Eva Asselmann – Resilienz-Podcast] [Eva Asselmann – Resilienz-Podcast] Über diese Sinneswahrnehmung kommen wir sehr gut zurück ins Hier und Jetzt, denn bei Stress sind wir ja häufig mit Grübeleien in der Vergangenheit oder mit Sorgen in der Zukunft, aber gar nicht bei dem, was wir hier eigentlich gerade tun. Ansonsten kann man auch eine Runde um den Block gehen, um so ein bisschen wieder bei sich anzukommen und dann mal ordnen. Zum Beispiel kann man To-Dos einmal aufschreiben. Alles, was einem gerade durch den Kopf geht, Reize, Eindrücke, Erwartungen, das entlastet schon mal, denn dann habe ich ein Papier, wo ich das parken kann, ich muss das nicht alles gleichzeitig im Kopf behalten. Hilft übrigens auch abends beim Einschlafen, wenn man irgendwie nicht zur Ruhe kommt. Dann kann ich mir überlegen, wie sortiere ich das? Zum Beispiel durch drei Kreise. In den innersten tue ich all das, was jetzt wichtig ist. In den mittleren Dinge, die relevant sind, denen ich mich aber nicht unbedingt Hier und Jetzt widmen muss und in den äußeren Sachen, die auf den ersten Blick vielleicht wichtig erscheinen, es aber doch nicht so sehr sind. Da hilft ein Perspektivwechsel, sich zum Beispiel zu überlegen, wie relevant ist denn diese Sache jetzt in einer Woche, in einem Monat, in einem Jahr? Hätte es Konsequenzen, wenn ich mich dem nicht widme oder wenn ich das delegiere? So kommen wir ganz gut raus aus diesem Verhaken. Es ist ja so ein Teufelskreis. Je gestresster wir sind, desto unfokussierter, fahriger werden wir. Wir glauben dann aber umso mehr, dass wir uns jetzt gerade keine Pause gönnen dürfen, meinen, wir müssten das irgendwie kompensieren mit noch mehr Arbeit und dann kommen wir immer mehr rein in diese Erschöpfungsfalle und genau die gilt es zu durchbrechen. [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] [Eva Asselmann – Resilienz-Podcast] Wir können nur eine kleine Sache tun und da hilft es sehr, erstens ins Hier und Jetzt zurückzukommen und zweitens, sich aber auch auf das zu fokussieren, was in unserer Macht liegt. Also wir können uns überlegen, was ist denn eine kleine Sache, die ich jetzt hier tun kann und wenn es nur eine E-Mail ist oder nur der Abwasch oder nur ein kurzer Anruf, das allein signalisiert unserem Gehirn schon, ich bin handlungsfähig und häufig gehen wir dann noch den nächsten kleinen Schritt. Also sich nicht übernehmen mit Bergen von Arbeit, wo man prokrastiniert und gar nicht erst anfangen mag, sondern eine kleine, überschaubare Sache, wo ich direkt ein kleines Erfolgserlebnis habe, auf das ich dann aufbauen kann. Und selbst bei den großen Herausforderungen unserer Zeit, Klimakrise, kann kein Mensch selbst in den Griff bekommen, aber wir können ja überlegen, was können wir denn trotzdem tun. Ich kann mich ja vielleicht in der Nachbarschaft engagieren und meinen ganz kleinen eigenen Beitrag zu diesem Konflikt beitragen. Das holt uns raus aus diesem Gefühl der Ohnmacht. [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] Im Sinne von Anspruch an mich und Bewältigungskompetenz auf der anderen Seite ist einfach krass im Ungleichgewicht. Und das ist ja eine Form von Trance auch. Ich muss ja, um etwas als zu viel zu erleben, muss ich mir bestimmte Dinge sagen, muss ein bestimmtes Defizit oder Mangel erleben in mir erzeugen, um überhaupt zu sagen zu können, es ist zu viel. Weil ich könnte ja sagen, ich schwimme im Meer der Fülle, ich surfe auf der Welle des Unbewältigbaren und ich tauche einfach in die Tiefen, wo ich das finde, was ich jetzt für mich gewinnen kann. Das wäre ja was, wo ich sagen würde, ich verstehe dein Buch nicht, was soll denn hier zu viel sein? Ich arbeite am Gut genug. Das sind ja nicht die Leute, die dein Buch kaufen. Die kaufen das vielleicht, weil sie die anderen Leute verstehen wollen und endlich mal sich auch in das zu viel irgendwie bewegen möchten. Aber wie würdest du das so aus dieser Trance-Phänomen-Thematik sehen? [Eva Asselmann – Resilienz-Podcast] Im Stressmanagement sagen wir immer, es sind verschiedene Ebenen. Einmal natürlich die Anforderungen von außen. Die können objektiv höher oder geringer sein. Wenn die Anforderungen höher sind, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich gestresst fühle, auch höher. Aber ein wichtiger Hebel ist immer die eigene Interpretation, das Erleben, die Reaktion darauf, wie gehe ich denn damit um? Und ich glaube, die äußeren Umstände, die dürfen wir schon auch mit berücksichtigen. Das wirkt ja sonst auch so ein bisschen so wie, ah ja, du bist ja nur schuld, das liegt an deiner Interpretation. Jetzt reiß dich mal zusammen, sieh das Ganze anders. Viele Menschen jonglieren ja viele Bälle gleichzeitig. Die haben unheimlich viel, viele Anforderungen, denen sie tagtäglich gerecht werden. Wo wir, glaube ich, uns selbst auch eingestehen dürfen, das ist jetzt auch objektiv einfach alles ein bisschen viel und kein Wunder, dass ich das nicht bekomme. Das erleuchtet ja auch und das darf man sich auch zugestehen. Es ist nicht so, dass wir immer nur versagen und uns das irgendwie falsch einreden. Und dennoch liegt ein unheimlich machtvoller Hebel darin, sich klar zu machen, ich kann entscheiden, wie ich mit all dem umgehe, wie ich reagiere. Ich kann die Arbeitslast objektiv senken, indem ich zum Beispiel sage, ich verändere jetzt was an meinem Leben oder auch an einzelnen Dingen, damit die Anforderungen weniger werden. Ich kann mich freimachen von perfektionistischen, unrealistischen Maßstäben, versuchen da den Anspruch an mich, an andere etwas zu senken und sehr arbeiten an diesem Umgang mit dem zu viel. Das ist ja nicht nur eine individuelle Schuldzuweisung, sondern es ist auch ein großer Hebel, wo wir selbst etwas verändern können. [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] Wo siehst du da sozusagen diese Typenthemen, wo du sagst, da gibt es sozusagen Menschen, die das besser können, dieses Too-much-Gefühl zu erzeugen oder ist das auch vielleicht auf so einer gesamtgesellschaftlichen Ebene ein Coping-Mechanismus