Resilienz-Podcast „Rethinking Resilience“ – Folge 66

Entdecken Sie den Denkraum von Sebastian Mauritz und Ruben Langwara, um Ihre eigene Widerstandsfähigkeit zu stärken und Ihr Verständnis von Resilienz zu erweitern! Tauchen Sie ein in eine inspirierende Lernumgebung, die Ihnen dabei hilft, Ihre Resilienzfähigkeiten zu entwickeln und zu festigen. Profitieren Sie von den Erfahrungen und dem Wissen der Experten und bereiten Sie sich optimal auf die Herausforderungen des Lebens vor.

HIER erhalten Sie nähere Informationen und einen Überblick über alle Folgen! In dem folgenden Artikel haben wir die aktuelle Folge für Sie zusammengestellt.

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In den „Shownotes“ zur jeweiligen Ausgabe finden Sie eine kurze Inhaltsangabe, Links und weiterführende Informationen. Viel Freude beim Eintreten in den gemeinsamen Denkraum und Erforschen Ihrer Resilienz.


Folge 66: Resilient Guest: Dr. Connirae Andreas

The Wholeness Work®: Der sanfte Weg zur Ganzheit

Wie kann persönliche Veränderung gelingen, ohne ständig gegen sich selbst zu arbeiten? In dieser Folge von „Rethinking Resilience“ sprechen Sebastian und Ruben mit Dr. Connirae Andreas, Entwicklerin von Core Transformation und Wholeness Work. Gemeinsam beschäftigen sie sich mit unterschiedlichen Ebenen persönlicher Veränderung und der Frage, wie innere Integration, Bewusstsein und ein freundlicher Umgang mit sich selbst Veränderungsprozesse unterstützen können.

Connirae gibt Einblicke in ihren persönlichen und beruflichen Weg und erzählt von einer prägenden Erfahrung mit Milton Erickson. Sebastian und Ruben berichten zudem von ihren eigenen Erfahrungen mit Wholeness Work. Im Verlauf der Folge führt Connirae die beiden durch eine kurze praktische Übung und macht so unmittelbar erfahrbar, was sie unter Wholeness Work versteht.

Hinweis: Diese Folge wurde auf Englisch aufgenommen. Wenn Sie das Gespräch mit deutscher Übersetzung verfolgen möchten, können Sie die Folge als Video auf YouTube oder Spotify mit deutschen Untertiteln ansehen.


Warum Veränderung nicht immer mehr Anstrengung braucht

Veränderung beginnt häufig mit dem Wunsch, etwas an sich selbst anders machen zu wollen. Wir möchten unangenehme Reaktionen loswerden, uns besser fühlen oder bestimmte Verhaltensweisen verändern. Connirae beschreibt im Gespräch jedoch, dass Veränderung auf unterschiedlichen Ebenen stattfinden kann.

Eine wichtige Entwicklung führt dabei von außen nach innen: Anfangs wünschen wir uns möglicherweise eine Methode, einen Coach oder eine Intervention, die Veränderung für uns herbeiführt. Mit zunehmender Entwicklung kann der Blick stärker darauf fallen, was im eigenen System geschieht.

Ein weiterer zentraler Gedanke ist der Unterschied zwischen Veränderung durch Kraft und Veränderung ohne Kraft. Connirae beschreibt, dass Menschen häufig unbewusst viel Energie darauf verwenden, bestimmte Zustände herzustellen oder aufrechtzuerhalten. Tiefergehende Veränderung kann dagegen entstehen, wenn diese unbewusste Anstrengung wahrgenommen und losgelassen wird. Persönliche Entwicklung bedeutet aus dieser Perspektive nicht zwangsläufig, immer härter an sich zu arbeiten. Sie kann auch darin bestehen, weniger gegen das eigene Erleben zu arbeiten.

Was ist The Wholeness Work® ?

Connirae beschreibt The Wholeness Work® nicht nur als einzelne Methode, sondern als einen Entwicklungsweg. Im Mittelpunkt stehen unbewusste Strukturen, die Stress und Leiden aufrechterhalten können.

Eine zentrale Rolle spielt dabei das Erleben eines begrenzten Selbst – das „Ich“, das wahrnimmt, denkt und Erfahrungen macht. Connirae unterscheidet dieses unmittelbare Selbsterleben vom Selbstkonzept, also von den Vorstellungen, die wir über uns selbst haben. Im Wholeness Work wird dieses begrenzte Selbsterleben bewusst wahrgenommen und eingeladen, sich zu entspannen und in einem umfassenderen Erleben von Bewusstsein aufzugehen.

Für Connirae verbindet sich darin emotionale Heilung mit dem, was sie als „Awakening“ bezeichnet. Beide Bereiche hatte sie ursprünglich getrennt voneinander betrachtet. Durch ihre eigene Arbeit kam sie jedoch zu der Auffassung, dass nachhaltige emotionale Veränderung eine tiefere Ebene des Erlebens benötigt. Wholeness Work soll dabei schwierige Gefühle oder Konflikte nicht einfach verschwinden lassen. Vielmehr geht es darum, das eigene Erleben so zu verändern, dass mehr Klarheit, Präsenz und innere Beweglichkeit entstehen können.

Wie lässt sich The Wholeness Work® erfahren?

