
Albert Bandura
Psychologie, Sozialpsychologie, Entwicklungspsychologie
Leben
Er wurde am 4. Dezember 1925 in Mundare, Alberta, Kanada, geboren und verstarb am 26. Juli 2021 in Stanford, Kalifornien, USA.
Zitat
"Self-efficacy is the belief in one’s capabilities to organize and execute the courses of action required to manage prospective situations."
Errungenschaften
Albert Bandura war ein einflussreicher kanadisch-amerikanischer Psychologe, der für seine wegweisenden Arbeiten in den Bereichen Sozialkognitive Theorie und Soziallernen bekannt ist. Zu seinen wichtigsten Beiträgen zählen:
- Sozialkognitive Theorie: Bandura entwickelte die sozialkognitive Theorie, die betont, dass Lernen durch Beobachtung, Nachahmung und Modellierung sozialer Verhaltensweisen erfolgt. Diese Theorie integrierte Konzepte wie Selbstwirksamkeit und Selbstregulation.
- Bobo-Doll-Experiment: Bandura führte das berühmte Bobo-Doll-Experiment durch, das zeigte, dass Kinder durch die Beobachtung von Erwachsenen aggressives Verhalten lernen und nachahmen können.
- Selbstwirksamkeit: Er prägte den Begriff der Selbstwirksamkeit (self-efficacy), der das Vertrauen einer Person in ihre Fähigkeit beschreibt, in bestimmten Situationen erfolgreich zu handeln.
- Einflussreiche Veröffentlichungen: Bandura verfasste zahlreiche Bücher und Artikel, die seine Theorien und Forschungen in der Psychologie und darüber hinaus verbreiteten.
Mehr erfahren
Kern der Theorie/Arbeit
Albert Banduras sozialkognitive Theorie betont, dass Menschen durch Beobachtung und Nachahmung von Modellen lernen. Er argumentierte, dass Verhalten, kognitive Prozesse und Umweltfaktoren interagieren und sich gegenseitig beeinflussen, ein Konzept, das er als „reziproken Determinismus“ bezeichnete. Banduras Forschung zur Selbstwirksamkeit zeigte, dass das Vertrauen in die eigene Fähigkeit, Aufgaben zu bewältigen und Ziele zu erreichen, einen wesentlichen Einfluss auf Motivation, Leistung und psychische Gesundheit hat. Seine Arbeiten haben das Verständnis von Lernprozessen, Verhaltensänderungen und der Rolle der kognitiven Prozesse in der Psychologie erheblich erweitert.
Bücher
- Social Learning Theory (1977) – Ein grundlegendes Werk, das die Prinzipien der sozialkognitiven Theorie und das Konzept des Beobachtungslernens darstellt.
- Self-Efficacy: The Exercise of Control (1997) – Ein Buch, das die Bedeutung der Selbstwirksamkeit für menschliches Handeln und psychisches Wohlbefinden beschreibt.
- Social Foundations of Thought and Action: A Social Cognitive Theory (1986) – Ein umfassendes Werk, das die theoretischen Grundlagen und Anwendungen der sozialkognitiven Theorie erläutert.
- Moral Disengagement: How People Do Harm and Live with Themselves (2016) – Ein Buch, das untersucht, wie Menschen moralische Hemmungen überwinden, um schädliches Verhalten zu rechtfertigen.