mit der Unsicherheit, der Unklarheit, dass sozusagen, also sicherlich irgendwie beides, vielleicht so in diesen Wechselwirkungen, das würde mich sehr interessieren. [Eva Asselmann – Resilienz-Podcast] Menschen orientierten sich plötzlich an Schichtplänen, an Stechuhren und so weiter. Dann kamen weitere Errungenschaften, Fernsehen, Auto, Flugzeug, all das beschleunigt den Alltag und dann Bäm, das Internet, das unseren Alltag massiv auf den Kopf gestellt hat, jetzt KI. Das wird jetzt nochmal um ein Vielfaches krasser. Also die Welt ist heute eine andere, als sie früher einmal war. Gleichzeitig leben wir hier in einer Leistungsgesellschaft, sprich es ist auch irgendwie ganz cool, wenn ich sagen kann, hey Leute, ich bin total am Limit, weil das irgendwie verkörpert, ich habe mich aufgeopfert, ich habe mich eingebracht, ich habe meine Pflicht gegen der Gesellschaft erfüllt. Burnout ist ja auch irgendwie ein bisschen charmanter als Depression, zumindest für viele wirkt das so. Warum? Bei Depressionen haben wir irgendwie das Gefühl, da hängt jemand durch, warum strengt er sich nicht mehr an? Und bei Burnout, hey, der hat alles gegeben, bis er nicht mehr konnte. Also das sind so diese Narrative, die Bedeutung, die wir dem ganzen auch gesellschaftlich geprägt geben. Und dann unterscheiden sich Menschen in einer Gesellschaft aber auch massiv, wie sie all das bewältigen. Ganz zentrales Merkmal ist die emotionale Stabilität. Menschen, die tendenziell emotional stabiler sind, die sind robuster, weniger stressanfällig, wohingegen jemand, der emotional instabiler ist, eher mit Sorgen, mit Stress, mit Anspannung reagiert, für den ist es natürlich schwieriger, dem Too-Much-des-Alltags gerecht zu werden. Dann zum Beispiel die Extroversion. Menschen, die extrovertiert sind, die haben mehr Power und Energie im Alltag, die umgeben sich mit anderen Menschen, was ja auch Stress abfedert. Die erleben mehr positiven Affekt im Alltag. All das sind wichtige Ressourcen, die es erleichtern, mit hohen Anforderungen umzugehen, Tag für Tag. Gewissenhaftigkeit. Jemand, der sehr gewissenhaft ist, der schafft es eher, sein Alter gut zu organisieren. Wenn ich das clever mache, verhindere ich, dass ich in Stress komme. Wenn das allerdings übertrieben ist und ich schon so tendenziell etwas zwanghaft bin, kann es natürlich auch sein, dass ich mich besonders da rein stresse. Und was auch ein relevantes Merkmal ist, ist die Unsicherheitstoleranz oder auch Ambiguitätstoleranz. Vielleicht fällt es mir mit Komplexität, mit Unsicherheit, mit Dingen, die nicht eindeutig sind, umzugehen. Das wird immer wichtiger, weil unsere Welt ja immer komplexer wird. Und viele Dinge sind uneindeutig. Wir wissen nicht, was KI bringt. Wir wissen bei vielen Dingen nicht, welche Handlung jetzt was auslöst, einfach weil die Zusammenhänge super komplex sind. Und wenn ich das so stehen lassen kann, fällt es mir tendenziell deutlich leichter, mit all dem umzugehen. [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] Und ich hatte mich gefragt bei deinem Titel auf dem Buch, ich finde es übrigens, da müssen deine Augen gelacht haben, als wir dieses Cover gesehen haben. Also das finde ich mega, das finde ich richtig, richtig gut, designtechnisch richtig, richtig gut. Und ich habe mir gedacht, ist es nicht auch manchmal too many, also dass ich zu viele bin, die ich sein muss und mich dann entsprechend auch immer wieder hinbiegen muss. Und ist es dann nicht auch irgendwie sowas wie, da habe ich an dieses psychologische Konzept der Selbstkonzeptklarheit gedacht, also Self-Concept-Clarity, dieses Thema. Ich bin mir in mir bewusst, was meine Ziele und was meine Persönlichkeitseigenschaften angeht und so weiter. Und je klarer ich dem bin, desto besser kann ich auch die anderen Dinge dann auch entsprechend ausfiltern. Das macht jetzt natürlich dieses Thema noch mal komplexer und das wollten wir hier nicht. Aber das noch mal dieses Innere, too many, vielleicht, ob das auch noch mal ein Aspekt ist, der dir aufgefallen ist oder der da drinnen steckt. [Eva Asselmann – Resilienz-Podcast] Dann sind unsere gesellschaftlichen Strukturen heute weniger starr. Zum Beispiel in den 50ern, da gab es ja ein ganz krasses Rollen-Korsett, wie man sich im Alltag zu verhalten und benehmen hatte. Wenn ich in die Familie als Tochter hineingeboren wurde, dann wusste ich genau, wohin die Reise ging. Ich werde dann auch irgendwann mal Hausfrau, Mutter und so weiter. Also der Weg war mehr oder weniger vorbestimmt. Heutzutage sind Freiheiten mehr, Lebenswege sind offener. Wir haben ganz viele Inspirationen, Input, was man machen, wer man sein könnte und das ist natürlich ein Fortschritt. Gleichzeitig erhöht es aber auch den Druck, denn je mehr Auswahl ich habe, desto höher ist das Risiko, sich falsch festzulegen. Da gibt es eine ganz tolle Studie, das Marmeladenexperiment. Da haben Forschende mal zwei Probierstände in einem kalifornischen Supermarkt aufgebaut. Der eine mit sechs Marmeladensorten, der andere mit 24 und sieh da, die Leute, die kamen, die staunten, die waren begeistert von der Auswahl an dem größeren Stand, aber gekauft haben wir am Ende am kleineren und waren da auch deutlich zufriedener mit ihrer Wahl. Warum? Weil die Entscheidung weniger komplex ist und die Opportunitätskosten niedriger sind. Genauso ist das in allen Lebensbereichen des modernen Alltags. Es ist unheimlich schwierig, anspruchsvoll, potenziell fehleranfällig, sich in dieser großen, vielfältigen Welt zurechtzufinden und den eigenen Weg zu gehen, ohne sich auch von außen verunsichern zu lassen. Und das ist sicher ein ganz großer Bestandteil des Alltagsstress. [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] [Eva Asselmann – Resilienz-Podcast] Wenn du das machst, wenn du dem gerecht wirst, dann bist du glücklich. Dem ist aber nicht so. Ich kann mich noch so sehr abstrampeln, das ist kein Garant dafür, dass ich am Ende des Lebens glücklich sein werde. Deswegen ist es ganz wichtig, sich selbst zu fragen, wer bin ich