Stellen Sie sich zwei Personen vor, die dieselbe Nachricht erhalten: Der Job, an dem sie jahrelang gearbeitet haben, wird gestrichen. Die eine greift zum Telefon und ruft eine Freundin an. Der andere schließt die Bürotür, setzt sich an den Schreibtisch und beginnt, einen Plan zu machen. Beide verarbeiten. Beide funktionieren. Aber sie tun es auf völlig unterschiedliche Weise.
Liegt das am Geschlecht?
Die Frage klingt einfach. Die Antwort ist es nicht. Denn schon bei dem Wort „Geschlecht“ lohnt es sich, kurz innezuhalten – weil es mindestens zwei Dinge meint, die oft durcheinandergebracht werden.
Das biologische Geschlecht – in der Wissenschaft auch Sex genannt – beschreibt körperliche Merkmale: Chromosomen, Hormone, physiologische Reaktionen. Es ist das, was bei der Geburt festgestellt wird und das, was Forschende messen, wenn sie Blutproben nehmen oder Gehirnscans auswerten.
Das soziale Geschlecht – der Begriff Gender – beschreibt etwas anderes: nämlich, was eine Gesellschaft daraus macht. Wie Jungen und Mädchen erzogen werden. Welche Gefühle als „männlich“ oder „weiblich“ gelten. Welche Verhaltensweisen gelobt und welche bestraft werden. Gender ist erlernt – und damit veränderbar.
Wenn wir in diesem Artikel fragen, ob Frauen und Männer anders resilient sind, meinen wir beide Ebenen. Und wir werden sehen: Manchmal ist es die Biologie, die einen Unterschied macht. Oft ist es die Sozialisation. Und häufig sind beide so eng miteinander verwoben, dass eine saubere Trennung kaum möglich ist.
Was die Forschung dazu sagt – und was das für Ihre ganz persönliche Resilienz bedeutet – das erkunden wir in diesem Artikel.
Warum ist die Frage nach Resilienz und Geschlecht relevant?
Resilienz ist in aller Munde. In Unternehmen, in Schulen, in Therapiepraxen – überall wird gefragt, wie Menschen widerstandsfähiger werden können. Doch eine Frage wird dabei erstaunlich selten gestellt: Für wen gilt eigentlich, was wir über Resilienz zu wissen glauben?
Geschlecht als Forschungslücke
Lange Zeit wurde Stressforschung fast ausschließlich an männlichen Probanden betrieben – sowohl in Tierversuchen als auch in klinischen Studien. Die Annahme dahinter war simpel: Männliche Körper galten als weniger „störanfällig“, weil Hormonschwankungen die Messergebnisse nicht verfälschen würden. Was gut klingt, hatte jedoch eine weitreichende Konsequenz: Modelle, die als universal galten, beschrieben in Wirklichkeit vor allem die männliche Stressreaktion.
Caroline Criado Perez hat diesen blinden Fleck in ihrem vielbeachteten Buch „Invisible Women“ (2019) eindrücklich dokumentiert: Frauen wurden über Jahrzehnte in medizinischer und psychologischer Forschung systematisch unterrepräsentiert – mit direkten Folgen für Diagnosen, Behandlungen und Empfehlungen, die bis heute nachwirken. Das bedeutet: Vieles von dem, was wir als gesichertes Wissen über Resilienz und Stressbewältigung kennen, ist möglicherweise nur halb so gesichert wie gedacht.
Wenn Erwartungen zur Stresseinladung werden
Es geht aber nicht nur um Forschungslücken. Es geht auch darum, was Gesellschaften von Frauen und Männern erwarten – und wie diese Erwartungen selbst zur Belastung werden können.
Männern wird häufig vermittelt: Stärke bedeutet, Probleme allein zu lösen. Hilfe zu suchen, gilt in vielen Kontexten noch immer als Schwäche. In der Psychologie wurde bereits beforscht, wie Vorstellungen von Männlichkeit dazu führen, dass Männer Gesundheitsprobleme ignorieren, seltener zum Arzt gehen und weniger über emotionalen Schmerz sprechen – obwohl genau das die Resilienz langfristig schwächt. Und obwohl neuere Forschung darauf hinweist, dass sich bei jüngeren Generationen das Bild langsam verschiebt, ist die Norm noch sehr starr (Seidler, Dawes, Rice, Oliffe, & Dhillon, 2016).