Im Podcast führt Connirae durch eine kurze Einstiegsübung und gibt damit einen praktischen Einblick in ihre Arbeit. Ausgangspunkt ist eine körperliche Empfindung. Diese wird zunächst möglichst genau wahrgenommen: Wo befindet sie sich? Welche Form und Größe hat sie? Wie fühlt sie sich an?

Anschließend richtet sich die Aufmerksamkeit auf das „Ich“, das diese Empfindung wahrnimmt. Auch dieses wird hinsichtlich seines Ortes, seiner Form und seiner Empfindungsqualität erkundet. Im nächsten Schritt rückt das Bewusstsein selbst in den Mittelpunkt. Connirae beschreibt Bewusstsein als die Fähigkeit, Erfahrungen überhaupt wahrnehmen zu können. Das zuvor wahrgenommene begrenzte „Ich“ wird schließlich eingeladen, sich zu öffnen, zu entspannen oder in diesem größeren Feld von Bewusstsein aufzulösen.

Dabei geht es nicht darum, ein bestimmtes Ergebnis zu erzwingen. Sebastian und Ruben erleben während der Übung beispielsweise körperliche Veränderungen und eine deutliche Entspannung. Die kurze Übung zeigt zugleich einen Grundgedanken des Wholeness Work: Veränderung soll nicht durch Druck entstehen. Wahrnehmen, zulassen und das Loslassen innerer Anspannung stehen im Mittelpunkt.

Wozu kann die Arbeit mit The Wholeness Work® beitragen?

Im Gespräch entsteht für Wholeness Work immer wieder das Bild eines „Nach-Hause-Kommens“. Ruben greift dafür die Orientierung von Meeresschildkröten auf, die über weite Strecken zurück zu ihrem Ursprungsort finden. Connirae verbindet dieses Bild mit ihrer Vorstellung von Wholeness Work: Es geht für sie weniger darum, sich selbst zu überwinden oder sich von sich selbst zu entfernen, sondern darum, wieder bei sich anzukommen. Dieses Erleben kann auch praktische Auswirkungen haben. Connirae berichtet beispielsweise, dass sie in Konflikten klarer erkennen konnte, welche Reaktionen aus ihr selbst heraus entstanden und welche Themen sie tatsächlich ansprechen wollte. Dadurch konnte sie ihre Anliegen weniger wertend und zugleich klarer kommunizieren.

Sebastian beschreibt insbesondere den Umgang mit innerer Trennung als einen wichtigen Aspekt seiner Erfahrung mit Wholeness Work. Menschen müssen unterscheiden können, gleichzeitig können sie sich jedoch auch von eigenen Ressourcen oder Teilen ihres Erlebens getrennt fühlen. Für ihn eröffnet die Arbeit die Möglichkeit, diese Trennungen wahrzunehmen und wieder mehr Integration zu erleben. Am Ende steht damit keine Vorstellung von Veränderung als einmaligem Durchbruch. Connirae beschreibt Wholeness Work vielmehr als eine fortlaufende Reise, auf der sich mit jeder Praxis etwas verändern kann. Ein zentraler Rahmen dafür ist Freundlichkeit. Tiefe Veränderung entsteht für Connirae nicht aus Selbstkritik oder Härte, sondern in einem inneren Raum von Freundlichkeit und Liebe. Ruben bringt diesen Gedanken in der Folge auf einen einfachen Satz: „Kindness is our home.“


Sie möchten mehr zur Methode „The Wholeness Work®“ erfahren?

Alle Informationen zu Angeboten und Veranstaltungen mit Dr. Connirae Andreas  finden Sie hier:


Transkript der Folge 66

Hier finden Sie das vollständige Transkript der Folge:


Alle Folgen finden Sie hier: 

www.rethinking-resilience.com

Titelmusik und Mischung: Lars Deutsch  www.larsdeutsch.net

Design: Katharina Krekeler  www.hejro.de


Resilienz Akademie | Resilienz-Podcast „Rethinking Resilience“ – Folge 2Ruben Langwara ist Wirtschaftspsychologe, Resilienz-Lehrtrainer & -Coach sowie Experte für Emotionen und deren Wirkung auf Gesundheit und Wohlbefinden. Er ist mit der Resilienz-Akademie Göttingen als Projektpartner für emotionale Resilienz tätig. Sein Fachbuch zu diesem Thema „Die Kraft unserer Emotionen“ erschien 2022 im Junfermann-Verlag. Er ist Mitinitiator des Resilienz-Podcasts Rethinking Resilience (www.Rethinking-Resilience.com).

 


Resilienz Akademie | Resilienz-Podcast „Rethinking Resilience“ – Folge 2

Sebastian Mauritz, M.A. Systemische Beratung, ist einer der führenden Resilienzexperten Deutschlands. Er ist 5-facher Fachbuchautor, Keynote-Speaker, Resilienz-Lehrtrainer, Systemischer Coach, war und ist Vorstand in vielen Coach- und Trainer-Verbänden und Unternehmer. Seine Schwerpunkte liegen im Bereich individuelle Resilienz und Prosilienz®, resilienter Führung und Teamresilienz. Er ist Initiator des jährlichen Resilienz-Online-Kongresses, in dessen Rahmen er sich bereits mit über 240 weiteren Resilienzexpert:innen aus verschiedenen Disziplinen ausgetauscht hat (www.Resilienz-Kongress.de) sowie des Resilienz-Podcasts Rethinking Resilience (www.Rethinking-Resilience.com).

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