eigentlich? Was erfüllt mich? Was liegt mir persönlich am Herzen? Was sind meine eigenen Werte? Und wie kann ich die in meinem Alltag verkörpern, unabhängig davon, was ich Tag für Tag bei Social Media sehe? [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] [Eva Asselmann – Resilienz-Podcast] [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] [Eva Asselmann – Resilienz-Podcast] Ich muss gehen. Ich weiß auch gar nicht, wie die Zukunft sein wird, ob dann meine Berufswahl richtig ist oder nicht. Ganz vieles kann ich nicht wissen. Deswegen hilft es sehr, sich von diesen perfekten Entscheidungen zu lösen und sich zu sagen, ich mache etwas, was sich stimmig, was sich gut genug anfühlt. Und wenn ich merke, das war ein Fehler, ein Fehltritt, dann kann ich das auch revidieren. Ich kann mir dann überlegen, was ist da vielleicht nicht gut gelaufen, was kann ich beim nächsten Mal anders machen. Also diese Toleranz für Missgeschicke, Scheitern, Fehler ist essentiell, um sich zu bewegen trotz Unsicherheit. [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] Und ich finde das so interessant, dass diese Themen, die zum Beispiel Gunter Schmidt anbietet mit Akzeptanz und Meta-Akzeptanz und Zufriedenheit und Meta-Zufriedenheit, dass die irgendwie auch so gut zu diesem Umgang mit diesem Too-Much passen. Also bei Akzeptanz, klar, Hashtag ist so, und Meta-Akzeptanz beschreibt er mit, ich akzeptiere, dass ich es niemals akzeptieren werde. Und gerade dieses Thema des Akzeptieren der Nicht-Akzeptanz, dachte ich so bei diesen Themen, wenn ich so auf mein Leben schaue, ich habe noch so viel vor und ich werde das mit Sicherheit nicht schaffen. Und ich habe noch so viel vor. Also ich habe ein großes Sehnsuchtsziel. Und ich arbeite jeden Tag an guten, zweitbesten Lösungen. Und das ist für mich auch okay, weil ich jeden Tag wieder ein bisschen unzufrieden bin, aber damit bin ich ganz zufrieden, weil auch das mir zeigt, dass ich auf dem Weg bin. Also ich bin zufrieden mit meiner Unzufriedenheit, weil ich sie und dann sind wir nämlich, das hast du vorhin auch schon angeschnitten, in der Bewertung dessen. Und dann sind wir bei der Stimmigkeit. Für mich ist es stimmig, ein bisschen unzufrieden zu sein. Und für mich ist es stimmig, bestimmte Dinge auch nicht akzeptieren zu können. Also Gewalt in der Welt, dysfunktionaler Umgang mit Ärger, da werde ich niemals das akzeptieren können. Never ever. Und das fängt für mich schon bei kleinen Akten von, was ich als Gewalt beschreiben würde, wenn Eltern ihren Kindern irgendwie nicht auf eine in meiner Welt adäquate Art und Weise begegnen und so weiter. Das empfinde ich manchmal schon als sehr gewaltvoll, wie da auch Menschen untereinander sprechen und so weiter. Das heißt nicht, dass ich jetzt mir da dauernd Nacherziehungsaufträge akquiriere, wenn ich so durch die Stadt gehe. Das ist in der Regel ungünstig, weil man sozusagen auch da keinen Auftrag hat und kein Coaching ohne Auftrag. Aber wenn man sozusagen einen Umgang mit dem Too Much sich zurechtlegt, dann hilft mir das sehr, dieses Meta-Akzeptanz, Meta-Zufriedenheit. Wenn wir jetzt mal auf dein Leben schauen und ich denke mir dann auch immer, wenn ich dich so sehe, die Frau hat auch garantiert keine Freizeitprobleme. Und dazu muss ich sagen, also ich mag Menschen, die schnell und zügig und präzise und freundlich und charmant auf Mails antworten. Ich mag Menschen, die compliant sind. Ich mag Menschen, die flexibel sind. Und ich könnte jetzt noch so eine halbe Stunde die Attribute, die ich dir so zuschreibe aus dem Erleben und auch aus der Unterstellung heraus rüberwerfen. Aber auch da mal die Frage an dich. Wie machst denn du das? Wie ist denn dein Umgang mit dem Too Much? [Eva Asselmann – Resilienz-Podcast] Und denke mir so, ja, es ist einfach ein Teil von mir. Ich bin halt so drauf. Ich weiß aber, dass das im Alltag nicht immer zielführend ist und versuche dann da schon das zu erkennen und in die richtigen Bahnen zu lenken. Auch wenn es mir vielleicht nicht immer gelingt. Und das ist ja ein häufiges Missverständnis, dass wir glauben, Akzeptanz heißt, ich will mich jetzt nicht mehr verändern. Aber es ist ja eigentlich eher die Grundlage von Veränderung. Also wenn du morgens aufstehst, du hast schlechte Laune, kannst dich entweder fertig machen und dir sagen, hey, ich wollte doch gut drauf sein. Das wird dann wahrscheinlich nicht funktionieren. Oder du kannst dir sagen, hey, ich merke gerade, ich bin nicht gut drauf. Finde es auch irgendwie ein bisschen schade. Auch das merke ich, dass ich mich da vielleicht auch gerade über mich selbst ärgere. Ich versuche das jetzt erst mal so stehen zu lassen. Vielleicht so ein bisschen liebevoll, wie ich das auch gegenüber einer guten Freundin machen würde. Und überlege mal, was sind denn Dinge, die ich jetzt tun könnte, damit es mir ein bisschen besser geht. Also diese grundlegende Akzeptanz von der schlechten Laune oder auch von dem Ärger über die schlechte Laune ist eigentlich die Grundlage, dass ich nicht Energie verpulvere, um das Ganze noch schlimmer zu machen. Es ist ja wie so ein Wasserball, den du versuchst unter die Wasseroberfläche zu drücken. Es würde nicht gelingen, aber sehr viel Energie ziehen. Und gleichzeitig können wir versuchen, uns davon wegzubewegen, auch wenn wir es gleichzeitig akzeptieren. Bei mir ist das häufig auch genauso im Alltag. Es gibt auch Tage, wo ich denke, es ist jetzt all too much, klar. Ich glaube, es ist auch ganz gut, weil dann kannst du mit viel Empathie so ein Buch schreiben. Bei mir ist ein wesentlicher Punkt, dass ich die Dinge, die ich aktuell tue, als sehr, sehr sinnvoll erachte. Also ich finde es wichtig und sinnstiftend, dass ich über dieses Thema spreche. Das gibt mir ganz viel Energie und es macht mir auch Spaß. Und diese Freude, die macht häufig den Unterschied. Das merke ich auch bei mir ganz krass. Es gibt ja so das notwendige Übel im Alltag. Da bekomme ich auch schon einmal Kopfschmerzen. Ich merke, wie sich mein gesamter Körper auf einmal