Frauen hingegen erleben oft den umgekehrten Druck: Sie dürfen fühlen – aber bitte nicht zu viel, nicht zu laut, und möglichst, ohne andere zu belasten. Gleichzeitig wird von ihnen erwartet, dass sie für andere da sind, zuhören, auffangen. Das soziale Netz, das Frauen häufig tragen, ist eine Ressource. Aber es hat ein Gewicht.
Beide Muster sind keine Fragen des Charakters. Sie sind erlernt – und sie haben messbare Auswirkungen auf die mentale und in der Konsequenz auch auf die körperliche Gesundheit. Weltweit zeigen Frauen höhere Raten an Depressionen und Angststörungen; Männer sind bei Suchterkrankungen und Suizid überrepräsentiert (WHO, 2021). Zwei Seiten derselben Medaille: unterschiedliche Wege, mit Druck umzugehen – mit unterschiedlichen Kosten.
Eine wichtige, aber heikle Frage
Über Geschlechterunterschiede zu sprechen, ist heute ein schmaler Grat. Zu schnell werden aus Tendenzen Stereotypen, aus Durchschnittswerten individuelle Urteile. „Frauen sind emotionaler“ oder „Männer können nicht über Gefühle reden“ – solche Vereinfachungen helfen niemandem. Sie schreiben fest, was eigentlich veränderbar wäre.
Deshalb lohnt sich der Blick in die Forschung nicht, um Unterschiede zu bestätigen – sondern um zu verstehen, woher sie kommen, wie groß sie wirklich sind, und was wir daraus für eine Resilienzpraxis ableiten können, die dem Menschen gerecht wird: nicht dem Klischee.
Was die Forschung zu Resilienz und Geschlecht wirklich sagt
Es gibt Unterschiede. Das ist das Erste, was die Forschung zeigt. Aber es ist nicht das Wichtigste. Denn sobald man genauer hinschaut, stellt sich heraus: Die Unterschiede sind oft kleiner als erwartet, kontextabhängiger als gedacht – und längst nicht alle haben mit Biologie zu tun.
Der Körper unter Stress: Biologie mit Nuancen

Beginnen wir mit dem, was sich messen lässt. Wenn Menschen unter Druck geraten, reagiert der Körper über ein komplexes Steuerungssystem – die sogenannte HPA-Achse (Hypothalamus–Hypophyse–Nebennierenrinde). Sie reguliert die Ausschüttung von Cortisol, dem bekanntesten Stresshormon.
Und hier gibt es tatsächlich messbare biologische Unterschiede: Studien zeigen, dass Männer im Schnitt stärker auf akuten, unvorhersehbaren Stress mit Cortisolausschüttung reagieren – während Frauen in bestimmten Situationen eine gedämpftere Reaktion zeigen, dafür aber auch langsamer zur Ausgangslage zurückkehren. Hinzu kommt die Rolle von Oxytocin, einem Hormon, das soziale Bindung fördert und bei Frauen unter Stress in höherem Maße aktiviert zu werden scheint (Kudielka & Kirschbaum, 2005).
Aber auch hier gilt: Diese Unterschiede sind Durchschnittswerte. Die Streuung innerhalb der Geschlechter ist größer als die Unterschiede zwischen ihnen.
Fight or Flight? Tend-and-Befriend!
Es gibt das klassische Bild, das aus der biologischen Stressreaktion in Handlung übersetzt wird. Vielleicht kennen Sie es: kämpfen oder fliehen (Fight-or-flight). Dieses Modell stammt aus Studien, die überwiegend an männlichen Probanden durchgeführt wurden – und es beschreibt möglicherweise nur die halbe Wirklichkeit.
Die Psychologin Shelley Taylor und ihr Team schlugen im Jahr 2000 ein ergänzendes Modell vor: Tend-and-Befriend. Die These: Frauen reagieren auf Bedrohung nicht primär mit Angriff oder Flucht, sondern mit Fürsorge (tend) und dem Aufsuchen sozialer Nähe (befriend). Oxytocin und Östrogen, so die Argumentation, begünstigen dieses Muster – es wäre evolutionär sinnvoll gewesen, wenn Schutz durch Gemeinschaft wichtiger war als körperlicher Kampf (Taylor et al., 2000).
Das Modell war ein Meilenstein. Nicht weil es beweist, dass Frauen „sozialer“ sind – sondern weil es zeigt, dass das bisherige Standardmodell der Stressforschung kein universelles Menschenmodell war – es war ein Männermodell.
Wie wir mit Stress umgehen: Coping und seine Muster
Jenseits der Biologie zeigen sich auch Unterschiede im Verhalten – also darin, was Menschen tun, wenn das Leben sie herausfordert.
