Resilienz-Podcast „Rethinking Resilience“ – Folge 62

Entdecken Sie den Denkraum von Sebastian Mauritz und Ruben Langwara, um Ihre eigene Widerstandsfähigkeit zu stärken und Ihr Verständnis von Resilienz zu erweitern! Tauchen Sie ein in eine inspirierende Lernumgebung, die Ihnen dabei hilft, Ihre Resilienzfähigkeiten zu entwickeln und zu festigen. Profitieren Sie von den Erfahrungen und dem Wissen der Experten und bereiten Sie sich optimal auf die Herausforderungen des Lebens vor.

HIER erhalten Sie nähere Informationen und einen Überblick über alle Folgen! In dem folgenden Artikel haben wir die Folge 62 für Sie zusammengestellt.

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In den „Shownotes“ zur jeweiligen Ausgabe finden Sie eine kurze Inhaltsangabe, Links und weiterführende Informationen. Viel Freude beim Eintreten in den gemeinsamen Denkraum und Erforschen Ihrer Resilienz.


Folge 62: Rethinking: Resiliente Beziehungen

In Folge 62 von „Rethinking Resilience“ öffnen Sebastian und Ruben den Denkraum für ein Thema, das uns alle betrifft: resiliente Beziehungen. Dabei geht es nicht nur um Paarbeziehungen, sondern ebenso um Freundschaften, Arbeitsbeziehungen, Teams und das alltägliche Miteinander.Sebastian und Ruben sprechen darüber, wie Beziehungen elastischer, klarer und tragfähiger werden können. Im Zentrum stehen Bindung, Klarheit, Emotionen, Werte, Unterschiede, Nähe und Distanz. Resiliente Beziehungen entstehen dort, wo Menschen sich verbunden fühlen und gleichzeitig eigenständig bleiben dürfen.

Warum sind resiliente Beziehungen wichtig?

Resiliente Beziehungen sind wichtig, weil Menschen Bindung und Zugehörigkeit brauchen. Gleichzeitig brauchen Beziehungen Klarheit, Orientierung und Grenzen. Sebastian beschreibt, dass Bindung manchmal dazu führen kann, dass Menschen weniger klar werden – besonders innerhalb vertrauter Gruppen oder Teams. Ruben ergänzt: Auch eine Beziehung zu beenden, kann eine resiliente Entscheidung sein. Nicht jede Beziehung bleibt tragfähig. Entscheidend ist, achtsam wahrzunehmen, wie man miteinander umgeht, welche Emotionen Raum bekommen und ob beide Seiten sich wahrhaftig ausdrücken können.

Beziehungen werden besonders dann geprüft, wenn Stress, Konflikte oder Krisen auftauchen. Genau dort zeigt sich ihre Resilienz.

Was macht resiliente Beziehungen aus?

Sebastian betont die Bedeutung von Grundresonanz: gemeinsame Werte, Haltungen, Ideen oder eine gemeinsame Mission. Gleichzeitig verweist Ruben darauf, dass Ähnlichkeit besonders auf Werte- und Haltungsebene wichtig ist. Unterschiede in Arbeitsstilen, Stärken oder Perspektiven können hingegen sehr wertvoll sein. Resiliente Beziehungen können Nähe und Distanz. Sie ermöglichen Verbindung, ohne Abhängigkeit zu erzeugen. Ruben formuliert es so:

„Ich kann ohne dich und mit dir ist es schöner.“

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Umgang mit Konflikten. Ruben nennt die vier destruktiven Beziehungsmuster nach Gottman: Kritik, Verachtung, Rechtfertigung und Mauern. Sie schwächen Beziehungen, wenn sie dauerhaft Teil der Kommunikation werden. Stärkend wirken dagegen Resonanz, Wertschätzung, echtes Interesse, Humor, gemeinsame positive Momente, Berührung im passenden Kontext und das Feiern von Erfolgen.

Wie können Beziehungen resilienter werden?