schwer anfühlt und so weiter. Und ich auf einmal unglaublich müde werde und mir die Augen zuklappen, auch wenn ich mich noch so gern konzentrieren möchte. Und dann gibt es aber die Dinge, die mir Freude machen, wo ich dann vielleicht total müde bin, aber auf einmal wieder aufblühe, weil mich das Thema so sehr catcht. Und davon versuche ich mir mehr in meinen Alltag zu holen und dafür habe ich dann auch erstaunlich viel Energie. [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] Wenn ich dir so zuhöre, dann frage ich mich, weil das auch meine Anschlussfrage ist, wir haben ja oft, das ist ja so dieses Salomonische Prinzip, wir haben ja oft für andere einen viel besseren Rat als für uns selbst. Und jetzt hast du gerade, das war so ein Moment des liebevollen Zugewandtseins, der so über dein Sprechen, über dich selber als gute Freundin oder sozusagen diese, so eine interne Beziehung, ist da so durchgeschimmert, so auf eine ganz schöne Art und Weise. Wenn ich dich mal dieses, also ist schon auch ein bisschen intim, aber ich frage es dich einfach mal, wie gehst denn du mit dir so um? Weil mit deinem Leistungspegel, mit dem Pensum, mit dieser auch Präsenz überall, also das geht glaube ich nicht mit einer permanent normierenden oder eingrenzenden Seite, die sagt, ja, wir sitzen wieder da und jetzt hast du das. Also und, sag ich mal, die unqualifizierte Nachfrage, gab es diese Seite irgendwann mal und wie hast du das eine zum anderen transformiert? Also ich frage dafür einen Freund. [Eva Asselmann – Resilienz-Podcast] Ich habe mir aber tatsächlich eine sehr schöne Haltung angewöhnt und zwar zu überlegen, ich habe das jetzt nicht gut gemacht, aber ich kann es beim nächsten Mal besser machen. Man kann ja aus sowas mega lernen, gerade Dinge, die so pain point sind, wo man sich denkt, oh Gott, das habe ich irgendwie total verkackt, ehrlich gesagt. Das sind ja so Dinge, die macht man in der Regel nicht nochmal falsch, weil es wirklich so ein Schmerzpunkt war und man sich das merkt und es beim nächsten Mal besser macht. Und ich sehe bei mir natürlich auch über die Zeit so eine Entwicklung und das ist schön mit anzusehen und anstatt sich dann zu sagen ja mein Gott, wie konnte ich das vor allem ja so machen und so versuche und sehe ich das auch oft, dass ich mir sage, ich habe da richtig viel gelernt im letzten Jahr und das ist eigentlich cool. Und das gelingt mir immer mehr, diese Perspektive in meinem Alltag zu holen. Und es ist ja schon so, je mehr du machst, desto mehr Fehler machst du auch und desto mehr Dinge missglücken, also in der absoluten Anzahl. Es ist ja auch logisch, wenn ich gar nichts täte, würde ich auch keine Fehler machen, würde mich dann aber wahrscheinlich nicht entwickeln. Und um sich als Persönlichkeit zu entwickeln, das weiß ich aus der Theorie, das spüre ich aber auch in meinem Alltag, brauchen wir Akzeptanz von Fehlern, dass wir uns das angucken, was ist nicht gut gelaufen und uns ganz konstruktiv überlegen, wie kam es denn dazu und was könnte ich ganz konkret beim nächsten Mal besser machen. Und man kann es ja so ein bisschen ja embracen, ist jetzt vielleicht übertrieben, aber vielleicht schon mit dieser positiven Perspektive auf den Fehler drauf schauen und das gelingt mir zunehmend besser. [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] Ja, machst du das dann auch manchmal? [Eva Asselmann – Resilienz-Podcast] [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] [Eva Asselmann – Resilienz-Podcast] Ja, das versuche ich schon. [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] [Eva Asselmann – Resilienz-Podcast] [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] Wir sind da schon sehr auch von den Likes, auch von der Optimierung, der jetzt, wenn man mal auf Dopamin schaut, auf dieser Dopaminergenaktivierung. Jetzt mal so die Frage an dich. Also haben wir irgendwann da so ein Sättigungsgrad und was macht das eigentlich generell mit Aufmerksamkeit, mit Verarbeitungsfähigkeit, also mit mir als Mensch? Wie wird das in Zukunft? Und ich meine, ich bin jetzt 50. Wie krass muss das für so 10-, 20-Jährige oder auch 5-Jährige sein, die ich manchmal irgendwie so am Telefon sehe, wo ich so denke, oh Gott, das arme Gehirn. Also klar, der arme Mensch auch, aber ich denke mir immer so, was für ein krasses Experiment machen wir gerade in Bezug auf das Thema Dopamin jetzt vielleicht mal gesagt? [Eva Asselmann – Resilienz-Podcast] Das heißt, ich muss mich selbst besser steuern, regulieren können, dass ich tatsächlich dazu in der Lage bin, meinen Konsum zu begrenzen, mir selbst zu überlegen, was mache ich wann, worauf reagiere ich, worauf vielleicht nicht. Und das ist eine gar nicht so triviale Kompetenz, die wir aus meiner Sicht über Jahrzehnte vernachlässigt haben. Das war ja immer so psychologisches Wischiwaschi, irgendwelche Softskills. Aus meiner Sicht ist das die Zukunftskompetenz, die wir brauchen, um in einem zunehmend schnelllebigen Alltag handlungsfähig zu bleiben. Und da dürfen wir ansetzen, früh in der Kita, in der Schule, dass wir jungen Menschen genau das beibringen. Wie steuere ich ein Leben? Wie navigiere ich mich durch das Chaos der Welt? [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] [Eva Asselmann – Resilienz-Podcast] Du brauchst ja Lehrkräfte, die das auch können, die wissen, wie man das Kindern beibringt. Du musst überhaupt erstmal zu der Entscheidung kommen. Das soll jetzt Bestandteil des Lehrplans sein. Worauf verzichten wir sonst? Und diese Erkenntnis Selbstregulation at the key, die ist abstrakt bei gewissen Personengruppen schon da, aber noch nicht allgemein in der Bevölkerung. Und da sehe ich vor allen Dingen den Hebel. Wie kriegen wir das möglichst schnell jetzt auch in die Praxis, in die Strukturen hinein? [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] [Eva Asselmann – Resilienz-Podcast] Und da sowohl vorher so ein Feldtrial als auch später, dass man das Ganze evaluiert und sich schaut, bringt das auch wirklich was? Verändert das etwas am Alltag