Meta-Analysen belegen, dass Frauen häufiger sogenanntes emotionsfokussiertes Coping einsetzen: über Probleme sprechen, soziale Unterstützung suchen, Gefühle verarbeiten. Männer greifen tendenziell öfter zu problemfokussierten Strategien: analysieren, handeln, lösen. Oder – und das ist die weniger hilfreiche Variante – sie vermeiden (Tamres, Janicki, & Helgeson, 2002).
Beide Strategien haben ihren Wert. Wer ein konkretes Problem vor sich hat, ist mit einer Lösung besser bedient als mit einem langen Gespräch. Wer dagegen einen Verlust betrauert oder eine Beziehungskrise durchlebt, kommt mit emotionaler Verarbeitung weiter. Die Frage ist nicht: Welches Coping ist besser? Die Frage ist: Was braucht diese Situation – und kann ich es mir erlauben, darauf zurückzugreifen?
Genau hier wird die Sozialisation zum Problem. Denn wer zum Beispiel gelernt hat, dass Hilfe suchen Schwäche bedeutet, greift auch dann nicht darauf zurück, wenn es dringend nötig wäre.
Die Ähnlichkeiten, die wir übersehen
Hier lohnt ein Innehalten. Denn so real die beschriebenen Unterschiede sind – sie drohen, ein verzerrtes Bild zu zeichnen. Die Psychologin Janet Hyde hat 2005 in einer vielzitierten Meta-Analyse Hunderte von Studien ausgewertet und dabei eine ernüchternde Erkenntnis formuliert: Bei den allermeisten psychologischen Merkmalen – Intelligenz, Empathie, moralisches Urteilen, Kommunikationsstil – sind die Unterschiede zwischen Männern und Frauen statistisch klein bis vernachlässigbar. Nur in wenigen Bereichen, etwa bei körperlicher Aggression oder bestimmten motorischen Fähigkeiten, sind die Effektgrößen wirklich bedeutsam (Hyde, 2005).
Das bedeutet für die Stärkung von angewandter Resilienz: Die Grundressourcen – die Fähigkeit, Bedeutung zu finden, soziale Verbindungen zu pflegen, den eigenen Körper wahrzunehmen, Gedanken zu reflektieren – sind nicht das Privileg eines Geschlechts. Sie sind menschlich.
Und dennoch: Die Unterschiede, die wir sehen, sind real – nur lassen sie sich selten sauber auf eine einzige Ursache zurückführen. Mädchen werden anders erzogen als Jungen. Ihnen wird anders zugehört, ihre Gefühle werden anders kommentiert. Was also wie eine biologische Tendenz aussieht, ist oft das Ergebnis tausender kleiner Lernmomente über Jahre hinweg. Das macht es nicht weniger wirklich. Aber es macht es veränderbar – sogar bis ins hohe Alter hinein.
Was bedeutet das für die Resilienzpraxis?
Forschung ist das eine. Die Frage, die zählt, ist eine andere: Was fange ich damit an?
Die gute Nachricht ist: Sie müssen sich nicht neu erfinden. Resilienz stärken bedeutet nicht, wie jemand anderes zu werden. Es bedeutet, die eigenen Muster besser zu verstehen – und da, wo sie Sie einengen, Spielraum zu schaffen.
Für Frauen: Soziale Ressourcen nutzen, ohne sich zu erschöpfen
Ein ausgeprägtes soziales Netz ist eine echte Ressource. Gespräche, die entlasten – Menschen, die zuhören – Gemeinschaft, die trägt. Aber es gibt eine Kehrseite. Wer für andere da ist, wer zuhört, auffängt, vermittelt – der trägt auch mit. Und irgendwann kann das Netz, das eigentlich schützt, selbst zur Belastung werden: zu viel Verantwortung für die Gefühle anderer, zu wenig Raum für die eigenen.
Resiliente Fürsorge beginnt mit einer Frage, die sich ungewohnt anfühlen kann:
Was brauche ich gerade – und darf ich das auch wollen?
Es geht nicht darum, weniger fürsorglich zu sein. Es geht darum, Fürsorge so zu gestalten, dass sie nicht auf Kosten der eigenen Substanz geht. Grenzen sind keine Mauern. Sie sind die Bedingung dafür, dass das Geben nachhaltig bleibt.