Sebastian und Ruben zeigen mehrere Wege auf:

  • Resilientere Beziehungen entstehen, wenn Unterschiede bewusst wahrgenommen und benannt werden. Sebastian nennt dafür das Prinzip „Name it to tame it“: Wer Muster erkennt, kann gelassener mit ihnen umgehen.
  • Wichtig ist außerdem, offene Konflikte nicht liegen zu lassen. Sebastian spricht von offenen „Loops“, die geklärt werden sollten, bevor sie die Beziehung belasten. Ruben verbindet das mit der Idee, dass Unerledigtes im Gedächtnis bleibt und deshalb direkt geklärt werden sollte.
  • Wertschätzende Kommunikation wird damit zur zentralen Intervention. Dazu gehört: Störungen früh wahrnehmen, ansprechen, Verantwortung übernehmen und nicht in Ja-aber-Schleifen ausweichen.
  • Auch positive gemeinsame Erfahrungen stärken Beziehungen. Ruben spricht von Momenten der Mitfreude, Positivitätsresonanz und gemeinsamen schönen Erlebnissen – in Paarbeziehungen ebenso wie in Arbeitsbeziehungen.

Wozu führt eine resiliente Beziehung?

Resiliente Beziehungen führen zu mehr Stabilität, Vertrauen und Beweglichkeit im Miteinander. Sie machen es möglich, gemeinsam durch Stress, Probleme und Krisen zu gehen, ohne dass Verbindung sofort bricht. Sebastian beschreibt als Quintessenz die Fähigkeit zur Oszillation: zwischen Nähe und Distanz, Gemeinsamkeit und Unterschied, Verbindung und Eigenständigkeit. Eine resiliente Beziehung ist nicht starr. Sie schwingt. Am Ende geht es darum, Beziehungen so zu gestalten, dass Menschen verbunden bleiben und zugleich sie selbst sein dürfen. Oder in Sebastians Bild gesprochen: zwei Menschen rollen in ihrer eigenen Geschwindigkeit durchs Leben – mal näher, mal weiter entfernt, aber verbunden im Herzen.


Transkript der Folge 62

Hier finden Sie das vollständige Transkript der Folge:


Alle Folgen finden Sie hier: 

www.rethinking-resilience.com

Titelmusik und Mischung: Lars Deutsch  www.larsdeutsch.net

Design: Katharina Krekeler  www.hejro.de


Resilienz Akademie | Resilienz-Podcast „Rethinking Resilience“ – Folge 2Ruben Langwara ist Wirtschaftspsychologe, Resilienz-Lehrtrainer & -Coach sowie Experte für Emotionen und deren Wirkung auf Gesundheit und Wohlbefinden. Er ist mit der Resilienz-Akademie Göttingen als Projektpartner für emotionale Resilienz tätig. Sein Fachbuch zu diesem Thema „Die Kraft unserer Emotionen“ erschien 2022 im Junfermann-Verlag. Er ist Mitinitiator des Resilienz-Podcasts Rethinking Resilience (www.Rethinking-Resilience.com).

 


Resilienz Akademie | Resilienz-Podcast „Rethinking Resilience“ – Folge 2

Sebastian Mauritz, M.A. Systemische Beratung, ist einer der führenden Resilienzexperten Deutschlands. Er ist 5-facher Fachbuchautor, Keynote-Speaker, Resilienz-Lehrtrainer, Systemischer Coach, war und ist Vorstand in vielen Coach- und Trainer-Verbänden und Unternehmer. Seine Schwerpunkte liegen im Bereich individuelle Resilienz und Prosilienz®, resilienter Führung und Teamresilienz. Er ist Initiator des jährlichen Resilienz-Online-Kongresses, in dessen Rahmen er sich bereits mit über 240 weiteren Resilienzexpert:innen aus verschiedenen Disziplinen ausgetauscht hat (www.Resilienz-Kongress.de) sowie des Resilienz-Podcasts Rethinking Resilience (www.Rethinking-Resilience.com).

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