der Menschen? [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] Und das ist immer für mich so MultiplikatorInnen-Arbeit. Also die Frage ist, wenn ich an die Zukunft denke, wen muss ich stärken? Da ist es schon schön, auch sozusagen diejenigen, die halt noch viel Zukunft vor sich haben und die Teil der gestaltenden Zukunft sind. Weil wenn ich so denke, ja, es sind bei mir noch 20, 30, 40 Jahre. Aber wenn ich an so einen jungen Menschen denke, fünf Jahre, der hat ja locker auch mal irgendwie gefühlt 50 Arbeitsjahre vor sich, so wie es momentan aussieht. Ich glaube, bald wird sich das eh verändern, aber sag ich mal so perspektivisch ist es da glaube ich an der richtigen Stelle. [Eva Asselmann – Resilienz-Podcast] [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] Was wäre das? [Eva Asselmann – Resilienz-Podcast] Welche Kompetenzen und Stärken habe ich? Wie kann ich die noch mehr einbringen? Und man kann das Leben von hinten denken. Sich zum Beispiel überlegen, wenn ich jetzt auf dem Sterbebett liege und ich schaue zurück auf mein Leben, wie soll das denn dann verlaufen sein? Was muss da passiert sein, damit ich sagen kann, mein Leben, das war stimmig erfüllt. Ich habe das genauso gelebt, wie es richtig war. Und da kristallisieren sich dann häufig die persönlichen Werte heraus, was mir persönlich wirklich am Herzen liegt. Und im nächsten Schritt kann ich mir dann überlegen, wie kann ich mir von dieser großen, abstrakten Sache eine winzige Kleinigkeit mehr in meinen Alltag holen, heute schon und dann vielleicht noch was und Stück für Stück ein Leben gestalten, das nicht nur fordert, sondern auch erfüllt. [Ruben Langwara – Resilienz-Podcast] [Sebastian Mauritz – Resilienz-Podcast] Das so als kleine, nüchterne Abmoderation. Herzlichen Dank für dein Dasein. [Eva Asselmann – Resilienz-Podcast] Hier geht´s zum Resilienz-Podcast: www.rethinking-resilience.com
Wir sind wieder bei Rethinking Resilience, wir sind wieder in unserem Denkraum und wir haben die wunderbare Eva heute bei uns.
Hallo Sebastian und Ruben, ich freue mich auch mega.
Ich freue mich auch sehr, im Fernsehen war ich tatsächlich schon Sebastian und Bücher auch geschrieben, aber nein, Gottes Willen, kommt noch, kommt alles noch. Genau. Aber Eva, heute geht es um dich, ich muss jetzt hier nicht mein Ego bepinseln, jetzt hier an der Stelle. Ja, ich freue mich sehr. Ich habe so viel von dir gehört, so viel von dir gelesen, aber am meisten gesehen tatsächlich in den ganzen Interviews. Deswegen freue ich mich sehr auf dieses spannende Thema in deinem Buch, was so viel mit Resilienz zu tun hat. Und deswegen, lass uns da gerne einsteigen. Sebastian, do the honor.
Ja, mich würde erst mal interessieren, was du als Wissenschaftlerin eigentlich dauernd vor Menschen machst. Also ich weiß das sehr zu schätzen. Ich finde die Art, wie du wissenschaftliche Themen in die Welt bringst, also an den, sagen wir mal, nicht so hochwissenschaftlichen Menschen, finde ich super. Und wie kommt man da drauf? Also normal, eine wissenschaftliche Karriere ist ja irgendwie Forschung und Lehre. Und das ist ja irgendwie Lehre in anderen Medien und durch andere Medien.
Das hat verschiedene Ursachen. Einmal bin ich ein ganz neugieriger Mensch. Also ich bin ja jetzt schon seit einigen Jahren in der Wissenschaft und ich bin so jemand, irgendwann möchte ich mir gerne neue Horizonte und Kontexte erschließen.
Wenn du an diese Brückenfunktion, die du ja in gewisser Art und Weise einnimmst, oder so eine Art Übersetzungsfunktion, wenn du daran denkst, da würde mich mal deine Haltung interessieren, weil natürlich Wissenschaft eine andere Form zum Teil von Denken hat. Es braucht Übersetzungsqualitäten, es braucht eine Anschlussfähigkeit an das normal gelebte Leben und es braucht diesen Charakter des Angewandten. Wie ist deine Grundhaltung, wenn du da irgendwo sitzt und dann als Frau, Professor, Doktor entsprechend vorgestellt wirst?
Also in der Situation versuche ich mit diesen Klischees zu brechen, weil ja die meisten Menschen beim Schlagwort Professor an so einen alten Herrn mit Bart denken, der da irgendwie total weltfremd in seinem Kämmerchen vor sich hin forscht. So ist es halt heutzutage nicht mehr. Wissenschaft ist sehr viel moderner, lockerer geworden.
Eva, in unserer Branche, die auch zuhört jetzt gerade, und zwar Coaches, Trainerinnen und Trainer, da ist ja immer wieder, wollen wir auch sehr wissenschaftlich arbeiten, sehr wissenschaftlich wirken mit den Methoden, die wir benutzen und so weiter. Und da wird immer wieder die Phrase benutzt, die Wissenschaft hat gezeigt. Es ist wissenschaftlich erwiesen.
Also wenn ich jetzt sage, die Wissenschaft hat bewiesen, dann ist das schon mal problematisch, weil beweisen kannst du einen mathematischen Beweis. Da hast du wirklich einen Beweis und das ist dann schwarz auf weiß. In der Psychologie geht es halt nur um Zusammenhänge, die kann ich belegen, also untermauern mit einzelnen Studien, die das auch so stützen.
Nehme ich mit, haben wir alles zugehört. Sehr gut.
Naja und ich glaube, was auch immer wieder wichtig zu verstehen ist und das geht mir manchmal so, wenn ich Talkshows sehe, der Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität.
Ja, ist auch so ein Ding.
Das ist so, wo ich immer denke, nein, nicht, also in komplexen Systemen kannst du nicht sagen, weil. Deswegen bei einer Kaffeemaschine schon, weil ich den Knopf gedrückt habe, fängt der Prüfvorgang an. Aber in komplexen Themen halt eben nicht.
Also häufig finden wir ja in Studien, dass zwei Dinge miteinander zusammenhängen. Das bedeutet aber nicht, dass die eine Sache die andere bedingt. Zum Beispiel Zusammenhang zwischen gestresst sein und Pausen machen. Da finden ja viele Studien, wer gestresst ist, macht weniger Pausen. Ich kann jetzt aber nicht sagen, Stress führt dazu, dass wir weniger Pausen machen, weil es könnte ja auch andersrum sein, dass weniger Pausen machen zu dem Stress führt. Also die Kausalbeziehung zwischen diesen beiden Dingen, die ist häufig nicht klar.