Für Männer: Hilfsuche als Stärke neu definieren
Für viele Männer ist das Gegenteil das Thema. Nicht zu viel Geben – sondern zu wenig Nehmen. Hilfe anzunehmen, über Belastung zu sprechen, Schwäche zu zeigen: Das fühlt sich für viele nach einer Niederlage an. Dabei ist genau das Gegenteil wahr.
Wer früh sagt, dass er gerade in keinem guten Zustand ist, verhindert, dass sich eine kleine Ehrenrunde zur großen Krise auswächst. Wer lernt, Unterstützung zu suchen, hat mehr Ressourcen zur Verfügung – nicht weniger. Und wer einen Wortschatz für das entwickelt, was innen passiert, kann schneller gegensteuern.
Es kommt also weder auf Stärke oder Schwäche an, sondern auf die zur Verfügung stehenden Werkzeuge. Und wer nie gelernt hat, sie zu benutzen, kann das nachholen – in jedem Alter.
Für alle: Vom anderen Geschlecht lernen
Was würde passieren, wenn Frauen öfter fragten: Was brauche ich gerade wirklich – und was kann ich loslassen? Und wenn Männer öfter fragten: Mit wem könnte ich jetzt reden?
Resilienz lebt von Flexibilität: der Fähigkeit, das eigene Repertoire zu erweitern, ohne das aufzugeben, was einem bereits trägt. Der Gewinn liegt nicht im Vergleich. Er liegt im Lernen.
Übung: Mein persönlicher Resilienzmix
Nehmen Sie sich zehn Minuten, ein Blatt Papier und einen Stift. Und dann schauen Sie ehrlich hin – nicht um sich zu beurteilen, sondern um neugierig zu werden und Muster zu flexibilisieren.
Mindset – Was denke ich über Stress und Hilfe?
- Welche Geschichte erzähle ich mir, wenn es eng wird?
- Gilt Hilfe suchen für mich als Stärke – oder immer noch irgendwo als Schwäche?
- Darf ich Belastung zeigen, oder muss ich erst funktionieren?
Unsere inneren Überzeugungen steuern vieles, ohne dass wir es merken.
Feelset – Was fühle ich – und was lasse ich zu?
- Welche Gefühle bemerke ich als Erstes, wenn der Druck steigt?
- Welche zeige ich – und welche schlucke ich lieber weg?
- Wo im Körper spüren Sie Stress zuerst: im Nacken, im Magen, im Atem?
Der Körper weiß oft mehr als der Kopf.
Toolset – Was tue ich konkret?
- Was greife ich als Erstes an, wenn eine Ehrenrunde beginnt? Bewegen, reden, planen, ablenken, zurückziehen?
- Welche dieser Strategien helfen wirklich – und welche sind eher Aufschieben in Bewegung?
- Gibt es Werkzeuge, die ich kenne, aber selten benutze?
Skillset – Was kann ich – und was könnte ich noch lernen?
- Kann ich meine Bedürfnisse klar benennen – und Hilfe annehmen, wenn sie angeboten wird? Was sind meine persönlichen Frühwarnsignale, bevor der Stress sich festsetzt?
- Und: Was fehlt mir noch im Repertoire – soziale Unterstützung, emotionale Verarbeitung, lösungsorientiertes Denken?
Ihr persönlicher Resilienzmix ist so einzigartig wie Sie selbst. Die Frage ist nicht, ob er männlich oder weiblich ist. Die Frage ist, ob er trägt – und ob er vollständig ist.
Wozu Resilienz und Geschlecht zusammendenken?
Die Forschung ist komplex, menschliche Wirklichkeit sogar noch mehr. Aber ein paar Dinge lassen sich klar festhalten:
- Biologische Unterschiede zwischen Männern und Frauen in der Stressreaktion existieren – sie sind aber kleiner und kontextabhängiger als oft angenommen.
- Sozialisation formt, wie wir mit Belastung umgehen – und was wir uns dabei erlauben.
- Frauen nutzen häufiger soziale Ressourcen; das ist eine Stärke, die vor Erschöpfung schützen muss.
- Männer zeigen häufiger Hemmungen, Hilfe zu suchen; das ist keine Schwäche des Charakters, sondern ein erlerntes Muster – und veränderbar.
- Resilienz hat kein Geschlecht – jede:r kann sie stärken
Was bedeutet das nun wirklich? Es bedeutet zunächst, dass die Frage „Wer ist resilienter – Frauen oder Männer?“ die falsche Frage ist. Sie sucht einen Gewinner dort, wo es keinen gibt. Die bessere Frage lautet: Welche Ressourcen habe ich – und welche könnte ich noch entwickeln?