Das ist ein bisschen das, was Matthias Wager von Kiebert mal gesagt hat, Kopfschmerz ist kein Aspirinmangel. Und da musste ich sehr schmunzeln, weil ich so dachte, hä, was meint er denn damit? Er hat es dann zwei Tage später aufgelöst.
Ja häufig beeinflussen sich Dinge ja gegenseitig. Und es kann auch sein, dass zwei Dinge dieselbe Ursache haben, aber nicht sich wechselseitig beeinflussen. Also es gibt unterschiedlichste Formen der Zusammenhänge, die man von so einfachen Korrelationen schwer ableiten kann.
Wir wollen über dein neues Buch sprechen. Und ich habe ja deine ersten beiden Bücher auch gelesen und fand das, dachte ich so, erkenne ich ein Muster. Also erstmal geht es um easy relax.
Tatsächlich habe ich ja erst woran wir wachsen geschrieben und dann easy relax. Ach echt? Genau und easy, also in woran wir wachsen geht es um verschiedene Lebensereignisse, was die mit unserer Persönlichkeit machen und wie wir persönliches Wachstum selber anstoßen können und ein Teil von woran wir wachsen war die easy-Studie.
Also dann wird mir aber gerade klar, dass ich die Bücher einfach schlichtweg in der falschen Reihenfolge, weil ich dachte, ich habe in Woran wir wachsen, nämlich diesen Hinweis gelesen, dachte, ach super, macht es auch noch gleich so ein bisschen Cross-Marketing für das andere Buch. Aber dann erklärt sich das, weil wir haben damals im Interview für den Resilienzkongress, haben wir über Easy Relax gesprochen und das war auch das Buch, was ich vorbereitend dafür gelesen hatte und habe mir, ah ja, ok. Also interessant, gibt es, also ich bin gar nicht neugierig, aber gibt es schon so die Idee für Buch Nummer 4, 5 bis 10, also muss ja nicht, aber so Richtungen, wo es sich gerade so hinzieht, bevor wir bei Too Much einsteigen?
Klar, als Autorin denkst du natürlich immer weiter und bei Too Much geht es jetzt vor allen Dingen ums Klarkommen. Wie werden wir wieder handlungsfähig in dieser Welt? Und man könnte es jetzt natürlich weiterspinnen.
Super. Too Much, als ich es gelesen habe, dachte ich so, ach ja, genau. Hast du bei ganz vielen Leuten dieses, ja genau, also ist das so dieses Gefühl, was du damit auslöst, was dir die Menschen rückspiegelt?
Voll. Es haben jetzt ganz viele Leute gesagt, vor allen Dingen, dass sie erleichtert sind, dass es nicht nur ihnen so geht, denn viele tragen ja dieses Gefühl des Versagens mit sich herum, sprechen aber nicht mit anderen darüber, weil sie implizit davon ausgehen, hey, vielleicht bin ich einfach voll der Loser, der nicht genug gebacken kriegt. Aber es ist sehr erleichternd, wenn man mal liest, all das hat auch systemische Ursachen.
Und jetzt heißt dein Buch ja komplett »Too Much – Warum wir Kontrolle suchen und Kraft im Loslassen finden.« Mit vielen praktischen Tools, die bei Überforderungen wirklich helfen. Ein Kompass für mehr innere Stärke. Also, wir suchen nach Kontrolle und finden aber Kraft im Loslassen, wenn wir so eine Krise haben, die du gerade beschrieben hast.
Wir reagieren häufig mit einem Kontrollreflex, zum Beispiel in der Arbeitswelt, wenn Dinge unsicher sind, dass wir versuchen, noch mehr Informationen reinzuholen, uns abzusichern, Dinge zu tracken, je wie wir ins Handeln, in die Entscheidung gehen. Und das kann dazu führen, dass wir unflexibel werden, dass wir uns verhaken, dass unsere Kompetenz verloren geht, mit dem mitzugehen, was kommt. Wie bei so einem Surfer auf der Welle, der muss natürlich dynamisch gleiten, damit er nicht kippt.
Und jetzt natürlich die Frage, wie macht man das? Weil das ist ja auch immer in unseren Resilienztrainings so ein Thema, wo es dann darum geht, es geht um Akzeptanz, es geht um Loslassen. Ja, wie mache ich denn das?
Ja, es geht um Akzeptanz, Loslassen ist erstmal so eine wohlklingende Wolke, die uns aber nicht den Weg weist.
Also im Alltag, wenn du da zum Beispiel sitzt, und du bist völlig übermannt mit den Reizen, empfehle ich immer, kurz innezuhalten. Und wenn es nur einige Sekunden am Fenster sind, einmal kurz ein- und dann ganz langsam wieder ausatmen. Man kann sich auch grounden, indem man sich überlegt, was sehe ich, was höre ich, was spüre ich gerade?
Ich bin ja auch total bei dir, auch in der Praxis, das zu beobachten. Ein Faktor, den ich jetzt auch ausgehört habe, der das wahrscheinlich moderiert, sozusagen, ist Rumination. Dieses ganze Thema, das ist too much oder das ist das Grübeln, das ist ein wichtiger Faktor.
Ja, das passiert ja häufig auch durch die Nachrichten, die Weltlage. Viele Menschen haben ja das Gefühl, dass auch die Weltlage immer düsterer wird. Wir lesen und hören ja nur Negatives. Sobald man den Fernseher einschaltet, kommt da eine Horrornachricht nach der anderen und viele Menschen grübeln dann darüber nach, was kommen wird, was war und so weiter und so fort. Das bringt uns selbst aber natürlich nicht weiter, sondern verstärkt dieses Gefühl, selbst ohnmächtig und hilflos zu sein. Denn wir selbst können die Weltlage gar nicht verändern.
Ich habe mal aus hypnotherapeutischer oder auch hypnosystemischer Sicht eine Frage. In der Hypnosystemik ist so ein Paradigma, erleben wird durch die Fokussierung von Aufmerksamkeit erzeugt. Also es ist nicht zu viel, sondern, das hast du ja vorhin auch so schön gesagt, wir erleben es, als sich verdichten, zu viel werden, zu viel seiend.
Da steckt ja auch philosophisch ganz wie Richtiges drin, Konstruktivismus. Die Wirklichkeit für mich ist immer, wie ich sie erlebe. Unabhängig davon, was jetzt objektiv in der Welt ist, gibt es das überhaupt und so weiter und so fort, können wir jetzt philosophisch uns darüber austauschen.
Und das klingt, da habe ich eine Anschlussfrage, weil du ja auch dich mit so Persönlichkeitsmerkmalen sehr intensiv auseinandergesetzt hast und ich mir schon vorstellen könnte, dass bestimmte Menschen schneller oder halt bestimmte Präferenzen interne schneller oder eher zu viel einladen als andere. Also mal angenommen, wenn ich mir jetzt jemanden vorstelle, der sagt, ach, Pareto ist mein Freund, 80-20, also better done than perfect, ich arbeite am gut genug. Das ist ja auch schwierig, irgendwie Stress zu bekommen, wenn man so eine gewisse Fehlertoleranz hat und Perfektion schon vor ein paar Jahren irgendwo in einem buddhistischen Kloster gelassen hat, um es mal ein bisschen flapsig zu formulieren.
Also gesellschaftlich ist es schon so, dass sich das Leben massiv gewandelt hat. Durch den technologischen Fortschritt ist alles viel schneller geworden. Es ging schon los vor 250 Jahren mit der Industrialisierung, wo sich das Leben Stück für Stück abgekoppelt hat von den Rhythmen der Natur.
Du hast gerade das spannende Thema Burnout angesprochen, Eva, und ich finde das gerade total spannend, was du gesagt hast mit den Persönlichkeitseigenschaften. Häufig wird ja auch gesagt, das ist jetzt eher populär wissenschaftlich, Burnout entsteht aus der Summe des Sich-Verbiegens. Dass ich immer wieder mich irgendwo reinbiegen muss, immer mich wieder anpassen muss und verändern muss und bin ich gar nicht und so weiter.
Ja und interessanterweise hängt auch das mit der Technik zusammen. Durch die Technik können wir in ganz vielen Rollen gleichzeitig sein. Du sitzt im Home Office, bist da der Angestellte, gleichzeitig bist du in einer Vaterrolle, dann ruft noch ein Freund rein an. Also wir sind immer in verschiedenen Rollen gleichzeitig, was auch ermöglicht wird durch die Technik. Früher musste man ja von Ort zu Ort gehen und da war man eher in einer einzigen Rolle. Ist natürlich leichter, sich dann zu fokussieren.
Und da ist Selbstwahrnehmung, Selbstreflexion, Selbstklarheit ein ganz wichtiger Aspekt. Und ich glaube, der ist auch in dem sechswöchigen Programm mit drin als Aspekt, das Thema Selbstwahrnehmung, oder?
Ja, also es geht natürlich darum, herauszufinden, wer bin ich eigentlich? Was möchte ich? Unabhängig von so äußeren Idealen. Wir haben ja schon auch Ideale in unserer Gesellschaft. Es geht darum, möglichst erfolgreich zu sein, schön, fit, viel Geld zu verdienen. Das sind viel so Dinge, die in unserer Gesellschaft mit Glück gleichgesetzt werden.
Und mit einer Konsequenz dann auch wahrscheinlich ausleben. Die Entscheidung zu treffen, danach dann auch entsprechend zu gehen, denke ich.
Ganz genau. Also Werte sind ja immer so größere Wegweiser meines Alltags. Wenn ich zum Beispiel weiß, Verbindung zu anderen Menschen ist mir wichtig, Fürsorge mich einzubringen, dann kann ich vielleicht eher einen care-bezogenen Job machen. Oder ich kann mich um Kinder kümmern. Wie auch immer. Es gibt ja verschiedene Wege, wie man einen Wert verkörpern kann. Aber der Wert an sich, der ist wie ein Kompass in einer sehr chaotischen Welt.
Super. Und das meine ich vorhin mit Selbstklarheit und dass es dann wieder zusammengefügt wird. Du triffst eine Entscheidung für dich und was für dich wichtig ist. Und auch im Wort Entscheidung, da war was vorher geschieden und jetzt ist es irgendwie zusammen. Und da gehe ich dann auch entsprechend diesen Weg. Das dachte ich nochmal direkt und das hast du gerade schon aufgeklärt.
Und was bei Entscheidungen auch eine Rolle spielt, ist der Anspruch. Wenn ich mit einem Perfektionsanspruch durch die Welt gehe, kann ich dem eigentlich gar nicht gerecht werden bei so vielen Optionen. Ich kann ja gar nicht alle Optionen, die das Leben potenziell bereithält, miteinander abgleichen.
Wunderschön. Vielen Dank. Wenn ich dir so zuhöre, dann sagt so der Hypnosystemiker in mir, hat so eine Kommentarfunktion, so einen Commentary-Track, der so irgendwie unten drunter läuft.
Ich glaube, vieles, was du gerade gesagt hast, beschreibt das schon ganz gut. Ich bin von Hause aus ein sehr leistungsorientierter und vor allen Dingen auch ein sehr perfektionistischer Mensch. Also ich bin jetzt nicht so jemand, der sich sagt, naja, alles gut genug. Und gleichzeitig weiß ich ja in der Theorie, dass es wichtig ist. Und das ist so ein Mix, wie du es gerade sagst. Ich weiß, tief in mir drin bin ich eine Perfektionistin und das nehme ich auch an.
Also das lässt mich die Frage anschließen, ich sage immer so, you teach best what you need most. Oder write the book you want to read. Also das ist ja alles irgendwie eine Form auch von Eigentherapie.
Ja, da ich ja also ich bin halt von Haus aus sehr perfektionistisch und es gibt so Dinge, zum Beispiel so ein Medienauftritt. Du sitzt da vor der laufenden Kamera und dann sagst du irgendwas und denkst dir im Nachhinein oh Gott, das war jetzt wirklich unpassend, überhaupt nicht on the point, hätte man tausendmal besser machen können. Da ich ja perfektionistisch bin, tendiere ich dann auch dazu, darüber nachzudenken und mich darüber zu ärgern.
Und schaust du dann auch die Videos an und dann sagst du und dann sagst du, okay, das habe ich dann jetzt auch besser gemacht und dann gibst du dir den Schulterklopfer dann auch entsprechend dazu, das ist ja auch wichtig für die Entwicklung. Stolz, das ist ja authentischer Stolz. Ich habe etwas durch mein Handeln erreicht, wo ich sage, ich bin einen Schritt näher zu der Person, der TV-Persönlichkeit, also nicht TV-Persönlichkeit ist das falsche Wort, eine Expertin, die im TV performt, die ich sein möchte.
Ja, dosiert. Nicht den ganzen Tag, aber schon.
Das wäre jetzt geil. Das würde noch mal eine andere Seite zeigen.
Manchmal auch nicht direkt, aber so im Nachgang oder so, es macht schon Sinn hinzuschauen. Ist ja oft ein bisschen komisch, weil man seine eigene Stimme hört und wie man sich so bewegt und so ein bisschen befremdlich. Aber sich das schon mal so zu Gemüte zu führen und da ist ein Video natürlich perfekt.
Ist auch ein Videopodcast übrigens.
Ich weiß.