Denn Resilienz ist kein festes Merkmal, das man entweder besitzt oder nicht. Sie ist ein Repertoire. Und Repertoires lassen sich erweitern. Frauen, die lernen, Fürsorge mit Selbstschutz zu verbinden. Männer, die entdecken, dass ein ehrliches Gespräch keine Schwäche ist, sondern eine Stärke. Menschen jedes Hintergrunds, die verstehen, dass ihre Art zu bewältigen nicht die einzig mögliche ist.
Und noch eine Perspektive, die zunehmend an Bedeutung gewinnt: Nicht alle Menschen erleben sich als eindeutig männlich oder weiblich. Für nicht-binäre und trans Menschen stellt sich die Frage nach Resilienz und Geschlecht noch einmal anders – sie navigieren oft in Welten, die für sie nicht gebaut wurden, und entwickeln dabei Formen der Widerstandsfähigkeit, die in der Forschung bislang kaum sichtbar sind. Auch das ist ein blinder Fleck, den die Wissenschaft gerade erst beginnt zu schließen.
Resilienz als Einladung bedeutet: Schauen Sie hin, was Sie bereits tragen. Werden Sie neugierig auf das, was fehlt. Und erlauben Sie sich, beides – Stärke und Verletzlichkeit – als Teil desselben Menschen zu sehen. Wer widerstandsfähig ist, muss nicht unverwundbar sein. Er oder sie muss nur wissen, wie der eigene Weg aussehen könnte.
Seminartipp: Resilienz verstehen und anwenden
Ob Sie als Frau Ihren Umgang mit sozialer Erschöpfung neu gestalten möchten, oder als Mann lernen wollen, Ihr emotionales Repertoire zu erweitern – Resilienz ist kein fertiges Paket, das man entweder hat oder nicht. Sie ist eine Praxis. Und die lässt sich lernen, vertiefen und weitergeben.
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Quelle
Hyde, J. S. (2005). The gender similarities hypothesis. American Psychologist, 60(6), 581.
Kudielka, B. M., & Kirschbaum, C. (2005). Sex differences in HPA axis responses to stress: a review. Biological psychology.
Perez, C. C. (2019). Invisible women: Data bias in a world designed for men: Abrams.
Seidler, Z. E., Dawes, A. J., Rice, S. M., Oliffe, J. L., & Dhillon, H. M. (2016). The role of masculinity in men’s help-seeking for depression: a systematic review. Clinical psychology review, 49, 106-118.
Tamres, L. K., Janicki, D., & Helgeson, V. S. (2002). Sex differences in coping behavior: A meta-analytic review and an examination of relative coping. Personality and social psychology review, 6(1), 2-30.
Taylor, S. E., Klein, L. C., Lewis, B. P., Gruenewald, T. L., Gurung, R. A., & Updegraff, J. A. (2000). Biobehavioral responses to stress in females: tend-and-befriend, not fight-or-flight. Psychological review, 107(3), 411.
World Health Organization. (2021). Gender and mental health. https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/mental-health-strengthening-our-response
Bildquelle: Grafiken: Dylan Sara, ChatGPT
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Rebecca van der Linde, M.A. Germanistik und Kulturanthropologie, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Resilienz Akademie. Als Resilienz-Trainerin und Resilienz-Coach betreut sie den Blog der Resilienz Akademie und unterstützt in der konzeptionellen Entwicklung. Zudem agiert als SEO-Managerin für die Website. Ihr Schwerpunkt liegt auf der digitalen Präsenz der Themen rund um individuelle und organisationale Resilienz.

Sebastian Mauritz, M.A. Systemische Beratung, ist einer der führenden Experten für angewandte Resilienz in Deutschland. Er ist 6-facher Fachbuchautor, Keynote-Speaker, Resilienz-Lehrtrainer, Systemischer Coach, war und ist Vorstand in vielen Coach- und Trainer-Verbänden und Unternehmer. Seine Schwerpunkte liegen im Bereich angewandter individueller Resilienz und Prosilienz®, resilienter Führung und Teamresilienz. Er ist Initiator der Resilienz Initiative (www.Resilienz-Initiative.com) und des jährlichen Resilienz-Online-Kongresses mit bisher über 300 Interviews mit Resilienzexpert:innen (www.Resilienz-Kongress.de), Herausgeber des ResilienzLetters (www.ResilienzLetter.de) sowie des Resilienz-Podcasts Rethinking Resilience (www.Rethinking-Resilience.com).