Jetzt halten wir deine Freude ein bisschen zurück. Ich weiß. Ja, super. Vielleicht noch von mir eine abschließende Frage zu Too Much. Wenn du so, also Wissenschaft hat ja auch immer ein bisschen mit Blick in die Zukunft natürlich zu tun. Du hast von der auch noch mal Beschleunigung von KI und so gesprochen. Irgendwie gefühlt auch was so das Thema Dopamin angeht, habe ich so das Gefühl, wir kommen so an physiologische Grenzen. Also sehr viel schneller können Reels, Videos, Schnitte, wie auch immer nicht mehr sein. Sehr viel mehr verträgt einfach unser Gehirn nicht.
Also wir wissen schon aus der Forschung, dass die Aufmerksamkeitsspanne im Schnitt zurückgegangen ist. Dass sich Menschen heute kürzer auf eine Sache fokussieren können, als das früher der Fall war. Das hat ganz viel mit Übung zu tun. Leute schauen sich heute kurze, emotionale Grelle Reels an, anstatt sich kontinuierlich mit einem Buch auseinanderzusetzen. Das verändert natürlich, wie wir die Welt wahrnehmen, wie aufmerksamkeitsstark wir noch sind. Das ist in Teilen vielleicht negativ, andererseits bedeutet es auch, unser Gehirn ist sehr plastisch. Wir können uns immer wieder an veränderte Lebenswelten anpassen und das als Menschen erstaunlich gut. Und dann würde ich sagen, werden in der Zukunft Selbstregulationskompetenzen immer wichtiger. Wir haben ja heute sehr viele Freiheiten, wir haben extrem viele Reize.
Und was würdest du sagen, ist aus psychologischer Sicht ein Forschungsbereich, der vielleicht da noch nicht genug angeschaut wurde oder vielleicht auch noch nicht genug im Bereich der Gesellschaft angekommen ist?
Also die Forschung ist die eine Sache. Der Hebel ist aus meiner Sicht aber dieser Transfer in den Alltag. Es braucht ja total lange, ehe du zum Beispiel so ein Curriculum in der Schule mal verändert hast.
Angenommen, unser Bundeskanzler würde sagen, Mensch, also Eva, ich habe deinen Podcast gehört, da bei ich weiß nicht, ob er es hört. Also es wäre vielleicht, ja, also ich würde ihn, ich fände es gut. Ich schicke ihm mal den Link. Aber der würde sagen, pass auf, also ich statte dich mit der Macht aus, die ich habe, und du hast auch breiten Rückhalt von der Politik. Was wären so drei Dinge, die du in Bezug auf das too much machen würdest? Wenn er sagt, pass auf, drei Dinge und wir brauchen deine Kompetenz in der Gesellschaft.
Das ist eine anspruchsvolle Frage. Also einmal natürlich mehr dazu forschen, was sind denn jetzt so ganz konkrete Programme oder Übungen, Skills, Strategien, die jungen Menschen helfen, Zukunftskompetenzen aufzubauen? Was ist da wirklich wirksam? Da kann man ja wirklich corepsychologische Forschung machen, um erstmal herauszufinden, welche psychologischen oder auch pädagogischen Ansätze helfen uns. Dann zu überlegen, wie bringen wir das denn in die Praxis? Wie können wir das einbauen in die Strukturen?
Also auch da wieder diese Forschung und den Transfer in den Fokus nehmen. Und das ist auch so einer der Gründe, warum wir die Resilienzinitiative ins Leben gerufen haben, weil wir der Meinung sind, es müsste viel früher in die Kitas, in die Grundschule. Und ich freue mich so, dass ich in Bayern und auch für Bayern auch schon Schulpsycholog und Ruben da jetzt auch gerade war.
Und es wird ja auch schon total viel umgesetzt. Es hat sich schon massiv viel getan, aber wir könnten noch mehr tun.
Ja. Damit es nicht too much wird jetzt, noch eine abschließende Frage. Mal angenommen, ich hätte irgendwas Wichtiges vergessen zu fragen und wir würden das jetzt beenden und du würdest sagen, ah, das hätte ich gerne noch, du hast vorhin Anekdoten angesprochen oder vielleicht sowas wie so ein Leitspruch, ein Lieblingszitat oder einfach nur irgendwie eine tolle Studie, die du noch gerne zitiert hätten haben wolltest.
Ich habe einen Lieblingstipp. Wir haben ja jetzt viel über Belastung, über Stressoren, über Probleme geredet. Man kann sich aber natürlich auch den schönen Dingen des Lebens mal hinwenden und sich überlegen, wie hole ich mir davon mehr in meinen Alltag? Was ist schon alles da? Welche Momente genieße ich? Was ist schön?
Na schön.
Kann ich nur sagen, es war mir ein inneres Blumenpflücken, liebe Eva. Und es ist so schön, dich mal auch hier ganz präsent und live zu haben. Herzlichen Dank. Ich freue mich auf alle weiteren Veröffentlichungen, die ich von dir sehe, die ich von dir lese. Und ich wünsche dir alles Gute. Möge die Resilienz auch mit dir sein und möge es immer das Maß haben, was all deine inneren Stimmen in einer wohligen Symphonie miteinander singen lässt.
Ich danke euch, Sebastian und Ruben. Es war ein sehr schönes Gespräch.
Alle Folgen finden Sie hier:
Titelmusik und Mischung: Lars Deutsch www.larsdeutsch.net
Design: Katharina Krekeler www.hejro.de
Ruben Langwara ist Wirtschaftspsychologe, Resilienz-Lehrtrainer & -Coach sowie Experte für Emotionen und deren Wirkung auf Gesundheit und Wohlbefinden. Er ist mit der Resilienz-Akademie Göttingen als Projektpartner für emotionale Resilienz tätig. Sein Fachbuch zu diesem Thema „Die Kraft unserer Emotionen“ erschien 2022 im Junfermann-Verlag. Er ist Mitinitiator des Resilienz-Podcasts Rethinking Resilience (www.Rethinking-Resilience.com).

Sebastian Mauritz, M.A. Systemische Beratung, ist einer der führenden Resilienzexperten Deutschlands. Er ist 5-facher Fachbuchautor, Keynote-Speaker, Resilienz-Lehrtrainer, Systemischer Coach, war und ist Vorstand in vielen Coach- und Trainer-Verbänden und Unternehmer. Seine Schwerpunkte liegen im Bereich individuelle Resilienz und Prosilienz®, resilienter Führung und Teamresilienz. Er ist Initiator des jährlichen Resilienz-Online-Kongresses, in dessen Rahmen er sich bereits mit über 240 weiteren Resilienzexpert:innen aus verschiedenen Disziplinen ausgetauscht hat (www.Resilienz-Kongress.de) sowie des Resilienz-Podcasts Rethinking Resilience (www.Rethinking-Resilience.com).